Maja Haderlap: Engel des Vergessens. Ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 und dem Rauriser Literaturpreis 2012

Haderlap-EngelDer Roman „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap hat das brutale Schicksal der Kärntner Slowenen während der Nazizeit zum Thema. Zugleich ist der Roman eine Auseinandersetzung mit Haderlaps eigener Herkunft.

Haderlap erzählt die historischen Erlebnisse aus der Sicht einer Ich-Erzählerin, die sich zunächst als Kind und dann als Erwachsene die Geschichte ihrer Familie erzählen lässt. So erfährt sie von der Deportation der Großmutter in das KZ Ravensbrück. Und auch ihr Vater öffnet sich langsam und findet die Sprache, um von seiner Tätigkeit bei den Partisanen zu erzählen und wie er von Nazis schwer gefoltert wurde. Der Roman liest sich wie ein Zeugenbericht, in dem die slowenische und die deutsche Sprache eingesetzt werden, um die Figuren zu charakterisieren.

Maja Haderlap wurde in Kärnten geboren. Sie war fünfzehn Jahre lang Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Die Österreicherin schreibt in slowenischer und deutscher Sprache. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Der Roman „Engel des Vergessens“ ist im Wallstein Verlag erschienen und kostet 18,90 Euro.

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Ein Gedanke zu „Maja Haderlap: Engel des Vergessens. Ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 und dem Rauriser Literaturpreis 2012“

  1. Die Autorin hat hier sicher eigene Erfahrungen einfließen lassen und hat, um ihren Gefühlen mehr Auseruck zu verleihen, teilweise den Erzählstil gewechselt, indem sie andere Satzstrukturen wählte. Ein sehr einfühlsames Buch, bei dem die politische Situation im ehemaligen Jugoslawien im Vordergrund steht. Mit persönlich hat es sehr gut gefallen.

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