Eva Illouz: Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung.

Das Sachbuch „Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung“ von Eva Illouz beschäftigt sich mit der Liebe im 21. Jahrhundert. Illouz, die Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrt, zeichnet das Porträt einer Gesellschaft, die aufgrund ihrer vielfältigen Möglichkeiten leidet. Sie vergleicht den Liebesschmerz von heute mit der Liebe im 18. Jahrhundert und zeigt dabei eindrucksvoll viele Parallelen auf. Bis heute ist der Liebeskummer kein individuelles, sondern vielmehr ein gesellschaftliches Phänomen. Die Methoden und Märkte haben sich gewandelt, die Kräfteverhältnisse zwischen Mann und Frau haben sich verschoben, die Vielzahl der sexuellen Möglichkeiten führen zu einem Ungleichgewicht. Wie in ihren anderen Sachbüchern analysiert Eva Illouz den Menschen in seiner Umgebung und in seiner Zeit.

Das Sachbuch „Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung“ ist bei Suhrkamp erschienen und kostet 24,90 Euro.

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Ein Gedanke zu „Eva Illouz: Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung.“

  1. Frau Illouz sagt:
    „Wenn wir nach innen schauen, sehen wir oft schlicht ungeheure Unordnung. Schwankende Gefühle, unklares Begehren und Wünsche, die miteinander in Konflikt stehen. Authentizität ist eine terroristische kulturelle Idee. Sie zwingt einen, nach der Quintessenz des eigenen Wesens zu suchen: Aber oft gibt es diese Quintessenz nicht. Gefühle, ebenso wie Menschen, sind Größen, die sich verändern.“

    Kommentar: diese Unordnung zu ordnen ist die wichtigste Aufgabe im Leben, da unsere Emotionen uns automatisiert durch den Ausstoß von Neurotransmittern steuern, ohne dass wir die Chance haben zuerst über diese Handlungen nachzudenken. Unser Stammhirn reagiert mit Reflexhandlungen auf die vom limbischen System ausgeschütteten Neurotransmitter. Wer diese Automatismen verhindern will MUSS in sich hineinschauen und Ängste (zB. Verlassensangst) abbauen. Des weiteren gibt es in jedem Menschen eine Quintessenz in Form von inneren Werten, die uns unbewusst steuern. Diese Quintessenz sollte ebenfalls gefunden werden. Erst dann versteht man sich und seine Handlungen und kann ein erfülltes Leben führen. Sollen Wünsche in klar definierte und erreichbare Ziele umgewanbdelt werden, ist es ebenfalls unbedingt notwendig die inneren Werte zu analysieren. Tut man dies nicht, wird das Ziel entweder nicht erreicht, oder es ist ein Ziel, welches uns nach der Erreichung nicht wirklich glücklich macht. Ein „nach innen schauen“ in diese „ungeheure Unordnung“ ist zwar schwierig, aber unerlässlich. Es geht bei der Selbsterkenntnis nämlich genau darum „unklares Begehren und Wünsche“ in erreichbare Ziele umzuwandeln. Die verschiedenen Persönlichkeitsstrukturen (Charakteren), die oftmals ganz widersprüchliche Wünsche haben, müssen miteinander in Einklang gebracht werden, wenn man glücklich und stressfrei leben möchte.
    Kurzum: Liebe muss keinesfalls weh tun.

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