Der Zoo der Anderen

Der Zoo der Anderen von Jan Mohnhaupt

Wie mit Tieren Politik gemacht wurde: In Der Zoo der Anderen beleuchtet Jan Mohnhaupt ein bislang unerforschtes Stück deutsch-deutscher Geschichte.

Der Zoo der Anderen – Inhalt

Anfang der 1960er-Jahre befand sich der Kalte Krieg auf seinem Höhepunkt. Da nahm das Wettrüsten im geteilten Berlin besonders bizarre Formen an: Zoodirektor Klös forderte vom Westberliner Bürgermeister Willy Brandt, in seinem Zoo die Elefantenpopulation aufzustocken. Man müsse doch dem Tierpark Friedrichsfelde in Ostberlin die Stirn bieten. Eine Frage der Ehre.

Der Zoo der Anderen
Der Zoo der Anderen

Es begann das tierischste Wettrüsten der Geschichte – und es zog sich über Jahrzehnte hin. Anhand der beiden Berliner Zoos lässt Journalist Jan Mohnhaupt auf Grundlage von Zeitzeugenberichten und neuen Quellen dieses vergessene Kapitel des Kalten Krieges auf originelle Art aufleben. Da geht’s nicht nur um Brillenbären und Pandas, sondern auch um einen Alligator namens Mao oder ein Geschenk von US-Präsident Kennedy: Der Weißkopfseeadler wurde auf den Namen des Westberliner Bürgermeisters Willy Brandt getauft, woraufhin die SED-Parteizeitung Neues Deutschland genüsslich berichtete, dass Willy Brandt hinter Gittern säße und am liebsten tote Ratten verspeise …

Jan Mohnhaupt – der Autor

Für den Tagesspiegel berichtet der freie Journalist Jan Mohnhaupt (geb. 1983) seit einigen Jahren aus den beiden Zoos von Berlin. Er ist außerdem für Zeitungen und Magazine wie Spiegel Online, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung oder 11Freunde tätig. Seinem Buch Der Zoo der Anderen liegen ausführliche Recherchen zugrunde. Er durchforstete Archive, besuchte Zoos von Thale bis Chemnitz, sprach mit ehemaligen Tierpflegern und mistete sogar Gehege aus.

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