Howard Jacobson: Die Finkler-Frage

Für seinen Roman „Die Finkler-Frage“ wurde der britische Autor Howard Jacobson 2010 mit dem „Booker-Prize“ ausgezeichnet. Seit diesem Herbst liegt der Roman in der deutschen Übersetzung vor.

Julian Treslove war in seinem Leben bisher mäßig erfolgreich. Er hat zwei Kinder aus zwei Beziehungen, bei der BBC wurde er rausgeworfen und die Frau seines Lebens hat er auch noch nicht gefunden. Sein Leben ändert sich komplett, als er von einer Frau überfallen wird. Treslove ist sich völlig sicher, dass die Attacke einen antisemitischen Hintergrund hatte und er als Jude beschimpft wurde. Paradoxerweise löst dieser Vorfall bei ihm Zufriedenheit aus: Zum ersten Mal fühlt er sich einer Gruppe zugehörig! Was werden nur seine beiden jüdischen Freunde zu diesem Gesinnungswandel sagen? Samuel Finkler und Libor Sevcik sehen diese Entwicklung mit großer Sorge, denn Julian Treslove übertreibt es mit seinen Unternehmungen, Jude zu sein. Und auch Hepzibah Weizenbaum, mit der sich eine Liebesgeschichte anbahnt, ist von seinen Bestrebungen zunehmend irritiert …

Der Roman „Die Finkler-Frage“ ist bei der Deutschen Verlags Anstalt (DVA) erschienen und kostet 22,99 Euro.

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