Rafik Schami: Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte – Oder wie ich zum Erzähler wurde

Der moderne arabische Märchenerzähler Rafik Schami schildert dem Leser in seinem neuen Roman, wie er überhaupt dazu kam, Geschichten zu erzählen. Dabei nimmt er seine Leser mit in seine Kindheit, zum Großvater und zu der Geschichte von der Frau und dem Flohmarkt. Er erzählt, wie seine Familie zu einem Radio kam und der kleine Rafik mit seiner Mutter den „Märchen aus 1001 Nacht“ im syrischen Rundfunk lauschte.
Dabei schweift er immer wieder ab, erläutert uns die Bedeutung der Märchen allgemein, bringt uns mit Metaphern zum Nachdenken über unsere Kindheit und das Spielen schlechthin. Rafik Schami beendet seine Reise ins Land des Erzählens mit einer weiteren Anekdote aus dem Leben seines Großvaters.

Rafik Schami, eigentlich Suheil Fadél, wurde 1946 in Damaskus geboren und gehörte zur christlich-aramäischen Minderheit. Schon als junger Mann gründete er seine eigene Zeitung, die allerdings verboten wurde. Er studierte in seiner Geburtsstadt Chemie, Mathematik und Physik, floh aber 1970 vor dem Militärdienst und der Zensur zuerst in den Libanon, dann nach Deutschland. Dort schloss er in Heidelberg sein Studium ab und promovierte in Chemie. „Andere Märchen“ war sein erstes Buch in deutscher Sprache und erschien 1978. Er gründete die Literaturgruppe „Südwind“ und den PoLiKunst-Verein. Seit 1982 lebt er als freier Schriftsteller in der Pfalz und heiratete 1991 die Autorin und Zeichnerin Root Leeb, mit der er einen Sohn hat. Bis heute erhielt er über 20 Auszeichnungen und schrieb über 40 Romane.

Der Roman erscheint im Hanser Verlag und kostet 17,90 Euro.

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