William Boyd - Die Fotografin

Die Fotografin von William Boyd

Die vielen Leben der Amory Clay: In Die Fotografin verbindet William Boyd Fiktion und Geschichte zu einem Künstlerroman, der zugleich das Porträt einer ganzen Epoche ist.

Die Fotografin – Inhalt

Im Jahr 1908 wird Amory Clay in England geboren. Im Alter von sieben Jahren hält ihre erste Kamera in den Händen: eine Kodak Brownie Nummer 2. Damit sind die Weichen für Amorys Zukunft gestellt. Sie wird Fotografin, doch nicht für die Londoner Gesellschaft, wie es für sie wohl „schicklich“ wäre. Nein, sie geht auf Reisen, wird sogar Kriegsberichterstatterin.

William Boyd - Die Fotografin
William Boyd – Die Fotografin

Zunächst beginnt sie 1931 ein unstetes Leben in der verruchten Halbwelt Berlins. Es ist eine Stadt der Freizügigkeit, der Extravaganz, des Jazz, der Nachtclubs und der ersten Anzeichen von Willkür und Bedrohung. Amory ist ihrer Zeit weit voraus, ist emanzipiert, nimmt ihre Geschicke selbst in die Hand. In New York wird sie eine gefragte Bildreporterin, im Zweiten Weltkrieg arbeitet sie in Paris und schließlich, nach langer Kinderpause, als Kriegsfotografin in Vietnam. Im Alter von fast siebzig Jahren lässt sie sich auf einer Hebrideninsel nieder, lebt zurückgezogen, führt Tagebuch, trinkt Whisky …

William Boyd – der Autor

Falls Sie von der großen Fotografin Amory Clay noch nie gehört haben, hat das nichts mit einer Bildungslücke zu tun. Es gab sie nie. Genauso wenig wie Nat Tate, den amerikanischen Expressionisten, der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geriet. Nein, Amory Clay ist eine weitere von William Boyds Erfindungen, und ihre Geschichte ist, wie die ihrer Vorgänger in Boyds berühmter Trilogie der Fälschungen (Die neuen Bekenntnisse / Nat Tate / Eines Menschen Herz), so genial mit geschichtlichen Ereignissen verbunden, so sorgfältig konstruiert, sogar mit entsprechenden Fotografien versehen, dass sie täuschend echt wirkt.