Martin Mosebach: Was davor geschah

Martin Mosebach hat mit seinem Roman „Was davor geschah“ ein Portrait des Frankfurter Bürgertums abgegeben. Der Erzähler, ein Bankbeamter Mitte Dreißig, gelangt nach seinem Zuzug nach Frankfurt in bessere Kreise. Er bewegt sich in dem Zirkel der Familie Hopsten, der aus den Reichen und Schönen im Taunus besteht. Martin Mosebach ist ein Autor, der detailreich und mit großer sprachlicher Finesse die Oberflächen der Gesellschaft abtastet.

Die FAZ schreibt in ihrer Online-Ausgabe: „Man muss nur einmal lesen, wie Mosebach den Kakadu beschreibt, der sein Dasein bei den Hopstens fristet. Dieser späte Abkömmling des Falken aus der Novellentheorie des neunzehnten Jahrhunderts war eine Empfehlung Helga Stolziers, gedacht als Accessoire und schmückender Einrichtungsgegenstand. Als der Erzähler das charaktervolle Tier zum ersten Mal wahrnimmt, bietet sich ihm ein Schauspiel, das sich in wenige Worten fassen ließe: Der Vogel schien den Besucher zu betrachten, plusterte sich ein wenig auf und begann dann, genüsslich und mit Sorgfalt sein Gefieder zu putzen. Bei Mosebach erstreckt sich die Szene über vier Seiten. Sie gehören zum Besten, was man derzeit in deutscher Sprache lesen kann.“ (Hubert Spiegel)

Das Buch ist im Hanser Verlag erschienen und kostet 21,90 Euro.

„Was davor geschah“ bei Weltbild.de bestellen

GD Star Rating
loading...

Ein Gedanke zu „Martin Mosebach: Was davor geschah“

  1. Pingback: Ein Accessoire

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.