Ildikó von Kürthy „Endlich“ – Alles auf Anfang

Am 3. September erscheint der siebte Roman der Autorin Ildikó von Kürthy. Nach bereits sechs veröffentlichen Büchern, die allesamt die deutschen Bestsellerlisten anführten und bisher in rund 30 Sprachen übersetzt wurden, gilt die Hamburgerin als momentan erfolgreichste deutsche Schriftstellerin. Sie arbeitet nebenbei außerdem noch als Journalistin für verschiedene Magazine, zum Beispiel für die „Brigitte“. Es gibt bereits eine Verfilmung zu einem ihrer Bücher, „Mondscheintarif“, drei weitere sind in Arbeit.

In „Endlich!“ geht es um eine Frau, die sich mit einem unvermeidbaren Problem konfrontiert sieht: ihrem 40. Geburtstag. Als ob das nicht genug wäre, muss sie auch noch erkennen, dass ihr Mann sie betrügt und 40 Jahre Leben nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind. Kurz entschlossen macht sie sich an die Lösung ihrer Probleme. Sie observiert ihren Mann, bestellt einen Personaltrainer und lässt sich von ihrer besten Freundin zu einer Diva umerziehen, um sich ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen. Endlich schafft sie es, erste Erfolge zu erzielen. Sie bewältigt hundert Liegestütze, schläft mit einem fremden Mann und beinahe gelingt es ihr, wieder zufrieden zu sein. Schließlich erfüllt sich der Traum ihres Lebens…

Neues Buch von Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab

Thilo Sarrazin macht immer wieder durch markige Äußerungen zum Thema Integration von Ausländern von sich reden. Darüber sind seine Kollegen im Vorstand der Deutschen Bundesbank nicht immer glücklich. Nun meldet er sich mit einem Buch zu Wort, das garantiert wieder einige Kontroversen auslösen wird. In „Deutschland schafft sich ab“ entwirft Thilo Sarrazin ein trübes Bild von der Zukunft Deutschlands. Nach seiner Erfahrung in Politik und Verwaltung identifiziert er massive Probleme, die in den nächsten Jahren auf Deutschland zukommen werden, wie z.B. der Geburtenrückgang, die steigende Zuwanderung und die immer größer werdende Unterschicht. Sarrazin beklagt, dass Deutschland immer älter, kleiner und dümmer wird. In seinem für den 30. August angekündigtem Buch schont er nichts und niemanden. Er geht mit den Deutschen hart ins Gericht und zeigt auf, wie die Gesellschaft sich selbst untergräbt. Thilo Sarrazin erklärt, warum sich Deutschland in dieser Form entwickelt hat, und unterbreitet gleichzeitig seine Vorschläge für mögliche Problemlösungen. Dass Thilo Sarrazin, der den Begriff political correctness beharrlich ignoriert, damit wieder für Gesprächsstoff und hitzige Diskussionen sorgen wird, ist klar.

Thilo Sarrazin ist  seit 1975 Mitglied der SPD und hat 35 Jahre lang Erfahrung im politischen und verwaltungstechnischen Bereich gesammelt. Bis 2009 war er auch im Berliner Senat als Finanzsenator tätig, nun ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

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Elizabeth Gilbert: Das Ja-Wort

Die amerikanische Autorin Elizabeth Gilbert hat sich in ihrem neuen Roman „Das Ja-Wort“ das Thema Ehe vorgenommen. Ihre Vorgeschichte kennt fast jede Frau, denn der Roman „Eat, Pray, Love“ war im Jahr 2008 die Muss-Lektüre für alle Mittdreißigerinnen. Der Selbstfindungstrip, der die Autorin durch Italien, Indien und schließlich Indonesien führte, endete bekanntlich mit ihrer neuen großen Liebe, dem Brasilianer Felipe. In dem neuen Roman „Das Ja-Wort“ stellt sich das Problem, dass die beiden nur verheiratet nach USA einreisen können. Wie dumm, dass sich sowohl Elizabeth als auch Felipe nach katastrophalen Ehen geschworen hatten, nie wieder zu heiraten. Da sie nunmal zur Eheschließung gezwungen werden, begibt sich Elizabeth auf einen neue Reise ins Ich. Wie der Untertitel schon verrät versucht sie, ihren Frieden mit der Ehe zu machen. In zahlreichen, sehr persönlichen Betrachtungen wie man es von Elizabeth Gilbert so gut kennt, macht sie sich auf die Spur der Ehe und was diese genau im Innersten zusammen hält.

Am 29.9. kommt die Verfilmung von „Eat, Pray, Love“ ins Kino. Bei der Starbesetzung mit Julia Roberts als Elizabeth und Javier Bardem als Felipe kann man davon ausgehen, dass der Film ein ebenso großer Erfolg wie der Roman wird. Denn: Wer möchte Julia nicht dabei zusehen, wie sie nach so vielen Irrungen und Wirrungen vor der Traumkulisse Balis in Javiers Arme sinkt.

