Petra Gerster: Charakter. Worauf es bei Bildung wirklich ankommt

Petra Gerster und ihr Ehemann Christian Nürnberger haben mit „Charakter. Worauf es bei Bildung wirklich ankommt“ ein Plädoyer für die Charakterbildung bei Jugendlichen geschrieben. Am 17. September erscheint das Sachbuch bei Rowohlt. Die beiden Autoren bemängeln, dass es heute nicht mehr darum gehe, aus jungen Menschen echte Persönlichkeiten zu machen. Bildung sei aber weit mehr als Wissen anzuhäufen. Es gehe heute vor allem  darum, die Werte, die Kultur und die Leidenschaften zu pflegen und bei den Kindern den Charakter zu stärken und zu fördern.

Fritz Raddatz: Tagebücher – Eine Reise durch die deutsche Geschichte

Am 17. September erscheint ein neues Werk von Fritz Raddatz, die „Tagebücher“. 19 Jahre seines Lebens lässt der Autor Revue passieren. Der Leser darf gespannt sein, wie Raddatz mit seiner üblichen subjektiven und treffenden Art die wichtigsten Persönlichkeiten und Ereignisse beschreibt, vom Fall der Mauer bis hin zur Wiedervereinigung.

Seit fast 40 Jahren schreibt Fritz Raddatz Biographien, Essays, Erzählungen und mehr. Für seine Werke wurde der Autor bereits mehrfach mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, außerdem wurde er mit dem Orden „Officier des Arts et des Lettres“ honoriert.

Cornelia Funke: Reckless. Steinernes Fleisch

Cornelia Funke hat mit „Reckless. Steinernes Fleisch“ den ersten Teil ihrer neuen dreiteiligen Roman-Serie vorgelegt. Die Autorin der Tintenwelt-Bücher kommt zwar nicht ganz an Joanne K. Rowling heran, kann aber bislang mit mehr als 15 Millionen verkauften Büchern, die in 40 Sprachen übersetzt wurden, sehr beachtliche Erfolge aufweisen.

Die Geschichte von „Reckless. Steinernes Fleisch“ erinnert an „Der König von Narnia“ – die Parallelwelt des jungen Jacob Reckless verbirgt sich jedoch nicht im Schrank, sondern hinter Spiegeln. Dort gibt es allerlei Fabelwesen, gute wie böse. Als sein jüngerer Bruder Will den Zugang entdeckt und sich ebenfalls in das märchenhafte Universum begibt, gerät er sofort in Schwierigkeiten. Jacob muss nun alles daran setzen, seinen kleinen Bruder zu retten…

Cornelia Funke hat die fantastische Welt hinter den Spiegeln mit zahlreichen Reminiszenzen an die Gebrüder Grimm ausgestattet. So erscheint der Roman als Sammelsurium aus Anleihen der verschiedensten Kinder, Jugend- und Fantasybuchmotive, die es in den letzten Jahrhunderten gegeben hat. Für die neue Trilogie arbeitete die Autorin mit dem Filmemacher und Harry-Potter-Produzenten Lionel Wigram zusammen. Kein Wunder, dass sich der neue Roman wie ein Drehbuch zu einem spektakulären Fantasy-Kinoabenteuer liest. Die Weichen für die Verfilmung sind garantiert schon gestellt. Echte Funke-Fans wird aber das neueste Werk auch in Buchform begeistern.

Jonathan Franzen „Freiheit“: Bewahrt den Pappelwaldsänger!

Spätestens seit seinem Weltbestseller „The Corrections“, für den er auch den „National Book Award“ erhielt, gilt der 1959 geborene Schriftsteller Jonathan Franzen als einer der wichtigsten Autoren des 21. Jahrhunderts. In seinen Romanen geht es meist vor allem um den Untergang von Familien. Und obwohl schwierige und vielschichtige Familienbeziehungen in Franzens Büchern eine zentrale Rolle haben, lässt der Autor auch andere Themen nicht zu kurz kommen.

In seinem neuen Roman „Freiheit“, der seit heute in den Läden liegt, geht es um eine anfangs scheinbar perfekte Familie aus St. Paul. Die Vorzeigeeltern Patty und Walter Berglund wohnen in einer hübschen, selbst renovierten Villa und  sind die idealen Nachbarn, verhalten sich nie merkwürdig und fallen auch sonst niemandem negativ auf. Diese Fassade halten sie solange aufrecht, bis eines Tages ihr halbwüchsiger Sohn seine Sachen packt und zu den Nachbarn zieht. Ab diesem Zeitpunkt stellt sich die Welt der Berglunds auf den Kopf. Petty fängt an, sonderbar zu werden und ihr Mann steht ihr in puncto Eigenartigkeit in nichts nach, als er einen zweifelhaften Vertrag mit der Kohleindustrie schließt, um eine Vogelart zu retten…

Viele Leser sind auf Franzens neuestes Werk gespannt. Mit dem Roman „Freiheit“ ist eine enorme Erwartungshaltung verknüpft. Man wird sehen, ob Franzen an seine großen Erfolge anknüpfen kann.

