Ken Follett

Ken Follett: Das Multitalent

Ken Follett
Ken Follett, Copyright Olivier Favre

Bücher – Eine Leidenschaft seit frühester Kindheit

Der preisgekrönte Schriftsteller Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 im walisischen Cardiff geboren. Gemeinsam mit seinen Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern zog Follett 1959 nach London. Schon früh konnte Follett lesen und machte erste Leseerfahrungen mit den Büchern seiner Mutter. Er fühlte sich von der Welt der Bücher magisch angezogen und verbrachte als Kind viele Stunden in Büchereien, wo er sich in fremde Länder und ferne Gegenden träumte. Nach dem Abitur nahm Follett ein Philosophiestudium am University College London auf. Das Interesse für religiöse und existentielle Fragen begleitete ihn seit frühester Kindheit, da er in eine streng gläubige Familie hinein geboren wurde. Mit nur 19 Jahren, kurz nach Beginn des Studiums, heiratete Follett und wurde zum ersten Mal Vater. Fast zur gleichen Zeit begann er, sich mit journalistischem Schreiben zu beschäftigen, nachdem sein zweites Kind geboren wurde, stellte ihn die Zeitung Evening News in London ein. Follett aber wollte über andere Themen schreiben, als die, die ihm vorgegeben wurden und so wechselte er 1974 in einen kleinen Londoner Verlag. Zu dem Zeitpunkt hatte Follett schon begonnen, in seiner Freizeit Romane zu verfassen. Allerdings blieb ein nennenswerter Erfolg zunächst aus. Mit seiner zweiten Frau, Barbara, einer Politikerin, lebt Follett heute in London und Hertfordshire.

Der Thriller „Die Nadel“ brachte den internationalen Durchbruch

Doch Folletts‘ Agent Al Zuckerman hatte einen guten Riecher und sollte Recht behalten. Mit dem Roman „Die Nadel“ („The Needle“) begründete Follett 1978 seinen internationalen Durchbruch. Der Roman wurde ein Millionenbestseller und wurde mit dem renommierten amerikanischen Krimi-Literaturpreis „Edgar Allan Poe Award“ (Edgar) ausgezeichnet. Danach begann Ken Follett, sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Es folgten kurz hintereinander die Spionagethriller „Dreifach“ („Triple“), „Der Schlüssel zu Rebekka“ („The Key to Rebecca), „Der Mann aus St. Petersburg“ („The Man from St. Petersburg“), „Auf den Schwingen des Adlers“ („On Wings of Eagles“)  und „Die Löwen“ („Lie Down with Lions“). Dass er aber auch ganz anderes kann, zeigte Follett in den folgenden Jahren.

„Die Säulen der Erde“ – Ein überraschender Genrewechsel

Mit seinem fulminanten historischen Roman „Die Säulen der Erde“ („The Pillars of the Earth“) überraschte Follett im Jahr 1990 seine Leser. Diesmal ging es nicht mehr um Spionage, sondern um die Geschichte einer Kathedrale im England des 12. Jahrhunderts. Weltweit wurde dieser Roman gefeiert und in Deutschland war „Die Säulen der Erde“ über Jahre (!) hinweg nicht aus den Bestsellerlisten wegzudenken. Zwischendrin veröffentlichte der Vielschreiber Follett zahlreiche weitere Spionagethriller,  bevor mit dem Roman „Die Tore der Welt“ („World Without End“) das Warten für unzählige Leser im Jahr 2007 endlich ein Ende hatte. Follett erzählte hier die Geschichte der Protagonisten weiter und verlegte die Handlung in die Mitte des 14. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf eine der schlimmsten Krankheitsepidemien der Geschichte: der Pest.

„Sturz der Titanen“ und „Winter der Welt“ – Die ersten Bände einer fulminanten Trilogie

Auch in seiner Jahrhundertsaga „Sturz der Titanen“ (2010) und „Winter der Welt“ (2012) widmet sich Follett der Geschichte. Allerdings ist diese schon nah an die Gegenwart herangerückt. Der erste Band der Trilogie spielt vor allem in der Zeit des Ersten Weltkrieges und beleuchtet das Leben von fünf Familien in Europa und den USA. In dem zweiten Teil „Winter der Welt“ geht es um die Zeit zwischen den Kriegen. In Deutschland ist Hitler an der Macht und in den USA leidet die Bevölkerung unter der Folgen der Weltwirtschaftskrise. Die Nachkommen der Helden aus “Sturz der Titanen” nehmen den Kampf gegen Faschismus und Armut auf, jeder so, wie er kann. Fans warten sehnsüchtig auf den dritten und abschließenden Band der Trilogie.

Die Filme

Die Spionagethriller von Ken Follett eignen sich bestens für die große Leinwand und den Fernsehbildschirm. So wurden 1980 „Die Nadel“, 1985 „Auf den Schwingen des Adlers“ und „Geheimcode: Rebecca“ verfilmt. 1993 folgten „Roter Adler“, 1997 „Der dritte Zwilling“ und 2010 „Eisfieber“. Auch seine historischen Romane „Die Säulen der Erde“ (2010) und „Die Tore der Welt“ wurden für das Fernsehen adaptiert.

Romane, eBooks und Hörbücher von Ken Follett finden Sie bei Weltbild

GD Star Rating
loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.