Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts

Wer mit Idealen baut und hofft, landet oft genug in der harten Realität. Das kann sich auch über Generationen hinweg entwickeln. So gehen die Großeltern als glühende Anhänger des Kommunismus in die junge DDR der 50er. Auch der Sohn kehrt aus Sibirien in das staatsgewollte Spießertum zurück, nachdem dieser wie tausende andere in den kalten Nordosten verbannt worden war. Doch er weiß mittlerweile, dass dieses System nicht perfekt ist, glaubt aber an Veränderungen. Der Enkel jedoch kann die Begeisterung für diese Diktatur in keiner Weise mehr nachvollziehen und geht in den Westen. Ruge erzählt humorvoll und detailreich ein Familienschicksal über eine ganze Epoche hinweg und macht die deutsche Geschichte für den Leser spannend greifbar.

Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa, Ural, geboren. Er ist studierter Mathematiker, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde und wirkte bei Dokumentarfilmen der DEFA mit. 1988 verließ er die DDR und arbeitete anschließend für Theater und Rundfunk. Für seinen Erstling „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ wurde er mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet.

Der Roman erscheint im Rowohlt Verlag und kostet 19,95 Euro.

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