Herbert Rosendorfer: Corine-Buchpreis fürs Lebenswerk

Herbert Rosendorfer erhält für sein Lebenswerk den internationalen Corine-Buchpreis 2010. Dieser Literaturpreis wird seit 2001 verliehen und steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten. Initiator des Corine-Buchpreises ist der Landesverband Bayern im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Die Auszeichnung will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am 28. November bei einer Gala im Münchner Cuvilliéstheater verleihen, teilte die Staatskanzlei am Montag in München mit und begründete: »Die Vielfalt im Oeuvre Herbert Rosendorfers entspricht dem Gedanken der CORINE. Herbert Rosendorfer ist im besten Sinne ein bayerischer Autor mit internationalem Renommée.«

Herbert Rosendorfer begründete seinen Erfolg mit dem Bestseller „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ aus dem Jahr 1985. Das Buch erzählt von einem chinesischen Zeitreisenden, der seine Beobachtungen und Erlebnisse in der Gegenwart in Briefen an seinen Freund ins Reich der Mitte von vor 1000 Jahren schildert. Witzig und charmant hält Herbert Rosendorfer in dem Briefroman der modernen Gesellschaft den Spiegel vor. Zuletzt erschien von Herbert Rosendorfer der Italien-Roman „Der Mann mit den goldenen Ohren“, in dem der Autor die deutsche Italien-Sehnsucht auf die Schippe nimmt.

Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Gries, Bozen geboren. Nach seinem Jurastudium arbeitete er unter anderem als Staatsanwalt und später als Amtsrichter in München. Von 1993 bis 1997 amtierte er als Richter am Oberlandesgericht Naumburg.
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Tukan-Preis (1977), der Jean-Paul-Preis (1999), der Deutsche Fantasypreis (2000) und der Literaturpreis der Stadt München (2005). Herbert Rosendorfer ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, des Bayerischen Verdienstordens und Honorarprofessor für Bayerische Literaturgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Foto: Norbert Hellinger

Paul Auster: „Unsichtbar“

Paul Auster gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen amerikanischen Erzählern. Sein letztes Buch „Unsichtbar“ ist am 16. Juli in Deutschland erschienen. Auch der neue Roman schickt sich an, wieder ein Bestseller zu werden.

Paul Auster wurde 1947 in New York geboren. Nach dem Studium der Anglistik und der vergleichenden Literaturwissenschaft in New York zog es ihn auf See und er fuhr als Matrose auf einem Tanker mit. Anfang der Siebziger Jahre lebte er in Paris. Nach seiner Rückkehr lehrte er an der Columbia Universität in New York und arbeitete als Übersetzer französischer Autoren. Paul Auster ist mit Siri Hustvedt verheiratet und blickt inzwischen auf ein Oeuvre von fünfzehn Romanen zurück.

Die Romane von Paul Auster zeichnen sich durch tiefe Abgründigkeit, drastische Schilderungen und überraschende Wendungen aus. Das neueste Werk verhandelt nicht weniger als einen Pakt mit dem Teufel und eine inzestuöse Liebe. Durch ein Arrangement ist der mittellose Schriftsteller Adam Walker an seinen Geldgeber Rudolf Born gebunden. Aus der Vereinbarung wird eine fatale Bindung auf Lebenszeit. Dazwischen wird die Familiengeschichte Adams erzählt, die die inzestuöse Liaison zu seiner Schwester im Zentrum hat. So begleitet der Roman seine Figuren bis ins hohe Alter und bis zu einem überraschenden Ende.

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Cecelia Ahern – Junge Vielschreiberin aus Irland

Cecelia Ahern - junge Vielschreiberin aus Irland
Cecelia Ahern – junge Vielschreiberin aus Irland, 2008 Foto: Mella Travers

Cecelia Ahern kann mit ihren 29 Jahren bereits auf eine beträchtliche Anzahl von Bestseller-Romanen zurückblicken. Die Schriftstellerin ist die Tochter des ehemaligen irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern.