Natascha Kampusch „3096 Tage“: Acht Jahre Gefangenschaft im Keller

Am 8. September erscheint das Buch von Natascha Kampusch mit dem Titel „3096 Tage“. Ihre Geschichte ging um die ganze Welt: Natascha Kampusch wurde als Zehnjährige von einem arbeitslosen Nachrichtentechniker auf dem Schulweg abgefangen und entführt. Acht Jahre lang hielt der damals 35-jährige Wolfgang Priklopil das Mädchen in seinem Keller fest.

Nun ist Natascha Kampusch 22 Jahre alt und hat ein Buch über ihre Gefangenschaft geschrieben. Darin beschreibt sie das Leben mit dem Entführer, das zwischen Schlägen und Aufmerksamkeiten oszillierte. Misshandlungen standen auf der Tagesordnung, aber auch Belohnungen wie Schokolade oder Videos, wenn sich das Mädchen fügte. Der Entführer brachte Natascha Kampusch so weit, dass sie jegliches Vertrauen in die Außenwelt verlor und manchmal sogar daran zweifelte, dass es eine Außenwelt gab. Mit dem Buch über die Zeit in der Gefangenschaft möchte Kampusch die Fakten aus ihrer Sicht publizieren und damit allen Spekulationen ein Ende machen. Für sie ist das Buch der Abschluss dieser leidvollen Erfahrung, mit dem sie sich von den Geschehnissen distanzieren möchte. Wünschen wir ihr, dass es ihr gelingt.

Ildikó von Kürthy „Endlich“ – Alles auf Anfang

Am 3. September erscheint der siebte Roman der Autorin Ildikó von Kürthy. Nach bereits sechs veröffentlichen Büchern, die allesamt die deutschen Bestsellerlisten anführten und bisher in rund 30 Sprachen übersetzt wurden, gilt die Hamburgerin als momentan erfolgreichste deutsche Schriftstellerin. Sie arbeitet nebenbei außerdem noch als Journalistin für verschiedene Magazine, zum Beispiel für die „Brigitte“. Es gibt bereits eine Verfilmung zu einem ihrer Bücher, „Mondscheintarif“, drei weitere sind in Arbeit.

In „Endlich!“ geht es um eine Frau, die sich mit einem unvermeidbaren Problem konfrontiert sieht: ihrem 40. Geburtstag. Als ob das nicht genug wäre, muss sie auch noch erkennen, dass ihr Mann sie betrügt und 40 Jahre Leben nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind. Kurz entschlossen macht sie sich an die Lösung ihrer Probleme. Sie observiert ihren Mann, bestellt einen Personaltrainer und lässt sich von ihrer besten Freundin zu einer Diva umerziehen, um sich ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen. Endlich schafft sie es, erste Erfolge zu erzielen. Sie bewältigt hundert Liegestütze, schläft mit einem fremden Mann und beinahe gelingt es ihr, wieder zufrieden zu sein. Schließlich erfüllt sich der Traum ihres Lebens…

Neues Buch von Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab

Thilo Sarrazin macht immer wieder durch markige Äußerungen zum Thema Integration von Ausländern von sich reden. Darüber sind seine Kollegen im Vorstand der Deutschen Bundesbank nicht immer glücklich. Nun meldet er sich mit einem Buch zu Wort, das garantiert wieder einige Kontroversen auslösen wird. In „Deutschland schafft sich ab“ entwirft Thilo Sarrazin ein trübes Bild von der Zukunft Deutschlands. Nach seiner Erfahrung in Politik und Verwaltung identifiziert er massive Probleme, die in den nächsten Jahren auf Deutschland zukommen werden, wie z.B. der Geburtenrückgang, die steigende Zuwanderung und die immer größer werdende Unterschicht. Sarrazin beklagt, dass Deutschland immer älter, kleiner und dümmer wird. In seinem für den 30. August angekündigtem Buch schont er nichts und niemanden. Er geht mit den Deutschen hart ins Gericht und zeigt auf, wie die Gesellschaft sich selbst untergräbt. Thilo Sarrazin erklärt, warum sich Deutschland in dieser Form entwickelt hat, und unterbreitet gleichzeitig seine Vorschläge für mögliche Problemlösungen. Dass Thilo Sarrazin, der den Begriff political correctness beharrlich ignoriert, damit wieder für Gesprächsstoff und hitzige Diskussionen sorgen wird, ist klar.

