Cornelia Funke

Cornelia Funke: Von Dorsten nach L.A.

Cornelia Funke
Cornelia Funke, Copyright: Dressler, Foto: Jörg Schwalfenberg

Von Dorsten nach Hamburg

Die Schriftstellerin und Illustratorin Cornelia Funke wurde am 10. Dezember 1958 in Dorsten geboren. Nach dem Abitur in ihrer Heimatstadt zog sie zunächst nach Hamburg, wo sie eine Ausbildung zur Pädagogin aufnahm, die sie mit einem Diplom abschloss. Doch die Arbeit als Erzieherin reichte Funke nicht aus, sie wollte ihre Leidenschaft weiter verfolgen und begann neben ihrer Arbeit das Studium der Buchillustration an der FH für Gestaltung. In der Zeit stellte sie beim Bebildern von Geschichten fest, dass ihr oftmals die Geschichten nicht gefielen und so begann sie, sich selbst Geschichten auszudenken. Und die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf … Vor acht Jahren zog Cornelia Funke mit ihrem Ehemann Rolf Frahm und den gemeinsamen Kindern Ben und Anna und nach Los Angeles. 2006 verstarb Frahm.

Der Start in den 90er-Jahren

Zunächst begann Funke, Fantasy-Bücher zu schreiben. Und dies schnell erfolgreich. Auf Anfrage ihres Verlages hin, fing sie Anfang der 90er-Jahre auch an Kinderbücher zu verfassen. Vor allem mit ihrer sechsbändigen Kinderbuchreihe „Die Wilden Hühner“ um die Mädchen Sprotte, Frieda, Trude, Melanie und Wilma erreichte sie ein großes Lesepublikum. Einige Folgen wurden erfolgreich für das Kino verfilmt. Kritiker lobten die Authentizität der Charaktere und ihrer Geschichten. Auch mit ihrer Kinderbuchserie „Die Gespensterjäger“ mit den Geschichten um Hedwig Kümmelsaft, Tom Tomsky und Hugo MUG erreichte Funke zahlreiche Leser.

Das Jahr 2002: Ein Meilenstein für den internationalen Erfolg

Das Jahr 2002 markiert einen Meilenstein in Funkes Biografie als Autorin. Denn in diesem Jahr wurde das in Deutschland zwei Jahre zuvor erschienene erfolgreiche Fantasy-Jugendbuch „Herr der Diebe“ auch in den USA veröffentlicht und wurde dort zu einem Megabestseller. Cornelia Funke hatte den amerikanischen Markt für sich gewonnen, für europäische Autoren ein Wunder. Zu der Erfolgsgeschichte gehört, dass der Titel in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen wie mit dem Internationalen Buchpreis Corine ausgezeichnet wurde.

2003: Die Tintenwelt-Trilogie

Mit dem ersten Band „Tintenherz“ begann der fulminante Erfolg des Fantasy-Trilogie um die zwölf Jahre alte Meggie. Es folgten die Fortsetzungsbände „Tintenblut“ und „Tintentod“. Alle Bände erschienen bei Cecilie Dressler Verlag. Der Roman erschien zur gleichen Zeit in Deutschland, den USA, Großbritannien, Kanada und Australien. 2013 feierte die Trilogie „Tintenherz“ ihr zehnjähriges Jubiläum.

Worum geht es in „Tintenherz“?

Der Buchfreak Mortimer Folchart (Mo) hat seiner Tochter Meggie die Leidenschaft für Bücher weitergegeben. Zusammen leben die beiden in einem Häuschen, das von oben bis unten mit Büchern vollgestopft ist. Meggie liebt es, wenn ihr Vater ihr Geschichten vorliest und eines Tages erfährt sie auch, was es mit dieser Stimme auf sich hat und was wirklich ihrer Mutter Teresa (Resa) vor einigen Jahren zugestoßen ist. Eines abends klingelt ein seltsamer Mann namens Staubfinger samt seines Marders Gwin an Mos und Meggies Tür und stößt wilde Warnungen vor einer Gestalt namens Capricorn aus. Warum nennt er Mo Zauberzunge? In einer Eilaktion fahren alle zu  Mos Verwandten Elinor Loredan, da Mo vorgibt, dort Bücher binden zu müssen. Das Buch „Tintenherz“, hinter dem Capricorn her ist, nehmen sie mit. Stück für Stück erfährt Meggie, was damals wirklich geschehen ist. Ihr Vater hat die Gabe, Dinge oder Personen in eine Geschichte hineinzulesen und andersherum, diese herauszulesen. So kam es, dass er Meggies Mutter Teresa in das Buch „Tintenherz“ herein las, während einige Spießgesellen um Capricorn in ihre Welt gelangt sind. Mo steckt in einer Zwickmühle, da er nicht garantieren kann, was er mit seiner Stimme alles bewirkt. Und er hatte „Tintenherz“ schon einmal zu Ende gelesen und weiß, dass Staubfinger sterben wird …

2008 wurde „Tintenherz“ von Iain Softley für das Kino verfilmt. Die Rolle der Meggie spielte Eliza Bennett, Brendan Fraser spielte Mo. Der Schauspieler Rainer Strecker ist der Hörbuchsprecher der meisten Jugendbücher von Cornelia Funke.

Bis heute hat Funke mehr als 50 Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Die Romane der preisgekrönten Autorin erreichten bisher eine Millionenauflage und wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien 2012 der Fantasy-Roman „Reckless. Lebendige Schatten“, den sie gemeinsam mit dem renommierten britischen Filmemacher Lionel Wigram schrieb.

Romane von Cornelia Funke: Die große Übersicht

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