Franka Potente – Zehn: Geschichten aus Japan

Franka Potente legt mit der Geschichten-Sammlung „Zehn“ ihr drittes Buch vor. Die deutsche Schauspielerin wurde durch die Titelrolle in Tom Tykwers Film „Lola rennt“ bekannt. Diese Rolle öffnete ihr Tür und Tor zu internationalen Erfolgen, Franka Potente drehte mit berühmten Regisseuren wie Oskar Roehler oder Steven Soderbergh.

Das Buch „Zehn“ erzählt Alltagsgeschichten aus Japan. Franka Potente hat das Land in Zuge ihrer Arbeit an der Dokumentation „Underground Art“ in Tokio kennen gelernt und mehrmals bereist. Sie erzählt einfache Geschichten über Menschen, die dem Konflikt zwischen dem strengen japanischen Traditionalismus und den modernen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Da ist die schwangere Ikuko, die sich ein Mädchen wünscht und genau weiß, dass die Familie von ihr einen Stammhalter erwartet. Oder das Mädchen Miyu, das in einem Nachtclub arbeitet und sich in einen Polizisten verliebt.

Franka Potente beweist, dass sie schöne Geschichten erzählen kann, und macht mit den Stories in ihrem neuen Buch „Zehn“ Appetit auf mehr.

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Bernhard Schlink „Sommerlügen“: Was ist die Wahrheit?

In dem neuen Buch von Bernhard Schlink „Sommerlügen“ verhandelt der Autor nichts weniger als die Wahrheit. Was ist wahr, was ist Illusion? Sieben Geschichten kreisen um Lebenslügen, zerplatzte Illusionen und neue Hoffnungen. Schon sein Erzählband „Liebesfluchten“ funktioniert nach diesem Muster: Bernhard Schlink verarbeitet ein zentrales Thema auf unterschiedlichste Weise, reiht quasi Fallgeschichten aneinander, was gut zu seinem ersten Berufsleben als Jurist passt. In dem Band „Sommerlügen“ zerstören Unwahrheiten Beziehungen oder sogar ganze Lebensentwürfe. Außer: die Protagonisten bekennen sich rechtzeitig zur Wahrheit und kriegen damit noch einmal die Kurve. Klingt ein bisschen flach. Das findet übrigens auch die SZ.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 7./8. August: „Diese Dimension des existenziellen Zweifels fehlt. Das ist der Grund, warum die Erzählungen von Bernhard Schlink zwar schön sind, aber auch ein wenig naiv und bieder.“

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Buchpremiere in München: Andreas Föhr „Schafkopf“

Am 21. September präsentiert der Autor Andreas Föhr seinen neuen Krimi „Schafkopf“ mit einer Lesung in München. Der gelernte Jurist schreibt seit Jahren Drehbücher fürs Fernsehen, zum Beispiel für „SOKO 5113“, „Ein Fall für Zwei“ und der „Bulle von Tölz“. Mit seinem Erstling „Der Prinzessinnenmörder“ konnte Andreas Föhr einen beachtlichen Erfolg verzeichnen. Jetzt legt er seinen zweiten Bayern-Krimi vor mit dem Titel „Schafkopf“.

Die Geschichte ist abstrus: Ein Kleinkrimineller schleppt ein Bierfass auf den Berg und wird dort mit einem Präzisionsgewehr erschossen. Der ewig frierende Kommissar Wallner und sein bayerisch-anarchistischer Kollege Polizeiobermeister Kreuthner nehmen die Ermittlungen auf. Das Verschwinden einer jungen Frau, 200.000 Euro im Kofferraum und eine Partie Schafkopf vor zwei Jahren, mit der alles begann, geben den beiden Polizisten Rätsel auf…

Die Buchpremiere findet am 21. September ab 20 Uhr im Vereinsheim in der Occamstraße 8, 80802 München statt. Eintritt € 7

Guy de Maupassant: 160. Geburtstag

Guy de Maupassant wurde am 5. August 1850 geboren. Ein schöner Anlass, diesen französischen Naturalisten wieder zu entdecken. Bis heute werden zwei Romane des Erzählers zumeist als Schullektüre immer wieder gelesen: „Une Vie“ (1883) und „Bel Ami“ (1885).

Maupassant genoss die Unterstützung eines prominenten Zeitgenossen: Gustave Flaubert. Dieser führte ihn die Pariser Gesellschaft ein und machte in unter anderem mit Émile Zola bekannt. Guy de Maupassant, der zuvor eher lustlos in einem Ministerium tätig war, avancierte zu einem der wichtigsten Naturalisten in Frankreich.

