Christian von Ditfurth: Das Moskau-Spiel. Thriller

Der Historiker Christian von Ditfurth bringt sein fundiertes Geschichtswissen äußerst unterhaltsam in seine Romane ein. Der Sohn des bekannten Wissenschaftsjournalisten Hoimar von Ditfurth stellte schon in mehreren Romanen und Sachbüchern sein Können unter Beweis. Der neueste Coup: Der Thriller „Das Moskau-Spiel“.

Der Verlag über den Inhalt:

Wenn Fiktion realistischer ist als politische Analysen – ein hintergründiger Spionagethriller.
Moskau, 2010. Der beste Mann des BND stirbt bei einem Verkehrsunfall. Nachwuchsagent Theo Martenthaler wird nach Russland geschickt, um die Formalien zu regeln. Eine traurige Routinesache, glaubt er, bis die Moskauer Rechtsmedizin ihm statt der Leiche eine Urne aushändigt, und sich die Indizien für ein Verbrechen mehren.
Obwohl es gegen seinen Auftrag und russische Gesetze verstößt, recherchiert Martenthaler auf eigene Faust weiter. Als er ein Leichenfoto findet, das die Unfallversion widerlegt, reist er ab, den Mordbeweis im Gepäck. Doch es stellt sich heraus, dass Martenthaler einem raffinierten Gegner in die Falle gegangen ist. Das Spiel scheint beendet. Aber Martenthaler gibt nicht auf. Und erfährt, dass er ganz woanders suchen muss: bei seinem eigenen Vater.
Dieser war BND-Agent im Moskau der Achtzigerjahre, kurz bevor Michail Gorbatschow zum ersten Mann im Sowjetreich aufstieg und die Welt wegen des unbegrenzten Wettrüstens am Rand eines Atomkriegs stand. Aber der Vater will nichts preisgeben über seine Zeit in der Sowjetunion und über seinen toten Kollegen, bis der Sohn illegal nach Moskau zurückkehrt und in Lebensgefahr gerät. Denn dort stößt er auf eines der großen Geheimnisse Russlands, dessen Aufdeckung den Tod bedeutet.
In seinem so tiefgründigen wie wendungsreichen Spionagethriller spielt Christian v. Ditfurth einmal mehr mit der Geschichte. Doch im Gegensatz zu seinen bisherigen Romanen bleibt an der Oberfläche alles, wie es war. Nur im Untergrund werden die Schlachten geschlagen, deren Siege und Niederlagen noch Jahrzehnte nachwirken. Ditfurth führt uns in eine Welt, in der der Atomkrieg wahrscheinlicher war als der Frieden. Und es erweist sich, dass eine Fiktion realistischer sein kann als politische Analysen.

Das Buch ist bei Kiepenheuer und Witsch erschienen und kostet 19,95 Euro.

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