Ken Follett: Sturz der Titanen

Der neue Roman von Ken Follett „Sturz der Titanen“ erscheint am 28. September. Er erzählt die Geschichte dreier Familien am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie zerreißt durch die großen politischen Umwälzungen. Die zweite Familie kämpft in England mit den radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch den Aufstand der Arbeiter verursacht werden. Und zu guter Letzt erzählt Ken Follett die Geschichte zweier Brüder aus Russland, deren Wege sich durch den Lauf der Geschichte trennen. Der eine schließt sich russischen Revolutionären an, während der andere im Ausland sein Glück versucht. Die Schicksale der untereinander vollkommen fremden Familien verflechten sich, während alte Mächte untergehen und der Erste Weltkrieg die ganze Welt erschüttert.

Der britische Schriftsteller Ken Follett ist 1949 in Wales geboren. Follett schreibt im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie. Bekannt wurde er durch seinen Thriller „Die Nadel“. Das Buch wurde in 30 verschiedene Sprachen übersetzt und 12 Millionen mal verkauft.

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Spiegel Buch-Charts: Hardcover-Listen

Die Spiegel Hardcover-Listen definieren wohl die echten Trends im Buchmarkt. Sie werden vom Magazin  buchreport ermittelt, in dem bei 350 repräsentativen Buchhändlern direkt das Warenwirtschaftssystem abgefragt wird.  Spiegel Buch-Charts: Hardcover-Listen weiterlesen

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Jonathan Safran Foer „Tiere essen“: Nicht nur für Vegetarier!

Jonathan Safran Foer hat sich in seinem neuen Roman „Tiere essen“ diesmal einem Sachthema gewidmet, dem Vegetarismus. Der Autor zweier sehr erfolgreicher Romane („Alles ist erleuchtet“, „Extrem laut und unglaublich nah“) erklärt unaufgeregt und anhand vieler Fakten, warum er kein Fleisch mehr isst.

Jonathan Safran Foer berichtet zum Teil aus eigener Erfahrung, zum Teil präsentiert er das Ergebnis seiner Recherchen über die Fleischproduktion in den USA. Dort wird so viel Fleisch gegessen wie nirgendwo auf der Welt. Es gibt viele Gründe, auf Fleisch zu verzichten: Der CO2 Ausstoß der Rinderherden, der ungeheure Verbrauch von Wasser und Getreide, der für die Massentierhaltung benötigt wird, und zu guter Letzt spricht die höhere Lebenserwartung von Vegetariern für die Fleisch-Entsagung.

Mit „Tiere essen“ will Jonathan Safran Foer überzeugen und aufklären und nicht als Demagoge auftreten. Mit dem Buch trifft er den Nerv der Zeit, denn es hat sich mittlerweile nicht nur bei den radikalen Linken herumgesprochen, dass wir etwas gegen den Klimawandel tun sollten und dass eine gesunde Lebensweise die Lebensqualität entscheidend verbessert. Wir dürfen gespannt sein, welche Diskussionen das Buch in Deutschland hervorrufen wird, wenn es am 19. August erscheint.

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Herbert Rosendorfer: Corine-Buchpreis fürs Lebenswerk

Herbert Rosendorfer erhält für sein Lebenswerk den internationalen Corine-Buchpreis 2010. Dieser Literaturpreis wird seit 2001 verliehen und steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten. Initiator des Corine-Buchpreises ist der Landesverband Bayern im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Die Auszeichnung will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am 28. November bei einer Gala im Münchner Cuvilliéstheater verleihen, teilte die Staatskanzlei am Montag in München mit und begründete: »Die Vielfalt im Oeuvre Herbert Rosendorfers entspricht dem Gedanken der CORINE. Herbert Rosendorfer ist im besten Sinne ein bayerischer Autor mit internationalem Renommée.«

Herbert Rosendorfer begründete seinen Erfolg mit dem Bestseller „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ aus dem Jahr 1985. Das Buch erzählt von einem chinesischen Zeitreisenden, der seine Beobachtungen und Erlebnisse in der Gegenwart in Briefen an seinen Freund ins Reich der Mitte von vor 1000 Jahren schildert. Witzig und charmant hält Herbert Rosendorfer in dem Briefroman der modernen Gesellschaft den Spiegel vor. Zuletzt erschien von Herbert Rosendorfer der Italien-Roman „Der Mann mit den goldenen Ohren“, in dem der Autor die deutsche Italien-Sehnsucht auf die Schippe nimmt.

Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Gries, Bozen geboren. Nach seinem Jurastudium arbeitete er unter anderem als Staatsanwalt und später als Amtsrichter in München. Von 1993 bis 1997 amtierte er als Richter am Oberlandesgericht Naumburg.
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Tukan-Preis (1977), der Jean-Paul-Preis (1999), der Deutsche Fantasypreis (2000) und der Literaturpreis der Stadt München (2005). Herbert Rosendorfer ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, des Bayerischen Verdienstordens und Honorarprofessor für Bayerische Literaturgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Foto: Norbert Hellinger

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Franka Potente – Zehn: Geschichten aus Japan

Franka Potente legt mit der Geschichten-Sammlung „Zehn“ ihr drittes Buch vor. Die deutsche Schauspielerin wurde durch die Titelrolle in Tom Tykwers Film „Lola rennt“ bekannt. Diese Rolle öffnete ihr Tür und Tor zu internationalen Erfolgen, Franka Potente drehte mit berühmten Regisseuren wie Oskar Roehler oder Steven Soderbergh.

Das Buch „Zehn“ erzählt Alltagsgeschichten aus Japan. Franka Potente hat das Land in Zuge ihrer Arbeit an der Dokumentation „Underground Art“ in Tokio kennen gelernt und mehrmals bereist. Sie erzählt einfache Geschichten über Menschen, die dem Konflikt zwischen dem strengen japanischen Traditionalismus und den modernen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Da ist die schwangere Ikuko, die sich ein Mädchen wünscht und genau weiß, dass die Familie von ihr einen Stammhalter erwartet. Oder das Mädchen Miyu, das in einem Nachtclub arbeitet und sich in einen Polizisten verliebt.

Franka Potente beweist, dass sie schöne Geschichten erzählen kann, und macht mit den Stories in ihrem neuen Buch „Zehn“ Appetit auf mehr.

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Bernhard Schlink „Sommerlügen“: Was ist die Wahrheit?

In dem neuen Buch von Bernhard Schlink „Sommerlügen“ verhandelt der Autor nichts weniger als die Wahrheit. Was ist wahr, was ist Illusion? Sieben Geschichten kreisen um Lebenslügen, zerplatzte Illusionen und neue Hoffnungen. Schon sein Erzählband „Liebesfluchten“ funktioniert nach diesem Muster: Bernhard Schlink verarbeitet ein zentrales Thema auf unterschiedlichste Weise, reiht quasi Fallgeschichten aneinander, was gut zu seinem ersten Berufsleben als Jurist passt. In dem Band „Sommerlügen“ zerstören Unwahrheiten Beziehungen oder sogar ganze Lebensentwürfe. Außer: die Protagonisten bekennen sich rechtzeitig zur Wahrheit und kriegen damit noch einmal die Kurve. Klingt ein bisschen flach. Das findet übrigens auch die SZ.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 7./8. August: „Diese Dimension des existenziellen Zweifels fehlt. Das ist der Grund, warum die Erzählungen von Bernhard Schlink zwar schön sind, aber auch ein wenig naiv und bieder.“

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Buchpremiere in München: Andreas Föhr „Schafkopf“

Am 21. September präsentiert der Autor Andreas Föhr seinen neuen Krimi „Schafkopf“ mit einer Lesung in München. Der gelernte Jurist schreibt seit Jahren Drehbücher fürs Fernsehen, zum Beispiel für „SOKO 5113“, „Ein Fall für Zwei“ und der „Bulle von Tölz“. Mit seinem Erstling „Der Prinzessinnenmörder“ konnte Andreas Föhr einen beachtlichen Erfolg verzeichnen. Jetzt legt er seinen zweiten Bayern-Krimi vor mit dem Titel „Schafkopf“.

Die Geschichte ist abstrus: Ein Kleinkrimineller schleppt ein Bierfass auf den Berg und wird dort mit einem Präzisionsgewehr erschossen. Der ewig frierende Kommissar Wallner und sein bayerisch-anarchistischer Kollege Polizeiobermeister Kreuthner nehmen die Ermittlungen auf. Das Verschwinden einer jungen Frau, 200.000 Euro im Kofferraum und eine Partie Schafkopf vor zwei Jahren, mit der alles begann, geben den beiden Polizisten Rätsel auf…

Die Buchpremiere findet am 21. September ab 20 Uhr im Vereinsheim in der Occamstraße 8, 80802 München statt. Eintritt € 7

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Guy de Maupassant: 160. Geburtstag

Guy de Maupassant wurde am 5. August 1850 geboren. Ein schöner Anlass, diesen französischen Naturalisten wieder zu entdecken. Bis heute werden zwei Romane des Erzählers zumeist als Schullektüre immer wieder gelesen: „Une Vie“ (1883) und „Bel Ami“ (1885).

