Georg-Büchner-Preis geht an Reinhard Jirgl

Der Berliner Autor Reinhard Jirgl hat am letzten Samstag den mit 40.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis erhalten. Der Georg-Büchner-Preis ist der bedeutendste Literaturpreis im deutschsprachigen Raum. Seit 1951 wird der Preis jährlich von der deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt verliehen. Der 57-jährige Reinhard Jirgl wurde für seine Romane, in denen er ein „eindringliches, oft verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert entfaltet“ hat, ausgezeichnet. 1993 erhielt Jirgl den Alfred-Döblin-Preis für seinen ersten Roman „Abschied von den Feinden“. 2009 ist sein letzter Roman „Die Stille“ bei Hanser erschienen. Reinhard Jirgl ist kein Schriftsteller, der leicht zu konsumieren ist. Schon allein sein eigenes literarisches System, in dem er statt Silben Ziffern verwendet, ist gewöhnungsbedürftig. Wer sich darauf einlässt, entdeckt erstklassige Literatur weitab vom Mainstream.

Foto: © Annette Pohnert / Carl Hanser Verlag

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