Schwarzes Gold aus Warnemünde

Schwarzes Gold aus Warnemünde von Harald Martenstein und Tom Peuckert

Die DDR hat überlebt und ist das reichste Land der Welt: Schwarzes Gold aus Warnemünde hat aber nicht nur Glück und Wohlstand gebracht. Harald Martenstein, Kolumnist des ZEIT Magazins, und Tom Peuckert, der „Wallraff Ostdeutschlands“, mit einem höchst interessanten Gedankenspiel in Romanform.

Ost-Kredite für die West-Wirtschaft, der Turbo-Trabi als Traumauto, Wutwessis, die Büros von Ostkonzernen angreifen, Ost-Geld in der Werbung der Westmedien – wie konnte es zu all dem kommen?

Schwarzes Gold aus Warnemünde
Schwarzes Gold aus Warnemünde

Es begann im Herbst 1989. Die Ungarn hatten den Stacheldraht durchschnitten, Flüchtlinge belagerten die Prager Botschaft. Am 9. November dann die berühmte Pressekonferenz. Günter Schabowski informierte die Weltöffentlichkeit, dass vor der Küste der DDR die größte Erdöllagerstätte der Welt entdeckt worden ist und massenweise Öl zur Verfügung steht. Ab sofort. Unverzüglich.

25 Jahre später blickt der verarmte Westen voller Neid auf den reichen Erdöl-Sozialismus der DDR. Wessi Martenstein und der systemkritische Ossi Peuckert blicken hinter die Kulissen. Als Undercover-Journalisten mischen sie sich unter die Wanderarbeiter, die auf der Schattenseite des Petro-Imperiums leben. In ihrem aufrüttelnden Buch taucht die verhaftete Oppositionelle Merkel ebenso auf wie der Kulturminister Gysi und die Cuba-Dschungelcamp-Moderatorin Kati Witt …

Schwarzes Gold aus Warnemünde ist kurzweilige, witzige Gesellschaftskritik. Und natürlich gewinnt die DDR das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Rio – gegen die Elf von Jogi Löw.