Elif Shafak - Der Geruch des Paradieses

Der Geruch des Paradieses von Elif Shafak

Der aktuelle Roman der türkischen Bestsellerautorin Elif Shafak: Der Geruch des Paradieses lässt anhand der Geschichte einer Frau, die im Frühjahr 2016 in Istanbul mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, moderne und traditionelle Wertesysteme kollidieren. Ein gerade jetzt brisantes Buch zu den Themen Glaube, Politik, Identität, Türkei.

Der Geruch des Paradieses – Inhalt

Die Türkin Peri saß schon immer irgendwie zwischen allen Stühlen. Da ist ihre Mutter, die sich immer weiter einer strengen Auslegung des Islam zuwendet, und andererseits ihr Vater, ein trotziger Pragmatiker, der sogar gern Alkohol trinkt. Und während ihres Studiums in Oxford freundet sich Peri sowohl mit der liberalen, weltoffenen Shirin an, als auch mit Mona, die Kopftuch trägt: die eine Britin mit iranischen Wurzeln, die andere halb Ägypterin und halb Amerikanerin.

Elif Shafak - Der Geruch des Paradieses
Elif Shafak – Der Geruch des Paradieses

Es ist eine recht ungewöhnliche Freundschaft, die diese drei so verschiedenen Frauen verbindet. Die alle religiösen Moralvorstellungen ablehnende, sündige Shirin, die fromme Mona und die eher verwirrte Peri haben eigentlich nur den muslimischen Hintergrund gemeinsam. Etliche Jahre später lebt Peri mit einer eigenen Familie wieder in Istanbul. Eines Tages wird sie auf offener Straße überfallen – und plötzlich sieht sie sich von ihrer Vergangenheit eingeholt: Etwas ist damals in Oxford geschehen, etwas hat die Freundschaft der drei Frauen entzweit. Und der charismatische Professor Azur, das Bindeglied dieser Freundschaft, spielte dabei eine besondere Rolle …

Elif Shafak – die Autorin

Über ein Dutzend Bücher hat die preisgekrönte Autorin bisher geschrieben: Die in Straßburg geborene Elif Shafak (geb. 1971) gehört zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen der Türkei. Doch gerade dort sind ihre in mehr als dreißig Ländern erschienenen Werke heftig umstritten. Nachdem sie im Jahr 2006 wegen einiger Passagen ihres Romans Der Bastard von Istanbul vor einem türkischen Gericht landete, äußerte sie, trotz des für sie positiven Ausgangs der Verfahrens: „Jeder Journalist oder Autor in der Türkei ist sich im Klaren darüber, dass ein einziger Artikel genügt, um eingesperrt zu werden.“ Mittlerweile wurde diese Klarheit zur Gewissheit. Und auch ihr 2015 erschienener Roman Der Architekt des Sultans, in dem sie die politische Großwetterlage in der Türkei kritisiert, liest sich nach den Ereignissen des Jahres 2016 nun ganz anders.