Die Menscheit hat den Verstand verloren

Die Menschheit hat den Verstand verloren von Astrid Lindgren

Astrid Lindgrens Tagebücher der Jahre 1939 bis 1945: Die Menschheit hat den Verstand verloren konstatierte die schwedische Schriftstellerin angesichts des grausamen Krieges, der die Welt in Schutt und Asche legte.

Mit Büchern wie Pippi Langstrumpf oder Wir Kinder aus Bullerbü begeisterte Astrid Lindgren (1907 – 2002) Generationen junger Leserinnen und Leser. Auch als Erwachsene lesen viele ihrer Fans noch die Kindergeschichten, die oft von Mut und Widerstand, Liebe und Hoffnung handeln.

„Heute hat der Krieg begonnen. Niemand wollte es glauben.“

Die Menscheit hat den Verstand verloren
Die Menscheit hat den Verstand verloren

Aber bevor all diese wunderbaren Bücher entstanden, brachte Astrid Lindgren ihre Gedanken während des dunkelsten Kapitels des 20. Jahrhunderts zu Papier. Sie erzählte von ihrer Familie und von ihren ersten Schreibversuchen, vor allem natürlich vom Kriegsgeschehen und vom Alltag im (eigentlich) neutralen Schweden.

„Chamberlain hat im Radio zum deutschen Volk gesprochen – das ihn nicht hören darf.“

Treffende Bemerkungen, kluge Analysen – die 31-jährige Astrid Lindgren schrieb schon damals in jenem unverwechselbaren Tonfall, der ihre Bücher später prägte. Betroffen stellte sie Fragen von zeitloser Aktualität: Was ist böse – was ist gut? Was kann man tun, wenn das Denken und Handeln von Menschen vom Rassismus bestimmt wird? Wie kann man als Einzelner dazu Stellung beziehen?

„Die Erde könnte so ein herrlicher Ort zum Leben sein.“

Doch gerade in der schlimmen Zeit des Zweiten Weltkriegs auch entstand Astrid Lindgrens berühmtestes Werk: 1944 schenkte sie die Geschichten von Pippi Langstrumpf ihrer Tochter zum Geburtstag.

Die Menschheit hat den Verstand verloren ist ein sehr persönliches, einzigartiges Zeitdokument. Man erhält Einblick in die Gedankenwelt einer hochintelligenten Frau, die immer auch einen Blick für das „große Ganze“ hatte. Ein Buch für alle, die Astrid Lindgren näher kennenlernen wollen.