Lettipark von Judith Hermann

Lettipark von Judith Hermann

Was passiert, wenn wir jemandem begegnen? Wie nah können wir den Menschen, die wir lieben, sein? In ihrem neuen Erzählband Lettipark geht die vielfach preisgekrönte deutsche Schriftstellerin Judith Hermann den großen Momenten des Lebens nach, deckt unsere Sehnsucht, Wut und Einsamkeit auf.

Lettipark – Inhalt

Manche Figuren in Hermanns siebzehn Geschichten sind völlig schutzlos. Ihre Begegnungen mit fremden oder auch geliebten Menschen sind daher umso intensiver. Lebenswege kreuzen sich, plötzliche Nähe entsteht, oder Menschen entfernen sich voneinander – durch eine Berührung, durch einen Blick.

Lettipark von Judith Hermann
Lettipark von Judith Hermann

Da denkt ein alter Mann an eine viele Jahre zurückliegende Reise nach Nantucket, an Freunde und ein Haus, dessen Umrisse man für ihn mit Worten in die Luft zeichnete. Erinnert er sich an eine Umarmung, zum Abschied? Da betrachtet ein Fotograf seinen Adoptivsohn wie eines seiner Motive. Der distanziert-interessierte Blick bleibt seiner Frau nicht verborgen – und vielleicht wird alles deshalb zerbrechen …

Judith Hermann – die Autorin

Nachdem sie während eines Praktikums in New York erste Texte verfasst hatte, entdeckte Judith Hermann (geb. 1970) Ende der 1990er-Jahre die Kurzgeschichte für sich. Mit ihrem Prosa-Debüt, dem Erzählband „Sommerhaus, später“ gelang ihr auch gleich der literarische Durchbruch. Einige Geschichten des darauf folgenden Werkes „Nichts als Gespenster“ von 2003 wurden verfilmt, die fünf Erzählungen aus „Alice“ 2009 international gefeiert. Judith Hermanns erster Roman „Aller Liebe Anfang“ erschien 2014. Mit „Lettipark“ kehrte sie zur Kurzgeschichte zurück. Nicht zuletzt wegen der Schönheit und Eleganz ihrer Sprache erhielt Hermann zahlreiche Auszeichnungen: den Erich-Fried-Preis 2014, den Friedrich-Hölderlin-Preis 2009, den Kleist-Preis 2001 und andere.