Han Kang - Die Vegetarier

Die Vegetarierin von Han Kang

Ausgezeichnet mit dem Man Booker International Prize! Die Vegetarierin der koreanischen Schriftstellerin Han Kang ist ein „Plädoyer für ein Recht auf Eigensinn“ (Deutschlandradio Kultur).

Die Vegetarierin – Inhalt

Yeong-Hye ist, laut ihrem Ehemann, nichts Besonderes. Schon bei ihrer ersten Begegnung habe er sich von ihr weder abgestoßen noch angezogen gefühlt und daher keinen Grund gesehen, sie nicht zu heiraten. Und so ging er seinem Bürojob nach, während sie in Teilzeit arbeitete und pflichtbewusste Hausfrau war. Er hegte keinerlei Ambitionen bei der Arbeit, sie erledigte ihre Aufgaben ohne Leidenschaft, die Ehe war angenehm eintönig.

Han Kang - Die Vegetarier
Han Kang – Die Vegetarierin

Eines Tages beschließt Yeong-Hye, alle tierischen Produkte aus dem Haushalt zu entfernen und sich nur noch vegetarisch zu ernähren. Sie erklärt diesen Wandel einzig damit, sie habe einen Traum gehabt. Es ist nur ein kleiner Akt des Aufbegehrens, nur eine Suche nach etwas Unabhängigkeit, doch in Südkorea gelten strenge soziale Normen, und Vegetarismus gilt als subversiv. Dadurch liegt bald das Leben der gesamten Familie in Trümmern, alle wenden sich gegen die „Rebellin“ und setzen sie unter Druck, bis sie sogar einen Selbstmordversuch unternimmt. Nur Yeong-Hyes Schwager hat Verständnis für sie und sie versuchen gemeinsam, dem Konformismus zu entkommen. Doch der Preis, den die beiden für ihre Träume zahlen müssen, ist hoch …

Han Kang – die Autorin

In ihrer koreanischen Heimat wurde Han Kang bereits mehrfach ausgezeichnet. Für Die Vegetarierin erhielt sie nun auch den Man Booker International Prize 2016. Der im Original schon 2007 veröffentlichte Roman ist ihr erstes Werk, das ins Englische und mittlerweile auch ins Deutsche übersetzt wurde.