Maupassant genoss die Unterstützung eines prominenten Zeitgenossen: Gustave Flaubert. Dieser führte ihn die Pariser Gesellschaft ein und machte in unter anderem mit Émile Zola bekannt. Guy de Maupassant, der zuvor eher lustlos in einem Ministerium tätig war, avancierte zu einem der wichtigsten Naturalisten in Frankreich.

Die Romane von Guy de Maupassant sind ebenso wie „Madame Bovary“ von Flaubert oder „Nana“ von Zola spannende Charakterstudien, die heute auch noch wunderbar zu lesen sind. In „Une Vie“ („Das Leben“) beschreibt er das Schicksal einer Adeligen, die nach ihrer Heirat bitter enttäuscht wird und dennoch nicht den Mut verliert. Der Roman „Bel Ami“ wiederum hat das Leben eines Kleinbürgers zum Thema, der allein durch seinen Charme, seinen Erfolg bei den Frauen und sein Geschick als Schwiegersohn und Politiker in höchste gesellschaftliche Kreise aufsteigt.

Guy de Maupassant infizierte sich mit Ende Zwanzig mit Syphilis und wurde seither von der panischen Angst verfolgt, geisteskrank zu werden. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich über die Jahre kontinuierlich, trotzdem schrieb er wie besessen. Nach einem Selbstmordversuch 1892 lebte er noch ein Jahr, bis er in einer Pariser Klinik starb. Er wurde nur 43 Jahre alt.

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Philippe Besson – Ein Abschied: Perfekte Urlaubslektüre

Philippe Besson hat mit „Ein Abschied“ einen Roman geschrieben, der sich wunderbar als Strandschmöker eignet.

Die Journalistin Louise, um die Vierzig und betucht, flüchtet vor ihrem Liebeskummer nach Havanna. Ihr Gefährte Clément ist zu seiner früheren Freundin zurückgekehrt, und Louise versucht auf ihrer Reise, in Briefen an den Geliebten Abschied zu nehmen. Von Havanna geht es nach New York und schließlich nach Venedig. Louise schreibt sich den Kummer von der Seele, schwelgt in gemeinsamen Erinnerungen und kreist in ihren Briefen um den Schmerz der Verlassenen. Nach und nach kann sie Abstand nehmen, und am Ende zeichnet sich sogar eine neue Zukunftsperspektive ab.

Philippe Besson, gelernter Jurist, veröffentlicht fast jährlich einen neuen Roman. In Frankreich sind seine Bücher Bestseller, der Roman „Sein Bruder“ wurde bereits verfilmt.

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Ricarda Junge: Die komische Frau

Am 16. Juli 2010 ist der neue Roman von Ricarda Junge „Die komische Frau“ bei S. Fischer erschienen.

Ricarda Junge erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die von Hamburg nach Berlin in einen der Prachtbauten der DDR in der Nähe der Karl-Marx-Allee zieht. Die Eltern Lena und Leander amüsieren sich zunächst über die alteingesessenen Nachbarn, in denen sich die früheren Zustände des sozialistischen Regimes konserviert haben. Doch als sich das Paar trennt und Leander auszieht, erwachen die Geister der Vergangenheit. Söhnchen Adrian sieht immer wieder eine „komische Frau“ in der Wohnung, und Lena wundert sich über seltsame Dinge, die ihr plötzlich passieren: Hat sie wirklich das Fenster nicht geschlossen, vergessen die Kaffeemaschine auszustellen und den Schlüssel stecken lassen? Lena ist sich ihrer selbst nicht mehr sicher. Phantasie und Realität verschwimmen, Angst breitet sich aus. Die rätselhaften Ereignisse verknüpfen sich immer mehr mit der Geschichte des Hauses, in dem sich zu DDR-Zeiten schlimme Stasi-Spitzeleien abgespielt haben.

„Angst, Angst, Angst – das ist das zentrale Wort, um das sich der beeindruckende Roman dreht.“ schreibt die SZ über „Die komische Frau“. Und weiter: „Durch den Angstfilter ist der Blick auf die Welt ein verzerrter – eine Perspektive, deren Darstellung Ricarda Junge nach ihrem vorangegangenen Roman „Eine schöne Geschichte“ nun noch einmal verfeinert und radikalisiert hat.“

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