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Ken Follett: Sturz der Titanen

Der neue Roman von Ken Follett „Sturz der Titanen“ erscheint am 28. September. Er erzählt die Geschichte dreier Familien am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie zerreißt durch die großen politischen Umwälzungen. Die zweite Familie kämpft in England mit den radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch den Aufstand der Arbeiter verursacht werden. Und zu guter Letzt erzählt Ken Follett die Geschichte zweier Brüder aus Russland, deren Wege sich durch den Lauf der Geschichte trennen. Der eine schließt sich russischen Revolutionären an, während der andere im Ausland sein Glück versucht. Die Schicksale der untereinander vollkommen fremden Familien verflechten sich, während alte Mächte untergehen und der Erste Weltkrieg die ganze Welt erschüttert.

Der britische Schriftsteller Ken Follett ist 1949 in Wales geboren. Follett schreibt im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie. Bekannt wurde er durch seinen Thriller „Die Nadel“. Das Buch wurde in 30 verschiedene Sprachen übersetzt und 12 Millionen mal verkauft.

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Jonathan Safran Foer „Tiere essen“: Nicht nur für Vegetarier!

Jonathan Safran Foer hat sich in seinem neuen Roman „Tiere essen“ diesmal einem Sachthema gewidmet, dem Vegetarismus. Der Autor zweier sehr erfolgreicher Romane („Alles ist erleuchtet“, „Extrem laut und unglaublich nah“) erklärt unaufgeregt und anhand vieler Fakten, warum er kein Fleisch mehr isst.

Jonathan Safran Foer berichtet zum Teil aus eigener Erfahrung, zum Teil präsentiert er das Ergebnis seiner Recherchen über die Fleischproduktion in den USA. Dort wird so viel Fleisch gegessen wie nirgendwo auf der Welt. Es gibt viele Gründe, auf Fleisch zu verzichten: Der CO2 Ausstoß der Rinderherden, der ungeheure Verbrauch von Wasser und Getreide, der für die Massentierhaltung benötigt wird, und zu guter Letzt spricht die höhere Lebenserwartung von Vegetariern für die Fleisch-Entsagung.

Mit „Tiere essen“ will Jonathan Safran Foer überzeugen und aufklären und nicht als Demagoge auftreten. Mit dem Buch trifft er den Nerv der Zeit, denn es hat sich mittlerweile nicht nur bei den radikalen Linken herumgesprochen, dass wir etwas gegen den Klimawandel tun sollten und dass eine gesunde Lebensweise die Lebensqualität entscheidend verbessert. Wir dürfen gespannt sein, welche Diskussionen das Buch in Deutschland hervorrufen wird, wenn es am 19. August erscheint.

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Franka Potente – Zehn: Geschichten aus Japan

Franka Potente legt mit der Geschichten-Sammlung „Zehn“ ihr drittes Buch vor. Die deutsche Schauspielerin wurde durch die Titelrolle in Tom Tykwers Film „Lola rennt“ bekannt. Diese Rolle öffnete ihr Tür und Tor zu internationalen Erfolgen, Franka Potente drehte mit berühmten Regisseuren wie Oskar Roehler oder Steven Soderbergh.

Das Buch „Zehn“ erzählt Alltagsgeschichten aus Japan. Franka Potente hat das Land in Zuge ihrer Arbeit an der Dokumentation „Underground Art“ in Tokio kennen gelernt und mehrmals bereist. Sie erzählt einfache Geschichten über Menschen, die dem Konflikt zwischen dem strengen japanischen Traditionalismus und den modernen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Da ist die schwangere Ikuko, die sich ein Mädchen wünscht und genau weiß, dass die Familie von ihr einen Stammhalter erwartet. Oder das Mädchen Miyu, das in einem Nachtclub arbeitet und sich in einen Polizisten verliebt.

Franka Potente beweist, dass sie schöne Geschichten erzählen kann, und macht mit den Stories in ihrem neuen Buch „Zehn“ Appetit auf mehr.

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Bernhard Schlink „Sommerlügen“: Was ist die Wahrheit?

