Guy de Maupassant: 160. Geburtstag

Guy de Maupassant wurde am 5. August 1850 geboren. Ein schöner Anlass, diesen französischen Naturalisten wieder zu entdecken. Bis heute werden zwei Romane des Erzählers zumeist als Schullektüre immer wieder gelesen: „Une Vie“ (1883) und „Bel Ami“ (1885).

Maupassant genoss die Unterstützung eines prominenten Zeitgenossen: Gustave Flaubert. Dieser führte ihn die Pariser Gesellschaft ein und machte in unter anderem mit Émile Zola bekannt. Guy de Maupassant, der zuvor eher lustlos in einem Ministerium tätig war, avancierte zu einem der wichtigsten Naturalisten in Frankreich.

Die Romane von Guy de Maupassant sind ebenso wie „Madame Bovary“ von Flaubert oder „Nana“ von Zola spannende Charakterstudien, die heute auch noch wunderbar zu lesen sind. In „Une Vie“ („Das Leben“) beschreibt er das Schicksal einer Adeligen, die nach ihrer Heirat bitter enttäuscht wird und dennoch nicht den Mut verliert. Der Roman „Bel Ami“ wiederum hat das Leben eines Kleinbürgers zum Thema, der allein durch seinen Charme, seinen Erfolg bei den Frauen und sein Geschick als Schwiegersohn und Politiker in höchste gesellschaftliche Kreise aufsteigt.

Guy de Maupassant infizierte sich mit Ende Zwanzig mit Syphilis und wurde seither von der panischen Angst verfolgt, geisteskrank zu werden. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich über die Jahre kontinuierlich, trotzdem schrieb er wie besessen. Nach einem Selbstmordversuch 1892 lebte er noch ein Jahr, bis er in einer Pariser Klinik starb. Er wurde nur 43 Jahre alt.

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