Italo Calvino: 25. Todestag

Der italienische Autor Italo Calvino, der sich weit über die Grenzen Italiens einen Namen machen konnte, ist am 19. September 1985 in Siena (Italien) verstorben. Besonders häufig werden seine Bücher heute noch in Italien gelesen, zum Beispiel als Schullektüre.

In jungen Jahren war Italo Calvino überzeugter Kommunist und Mitglied der KPI (Kommunistischen Partei Italiens). Er unterstützte die Bestrebungen der Menschen in den Ostblock-Staaten, einen demokratischen Kurs einzuschlagen. Nachdem die Rote Armee jedoch in den 50er Jahren alle Aufstände blutig niederschlug, wandte sich Italo Calvino vom Kommunismus enttäuscht ab und trat 1957 aus der Partei aus.

Seinen ersten Roman veröffentlichte Italo Calvino bereits 1947. Durch die Tätigkeit als Lektor geriet er alsbald in Literatenkreise und pflegte international Kontakte zu berühmten Autoren. Seine literarischen Vorbilder benannte er mit Thomas Mann und Alberto Moravia. Das Buch „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ wurde zu seinem größten internationalen Erfolg. Auch in den USA fand Italo Calvino viele Fans. Der Roman „Die unsichtbaren Städte“ von 1974 kursierte als Kultbuch. Zuletzt arbeitete Calvino an einer Poetik-Vorlesung für die Harvard-University, die er nicht mehr fertig stellen konnte. Italo Calvino starb 1985 an den Folgen eines Gehirnschlags.

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