Ich war Hitlers Trauzeuge (Buch bei Weltbild)

Ich war Hitlers Trauzeuge von Peter Keglevic

Der erste Roman des Regisseurs Peter Keglevic: Ich war Hitlers Trauzeuge erzählt die letzten Wochen des „Dritten Reichs“ als Groteske. Voraussichtlich am 18. September erscheint das Buch im Knaus Verlag.

Ich war Hitlers Trauzeuge – Inhalt

Ostersonntag 1945 in den bayerischen Bergen. Zum 13. Mal soll der große Volkslauf „Wir laufen für den Führer“ von Berchtesgaden nach Berlin gestartet werden. 20 Etappen, tausend Kilometer durch das Tausendjährige Reich. Als 1. Preis winkt dem Sieger, dass er am 20. Juli in Berlin Adolf Hitler persönlich zum Geburtstag gratulieren darf.

Ich war Hitlers Trauzeuge (Buch bei Weltbild)
Ich war Hitlers Trauzeuge (Buch bei Weltbild)

Doch in Frühjahr 1945 ist es gar nicht mehr so leicht, ausreichend Läufer zu finden. Viele sonderbare Gestalten sind unter den Teilnehmern. Daher rekrutiert die berühmte Filmregisseurin Leni Riefenstahl, die aus dem Ereignis einen großen Durchhaltefilm machen soll, kurzerhand einen wunderbar „arisch“ aussehenden, blonden, jungen Mann für den Lauf: Es ist der Berliner Jude Harry Freudenthal, der in der Gegend gefasst wurde und schon auf dem Weg zu seiner Erschießung war, dem sie damit das Leben rettet.

Das irrwitzige Rennen nach Berlin wird für Paul Renner, wie sich Harry jetzt nennt, zur Odyssee. Als entdeckt wird, dass er Jude ist, scheint sein Schicksal besiegelt. Doch seine Gegner einigen sich darauf, dass Harry gewinnen soll. Dem Führer im völlig zerstörten Berlin die Hand zu schütteln, erscheint ihnen gar nicht mehr so erstrebenswert. Und so läuft Harry bis in den Führerbunker und schreibt Geschichte …

Peter Keglevic – der Autor

… ist gelernter Buchhändler und erfolgreicher Filmregisseur – ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis. Ich war Hitlers Trauzeuge ist Peter Keglevics (geb. 1950) erster Roman. Über 20 Jahre hat er dafür die Lebensgeschichte des Harry Freudenthal recherchiert, an dessen Beispiel Keglevic die Absurdität der Ereignisse im untergehenden „Tausendjährigen Reich“ schildert. Wirklich bezeugt ist Freudenthals Geschichte nicht. Aber der Roman enthält so viele belegte historische Details, dass es zumindest so gewesen sein könnte: Der groteske Volkslauf und der ebenso groteske 1. Preis, die chaotischen Tage vor der Befreiung Berlins – warum soll Freudenthal am Ende nicht tatsächlich Hitlers Trauzeuge gewesen sein? Ein grandioser, tragikomischer Roman.

Infos über Ich war Hitlers Trauzeuge von Peter Keglevic finden Sie auch bei Weltbild.de.

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