Abdalrachman Munif: Das Spiel von Licht und Schatten

Ein Sultan auf dem Weg nach oben: Churaibit will mit der Unterstützung der Engländer sein eigenes Reich gründen – und geht dafür über Leichen. Die Frage, wer sein Nachfolger wird, löst unter seinen Frauen intrigante Machtkämpfe aus. In Anlehnung an die Geschichte und Gesellschaft eines bestimmten arabischen Staates setzt Munif diesen wunderbar bösartigen Abschluss seines Salzstädtezyklus.

Abdalrachman Munif wurde 1933 in Jordanien als Sohn eines Saudis und einer Irakerin geboren und studierte Jura und Ökonomie zuerst in Bagdad, wo er wegen politischer Agitation ausgeschlossen wurde. Er setzte sein Studium in Kairo und dann in Belgrad fort. Er promovierte im Fach Erdölwirtschaft und arbeitete u.a. bei der OPEC. Ab 1973 war er in einer Erdölfirma in Syrien tätig und wurde 1975 Chefredakteur einer irakischen Fachzeitschrift über Öl und Entwicklung. In den 80er Jahren verschrieb er sich ganz der Literatur. In dieser Zeit schrieb er auch seine Pentalogie „Salzstädte“, die die Entwicklung des saudi-arabischen Wüstenstaates nachzeichnete. Als Folge wurde ihm Ende der 80er die saudische Staatsbürgerschaft entzogen. Einige Zeit lebte er im französischen Exil. Seinen Lebensabend verbrachte er mit seiner Frau und Familie in Damaskus, wo er 2004 starb. Er verfasste ca. zehn Werke.

Der Roman erscheint als Taschenbuch im Heyne Verlag und kostet 9,99 Euro.

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