Sie kam aus Mariupol

Sie kam aus Mariupol von Natascha Wodin

Das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche: In Sie kam aus Mariupol erzählt Natasche Wodin vom Schicksal ihrer Mutter, einer nach Nazi-Deutschland verschleppten, sowjetischen Zwangsarbeiterin. Ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis 2015.

Sie kam aus Mariupol – Inhalt

Immer wieder sagte Nataschas Mutter diesen Satz: „Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe“. Was sie damit meinte, nahm sie allerdings mit ins Grab. Da war Natascha zehn Jahre alt und fragte sich, warum sie in einem Lager für so genannte Displaced Persons leben musste.

Sie kam aus Mariupol
Sie kam aus Mariupol

Jahrzehnte später geht Natascha Wodin auf Spurensuche. Woher kam die Mutter? Was hatte sie erlebt? Langsam öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein wenig, später immer mehr. Sie entdeckt, dass ihre Mutter aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol stammt. Zusammen mit ihrem Mann wurde sie als Ostarbeiterin ins damalige Deutsche Reich verschleppt. Im stalinistischen Terror musste sie schon als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie erleben, bevor sie das deutsche Schiff bestieg – mit ungewissem Ziel …

Natascha Wodin lässt ihre Mutter in diesem Buch aus der Anonymität heraustreten, erzählt beklemmend von der Zwangsarbeit im „Dritten Reich“, die sonst so oft wie eine Fußnote der Geschichte erscheint.

Natascha Wodin – die Autorin

Im bayerischen Fürth wurde Natascha Wodin 1945 geboren. In Lagern für Displaced Persons wuchs sie auf. Nach dem Tod der Mutter wurde sie in einem katholischen Mädchenheim untergebracht. Anfang der 1970er-Jahre wurde sie Dolmetscherin und begann, Literatur aus dem Russischen zu übersetzen. Seit Anfang der 1980er-Jahre ist sie freie Schriftstellerin und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie kam aus Mariupol ist ein bewegendes, dunkel-leuchtendes Zeugniseines Einzelschicksal, das für Millionen anderer steht.

GD Star Rating
loading...
Sie kam aus Mariupol von Natascha Wodin, 4.3 out of 5 based on 8 ratings

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.