Thilo Sarrazin ist  seit 1975 Mitglied der SPD und hat 35 Jahre lang Erfahrung im politischen und verwaltungstechnischen Bereich gesammelt. Bis 2009 war er auch im Berliner Senat als Finanzsenator tätig, nun ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

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Elizabeth Gilbert: Das Ja-Wort

Die amerikanische Autorin Elizabeth Gilbert hat sich in ihrem neuen Roman „Das Ja-Wort“ das Thema Ehe vorgenommen. Ihre Vorgeschichte kennt fast jede Frau, denn der Roman „Eat, Pray, Love“ war im Jahr 2008 die Muss-Lektüre für alle Mittdreißigerinnen. Der Selbstfindungstrip, der die Autorin durch Italien, Indien und schließlich Indonesien führte, endete bekanntlich mit ihrer neuen großen Liebe, dem Brasilianer Felipe. In dem neuen Roman „Das Ja-Wort“ stellt sich das Problem, dass die beiden nur verheiratet nach USA einreisen können. Wie dumm, dass sich sowohl Elizabeth als auch Felipe nach katastrophalen Ehen geschworen hatten, nie wieder zu heiraten. Da sie nunmal zur Eheschließung gezwungen werden, begibt sich Elizabeth auf einen neue Reise ins Ich. Wie der Untertitel schon verrät versucht sie, ihren Frieden mit der Ehe zu machen. In zahlreichen, sehr persönlichen Betrachtungen wie man es von Elizabeth Gilbert so gut kennt, macht sie sich auf die Spur der Ehe und was diese genau im Innersten zusammen hält.

Am 29.9. kommt die Verfilmung von „Eat, Pray, Love“ ins Kino. Bei der Starbesetzung mit Julia Roberts als Elizabeth und Javier Bardem als Felipe kann man davon ausgehen, dass der Film ein ebenso großer Erfolg wie der Roman wird. Denn: Wer möchte Julia nicht dabei zusehen, wie sie nach so vielen Irrungen und Wirrungen vor der Traumkulisse Balis in Javiers Arme sinkt.

Bei Weltbild.de bestellen: Das Ja-Wort: Wie ich meinen Frieden mit der Ehe machte

Ken Follett: Sturz der Titanen

Der neue Roman von Ken Follett „Sturz der Titanen“ erscheint am 28. September. Er erzählt die Geschichte dreier Familien am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie zerreißt durch die großen politischen Umwälzungen. Die zweite Familie kämpft in England mit den radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch den Aufstand der Arbeiter verursacht werden. Und zu guter Letzt erzählt Ken Follett die Geschichte zweier Brüder aus Russland, deren Wege sich durch den Lauf der Geschichte trennen. Der eine schließt sich russischen Revolutionären an, während der andere im Ausland sein Glück versucht. Die Schicksale der untereinander vollkommen fremden Familien verflechten sich, während alte Mächte untergehen und der Erste Weltkrieg die ganze Welt erschüttert.

Der britische Schriftsteller Ken Follett ist 1949 in Wales geboren. Follett schreibt im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie. Bekannt wurde er durch seinen Thriller „Die Nadel“. Das Buch wurde in 30 verschiedene Sprachen übersetzt und 12 Millionen mal verkauft.

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Jonathan Safran Foer „Tiere essen“: Nicht nur für Vegetarier!

Jonathan Safran Foer hat sich in seinem neuen Roman „Tiere essen“ diesmal einem Sachthema gewidmet, dem Vegetarismus. Der Autor zweier sehr erfolgreicher Romane („Alles ist erleuchtet“, „Extrem laut und unglaublich nah“) erklärt unaufgeregt und anhand vieler Fakten, warum er kein Fleisch mehr isst.

Jonathan Safran Foer berichtet zum Teil aus eigener Erfahrung, zum Teil präsentiert er das Ergebnis seiner Recherchen über die Fleischproduktion in den USA. Dort wird so viel Fleisch gegessen wie nirgendwo auf der Welt. Es gibt viele Gründe, auf Fleisch zu verzichten: Der CO2 Ausstoß der Rinderherden, der ungeheure Verbrauch von Wasser und Getreide, der für die Massentierhaltung benötigt wird, und zu guter Letzt spricht die höhere Lebenserwartung von Vegetariern für die Fleisch-Entsagung.

Mit „Tiere essen“ will Jonathan Safran Foer überzeugen und aufklären und nicht als Demagoge auftreten. Mit dem Buch trifft er den Nerv der Zeit, denn es hat sich mittlerweile nicht nur bei den radikalen Linken herumgesprochen, dass wir etwas gegen den Klimawandel tun sollten und dass eine gesunde Lebensweise die Lebensqualität entscheidend verbessert. Wir dürfen gespannt sein, welche Diskussionen das Buch in Deutschland hervorrufen wird, wenn es am 19. August erscheint.

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