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Benjamin Cors‘ Normandie-Krimis

Als politischer TV-Journalist berichtete Benjamin Cors viele Jahre lang für Tagesschau, Tagesthemen oder Weltspiegel in der ARD. Seine Kindheit hat der Deutsch-Franzose in der Normandie verbracht. Kaum verwunderlich also, dass auch sein 2015 „geborener“ Held, der Personenschützer Nicolas Guerlain, in der Normandie arbeitet. Allerdings nicht ganz freiwillig.

Strandgut – der erste Fall: Nicolas Guerlain strandet in Deauville

Er ist noch jung an Jahren, doch Nicolas Guerlains Karriere ist eigentlich schon vorbei. Der beim Geheimdienst angestellte Personenschützer hat vor den Augen der Weltöffentlichkeit – bei den Filmfestspielen von Cannes – seiner Schutzperson, einem Minister, einen Schutzschild in den Unterleib gerammt. Und man schlägt kein Mitglied der französischen Regierung nieder, ohne dass das Folgen hätte.

Nicolas steht manchmal einfach etwas neben sich, seit seine Freundin unter ungeklärten Umständen aus seinem Leben verschwand. Dass er nach seinem Missgeschick in die Normandie strafversetzt wird, ist für ihn zunächst fast eine Erholung: In seiner Heimatstadt Deauville genießt er die Ruhe, denn seine neue Aufgabe ist für ihn eine der leichteren Übungen. Obwohl er nicht gerade freundlich empfangen wird.

Nicolas soll die örtliche Polizei bei der Vorbereitung eines internationalen Gipfels unterstützen. Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, als der Verdacht aufkommt, dass ein Anschlag auf den Gipfel geplant ist. Und durch eine an den Strand direkt vor seine Füße gespülte, abgetrennte Hand wird Nicolas in einen Jahrzehnte alten Fall verwickelt …

Der vierte Fall erscheint im September – Leuchtfeuer

Leuchtfeuer (Buch bei Weltbild.de)
Leuchtfeuer (Buch bei Weltbild.de)

Genauer gesagt, voraussichtlich am 21. September 2018 wird ein Leuchtfeuer im Krimi-Meer entzündet. Vier Bücher voller Mord und Totschlag seit 2015 – in der Normandie scheint es also ganz und gar nicht ruhig zuzugehen. Und obwohl Benjamin Cors seinen Leserinnen und Lesern die malerische Kulisse gern und gut beschreibt, heben sich die Nicolas-Guerlain-Krimis positiv von üblichen Regionalkrimis ab. Es sind spannende, durchdachte, überraschende und vor allem gut erzählte Geschichten.

Warum man allerdings in Büchern, die in fremden Ländern spielen, die in der Landessprache gedruckte Begriffe kursiv setzen muss, wird mir ewig unverständlich bleiben. Das Kommissariat heißt in Frankreich nun mal Commissariat. Das versteht man auch ohne kursive Schrift. Genauso wie „Salut“ oder „Allez!“. Die kursive Schrift ist überflüssig und stört hier nur den Lesefluss.

Die Reihenfolge der Nicolas-Guerlain-Krimis von Benjamin Cors