Bereits ihr Erstling „P.S. Ich liebe dich“ verschaffte ihr den internationalen Durchbruch. Der Roman wurde 2007 mit Hilary Swank und Gerard Butler sehr erfolgreich verfilmt. Danach jagte ein Schmöker den anderen. Die Vielschreiberin Cecelia Ahern veröffentlichte die Titel „Für immer vielleicht“, „Zwischen Himmel und Liebe“, „Vermiss mein nicht“, „Ich hab dich im Gefühl“, „Zeit deines Lebens“. Der letzte Roman „Ich schreib dir morgen wieder“ kam im Mai diesen Jahres heraus. Cecelia Ahern ist verheiratet und Mutter einer Tochter. Sie verfügt inzwischen über eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt, die aus Frauen jeden Alters besteht. Neben Romanen schreibt Cecelia Ahern Drehbücher und Theaterstücke und konzipiert TV-Serien.

„P.S. Ich liebe Dich“ von Cecilia Ahern bei Weltbild.de bestellen

Anna Gavalda – Alles Glück kommt nie

Anna Gavalda wurde im Jahr 1970 geboren. Die Autorin ist gerade mit ihrem letzten Roman „Alles Glück kommt nie“ überall in den Bestsellerlisten vertreten. Die sympathische Französin hat eine Karriere wie aus dem Bilderbuch hingelegt. Mit ihrem ersten Erzählband „Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet“ wird die Mutter von zwei Kindern über Nacht berühmt.

Zuvor hat sie in Paris Literatur studiert und dann als Lehrerin gearbeitet. Sie schreibt Kurzgeschichten und sucht lange nach einem Verlag, doch niemand will sie drucken. Bis ein kleiner Pariser Verlag im Jahr 1999 ihren ersten Band mit Kurzgeschichten herausbringt. Ab da geht die Erfolgskurve steil nach oben. Mit der Verfilmung von „Zusammen ist man weniger allein“ wird sie international bekannt, der Kinofilm mit Audrey Tautou ist ein großer Erfolg.

Bis heute konnte Anna Gavalda allein in Frankreich 5 Millionen Bücher verkaufen. Sie lebt in der Nähe von Paris zusammen mit ihren zwei Kindern in einem Häuschen mit Garten.

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Iny Lorentz – Die Autoren von „Aprilgewitter“ und „Die Wanderhure“

Iny Lorentz: Die Autoren von "Aprilgewitter" und "Die Wanderhure"
Foto: © FinePic, München – Iny Lorentz: Die Autoren von „Aprilgewitter“ und „Die Wanderhure“

Hinter dem Namen „Iny Lorentz“ verbirgt sich ein äußerst erfolgreiches Autorenehepaar. Das eingespielte Team Ingrid Klocke-Wohlrath und ihr Mann Elmar Wohlrath schreiben gemeinsam historische Romane, die regelmäßig ihren Platz in den Bestsellerlisten finden. Das neueste Werk „Aprilgewitter“ rangiert gerade in der Spiegel-Bestsellerliste auf dem siebten Platz.

Die letzten historischen Romane unter dem Pseudonym Iny Lorentz hießen „Die Kastratin“, „Die Goldhändlerin“, „Die Tatarin“ und „Die Wanderhure“. Die Ingredienzien dieser Romane sind stets die selben: Eine starke Frau, viel Sex und Sinnlichkeit sowie ein faszinierendes historisches Setting. Ingrid Klocke-Wohlrath kann ihren Erfolg bis heute kaum fassen. Noch vor einigen Jahren arbeitete sie als EDV-Spezialistin in einer großen Versicherung, in der auch ihr Mann angestellt war. Die Leidenschaft fürs Schreiben verband das Ehepaar schon viele Jahre, bevor der Erfolgsstory von „Iny Lorentz“ begann. Droemer Knaur entdeckte das Schriftstellerpaar, als der Verlag das Manuskript für „Die Kastratin“ über eine Agentur vermittelt bekam. Ein Glücksgriff für den Verlag, der in den letzten Jahren einen Bestseller nach dem anderen von der Autorin „Iny Lorentz“ herausbringt.

Foto: © FinePic, München

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