In dem neuen Buch von Bernhard Schlink „Sommerlügen“ verhandelt der Autor nichts weniger als die Wahrheit. Was ist wahr, was ist Illusion? Sieben Geschichten kreisen um Lebenslügen, zerplatzte Illusionen und neue Hoffnungen. Schon sein Erzählband „Liebesfluchten“ funktioniert nach diesem Muster: Bernhard Schlink verarbeitet ein zentrales Thema auf unterschiedlichste Weise, reiht quasi Fallgeschichten aneinander, was gut zu seinem ersten Berufsleben als Jurist passt. In dem Band „Sommerlügen“ zerstören Unwahrheiten Beziehungen oder sogar ganze Lebensentwürfe. Außer: die Protagonisten bekennen sich rechtzeitig zur Wahrheit und kriegen damit noch einmal die Kurve. Klingt ein bisschen flach. Das findet übrigens auch die SZ.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 7./8. August: „Diese Dimension des existenziellen Zweifels fehlt. Das ist der Grund, warum die Erzählungen von Bernhard Schlink zwar schön sind, aber auch ein wenig naiv und bieder.“

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Philippe Besson – Ein Abschied: Perfekte Urlaubslektüre

Philippe Besson hat mit „Ein Abschied“ einen Roman geschrieben, der sich wunderbar als Strandschmöker eignet.

Die Journalistin Louise, um die Vierzig und betucht, flüchtet vor ihrem Liebeskummer nach Havanna. Ihr Gefährte Clément ist zu seiner früheren Freundin zurückgekehrt, und Louise versucht auf ihrer Reise, in Briefen an den Geliebten Abschied zu nehmen. Von Havanna geht es nach New York und schließlich nach Venedig. Louise schreibt sich den Kummer von der Seele, schwelgt in gemeinsamen Erinnerungen und kreist in ihren Briefen um den Schmerz der Verlassenen. Nach und nach kann sie Abstand nehmen, und am Ende zeichnet sich sogar eine neue Zukunftsperspektive ab.

Philippe Besson, gelernter Jurist, veröffentlicht fast jährlich einen neuen Roman. In Frankreich sind seine Bücher Bestseller, der Roman „Sein Bruder“ wurde bereits verfilmt.

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Ricarda Junge: Die komische Frau

Am 16. Juli 2010 ist der neue Roman von Ricarda Junge „Die komische Frau“ bei S. Fischer erschienen.

Ricarda Junge erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die von Hamburg nach Berlin in einen der Prachtbauten der DDR in der Nähe der Karl-Marx-Allee zieht. Die Eltern Lena und Leander amüsieren sich zunächst über die alteingesessenen Nachbarn, in denen sich die früheren Zustände des sozialistischen Regimes konserviert haben. Doch als sich das Paar trennt und Leander auszieht, erwachen die Geister der Vergangenheit. Söhnchen Adrian sieht immer wieder eine „komische Frau“ in der Wohnung, und Lena wundert sich über seltsame Dinge, die ihr plötzlich passieren: Hat sie wirklich das Fenster nicht geschlossen, vergessen die Kaffeemaschine auszustellen und den Schlüssel stecken lassen? Lena ist sich ihrer selbst nicht mehr sicher. Phantasie und Realität verschwimmen, Angst breitet sich aus. Die rätselhaften Ereignisse verknüpfen sich immer mehr mit der Geschichte des Hauses, in dem sich zu DDR-Zeiten schlimme Stasi-Spitzeleien abgespielt haben.

„Angst, Angst, Angst – das ist das zentrale Wort, um das sich der beeindruckende Roman dreht.“ schreibt die SZ über „Die komische Frau“. Und weiter: „Durch den Angstfilter ist der Blick auf die Welt ein verzerrter – eine Perspektive, deren Darstellung Ricarda Junge nach ihrem vorangegangenen Roman „Eine schöne Geschichte“ nun noch einmal verfeinert und radikalisiert hat.“

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Andrea Camilleri: Die Spur des Fuchses

Am 24. Juli ist der neue Roman von Andrea Camilleri aus seiner Commissario Montalbano – Reihe bei Lübbe erschienen. In „Die Spur des Fuchses“ macht sich der sizilianische Kommissar auf die Suche nach einem Mörder im Turnierreiter-Milieu.  Ein totes Pferd und ein toter Stallbursche geben ihm in dem mörderischen Verwirrspiel Rätsel auf.

Andrea Camilleri hat bereits 16 Fälle seines Commissarios vorgelegt, in Deutschland ist allerdings gerade erst der 12. Band erschienen. Eine große Gemeinde an Krimiliebhabern wartet sehnsüchtig auf jede Veröffentlichung des sizilianischen Autors, dessen Held Salvo Montalbano die Herzen erobert hat. Dieser ist der Inbegriff des sizilianischen Mannes mit all seinen Stärken (Einfallsreichtum und Kombinationsgabe) und Schwächen (Frauen). Das macht den Protagonisten so sympathisch. Den deutschen Lesern gefällt vermutlich besonders die sizilianische Lebensart, an der sie mit der Lektüre eines Camilleri-Romans genüsslich teil haben. Hervorragendes Essen und mediterranes Ambiente gemixt mit sizilianischer Mentalität – diese Mischung macht die Romane mit Commissario Montalbano so unwiderstehlich.

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