Hans Magnus Enzensberger: Gedichte 1950-2010

Hans Magnus Enzensberger wurde als Dichter und Schriftsteller mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, dem Georg-Büchner-Preis (1963), dem Heinrich-Böll-Preis(1985), dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf (1998) und vielen mehr. In seiner fast 50jährigen Schaffensperiode sorgte der inzwischen 81 Jahre alte Autor immer wieder mit seinen Thesen für Aufsehen. Fungierte er Ende der 60er Jahre noch als Galionsfigur der Studentenbewegung, kehrte er sich nachfolgend immer mehr von deren Idealen ab. Er galt als Mensch mit einem guten Gespür für Trends und zukünftige Themen, allerdings sagten Kritiker ihm nach, seine politische Haltung häufig und schnell zu wechseln.

Der Verlag über den Inhalt:

„Was da unaufhörlich tickt / und feuert, das soll ich sein?“ Die Neugier auf die Erfahrung seiner selbst und auf die Rätsel, die „ihm der Alltag und die Philosophie und die Biologie zuspielen“ DER SPIEGEL, hat sich Hans Magnus Enzensberger seit der Verteidigung der Wölfe (1957), seinem ersten Gedichtband, nicht nehmen lassen. In all den Jahrzehnten seither ist sein Werk wie wenige andere zu einem poetischen Vademecum für Zeitgenossen geworden. „Wir wüßten keinen, mit dem wir uns lieber einen Reim auf diese Welt machen würden“, schrieb einmal die Neue Zürcher Zeitung – voilà: Enzensbergers persönliche Auswahl seiner Gedichte aus sechs Jahrzehnten.

In dieser Auswahl mischt Enzensberger gegenüber den gesammelten Gedichten von 2005 die Karten neu: Auf einiges darin mochte er aus der Sicht von 2010 verzichten, anderes aus der Geschichte der Wolken (2003) und vor allem aus dem zuletzt erschienenen Gedichtband Rebus (2009) hat er hinzugenommen. So schreibt sich die Auswahl seiner Gedichte fort als die Geschichte eines Zeitgenossen, der die Systeme hinter sich läßt und der unfaßlichen Monstrosität der ‚Realität’ (s)eine Sprache gibt.

Das Buch ist bei Suhrkamp erschienen und kostet 9,95 Euro.

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