Thomas Podhostnik: Die Hand erzählt vom Daumen

Hochbegabt und mutterseelenallein. Plav kam mit seiner Mutter aus dem ehemaligen Judoslawien nach West-Berlin und arbeitet tagsüber in einer Fabrik. Er redet mit seinem Daumen, streift nächtens einsam durch die Stadt, um aus Fundstücken geniale Skulpturen zu basteln, zu bauen oder zu schnitzen. Ohne Ansprechpartner um sich und sein Verhalten zu reflektieren, fühlt er sich schuldig für sein Fremdsein. Er zieht sich immer mehr zurück. Seine Mutter hat immer größere Schwierigkeiten, mit ihrem komplizierten Sohn umzugehen. Als sie einen deutschen Freund findet, läuft alles aus dem Ruder…

Thomas Podhostnik wurde 1972 in Radolfszell, Bodensee geboren und machte eine Lehre zum Speditionskaufmann. Er reiste 1997 nach Havanna, machte dort am Teatro Nacional de Cuba eine Ausbildung zum Regieassistenten und kehrte 1999 nach Deutschland zurück. Bis 2004 studierte er Soziologie und Politik in Konstanz, ab 2002 Prosa und Dramatik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Außerdem arbeitet er seit seiner Rückkehr als freier Schriftsteller und Regisseur. Er erhielt viele Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. 2005 ein Stipendiat des Neunten Klagenfurter Literaturkursus und den Literatur-Förderungspreis des Landes Kärnten und ein Jahr später ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und ein Stipendiat der Villa Decius in Krakau. Veröffentlicht hat er v.a. in Anthologien und Literaturzeitschriften. Heute lebt er in Leipzig.

Der Roman erscheint im Luftschacht Verlag und kostet 15,60 Euro.

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