Siri Hustvedt: Der Sommer ohne Männer

Siri Hustvedt hat einen humorvollen, bissigen Roman über die Ehe und die Liebe zu sich selbst geschrieben. So scharfzüngig und frisch wird selten eine Beziehung analysiert. Die Ehe der Dichterin Mia und des Neurologen Boris, wohnhaft in New York, wird durch eine handfeste Krise erschüttert, als er seine Frau mit einer Pause von der Ehe konfrontiert: die Pause ist Französin, jünger und seine Assistentin.

Mia fällt in tiefe Depressionen und muss zunächst in die Psychiatrie eingewiesen werden. Danach fährt sie in ihre Geburtsstadt zu ihrer Mutter, einer rüstigen Rentnerin, und erholt sich von diesem Schock. Die Enttäuschung über ihren abtrünnigen Ehemann schreibt sie sich von der Seele und verarbeitet sie in bissigen Gedichten und einem Tagebuch. Dort findet sie wieder zu sich selbst und gewinnt neue Lebensfreude. Mit frischer Lebensenergie und Ausstrahlung erobert sie sich ihr Leben zurück, und auch Boris nimmt das im fernen New York wahr und versucht, wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen.

Schon seit frühester Jugend wollte Siri Hustvedt, geboren 1955 in Northfield, USA, Schriftstellerin werden und schrieb auch schon zu Schulzeiten erste Gedichte. Sie heiratete Anfang der 80er Jahre Paul Auster und bekamen zusammen eine Tochter. Ihre bekanntesten Romane sind „Die Verzauberung der Lily Dahl“ und „Was ich liebte“. Heute zählt sie zu den besten US-amerikanischen Schriftstellern.

Das Buch ist bei Rowohlt erschienen und kostet 19,95 Euro.

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