Die Romane von Guy de Maupassant sind ebenso wie „Madame Bovary“ von Flaubert oder „Nana“ von Zola spannende Charakterstudien, die heute auch noch wunderbar zu lesen sind. In „Une Vie“ („Das Leben“) beschreibt er das Schicksal einer Adeligen, die nach ihrer Heirat bitter enttäuscht wird und dennoch nicht den Mut verliert. Der Roman „Bel Ami“ wiederum hat das Leben eines Kleinbürgers zum Thema, der allein durch seinen Charme, seinen Erfolg bei den Frauen und sein Geschick als Schwiegersohn und Politiker in höchste gesellschaftliche Kreise aufsteigt.

Guy de Maupassant infizierte sich mit Ende Zwanzig mit Syphilis und wurde seither von der panischen Angst verfolgt, geisteskrank zu werden. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich über die Jahre kontinuierlich, trotzdem schrieb er wie besessen. Nach einem Selbstmordversuch 1892 lebte er noch ein Jahr, bis er in einer Pariser Klinik starb. Er wurde nur 43 Jahre alt.

Philippe Besson – Ein Abschied: Perfekte Urlaubslektüre

Philippe Besson hat mit „Ein Abschied“ einen Roman geschrieben, der sich wunderbar als Strandschmöker eignet.

Die Journalistin Louise, um die Vierzig und betucht, flüchtet vor ihrem Liebeskummer nach Havanna. Ihr Gefährte Clément ist zu seiner früheren Freundin zurückgekehrt, und Louise versucht auf ihrer Reise, in Briefen an den Geliebten Abschied zu nehmen. Von Havanna geht es nach New York und schließlich nach Venedig. Louise schreibt sich den Kummer von der Seele, schwelgt in gemeinsamen Erinnerungen und kreist in ihren Briefen um den Schmerz der Verlassenen. Nach und nach kann sie Abstand nehmen, und am Ende zeichnet sich sogar eine neue Zukunftsperspektive ab.

Philippe Besson, gelernter Jurist, veröffentlicht fast jährlich einen neuen Roman. In Frankreich sind seine Bücher Bestseller, der Roman „Sein Bruder“ wurde bereits verfilmt.

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Ricarda Junge: Die komische Frau

Am 16. Juli 2010 ist der neue Roman von Ricarda Junge „Die komische Frau“ bei S. Fischer erschienen.

Ricarda Junge erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die von Hamburg nach Berlin in einen der Prachtbauten der DDR in der Nähe der Karl-Marx-Allee zieht. Die Eltern Lena und Leander amüsieren sich zunächst über die alteingesessenen Nachbarn, in denen sich die früheren Zustände des sozialistischen Regimes konserviert haben. Doch als sich das Paar trennt und Leander auszieht, erwachen die Geister der Vergangenheit. Söhnchen Adrian sieht immer wieder eine „komische Frau“ in der Wohnung, und Lena wundert sich über seltsame Dinge, die ihr plötzlich passieren: Hat sie wirklich das Fenster nicht geschlossen, vergessen die Kaffeemaschine auszustellen und den Schlüssel stecken lassen? Lena ist sich ihrer selbst nicht mehr sicher. Phantasie und Realität verschwimmen, Angst breitet sich aus. Die rätselhaften Ereignisse verknüpfen sich immer mehr mit der Geschichte des Hauses, in dem sich zu DDR-Zeiten schlimme Stasi-Spitzeleien abgespielt haben.

„Angst, Angst, Angst – das ist das zentrale Wort, um das sich der beeindruckende Roman dreht.“ schreibt die SZ über „Die komische Frau“. Und weiter: „Durch den Angstfilter ist der Blick auf die Welt ein verzerrter – eine Perspektive, deren Darstellung Ricarda Junge nach ihrem vorangegangenen Roman „Eine schöne Geschichte“ nun noch einmal verfeinert und radikalisiert hat.“

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Andrea Camilleri: Die Spur des Fuchses

Am 24. Juli ist der neue Roman von Andrea Camilleri aus seiner Commissario Montalbano – Reihe bei Lübbe erschienen. In „Die Spur des Fuchses“ macht sich der sizilianische Kommissar auf die Suche nach einem Mörder im Turnierreiter-Milieu.  Ein totes Pferd und ein toter Stallbursche geben ihm in dem mörderischen Verwirrspiel Rätsel auf.

Andrea Camilleri hat bereits 16 Fälle seines Commissarios vorgelegt, in Deutschland ist allerdings gerade erst der 12. Band erschienen. Eine große Gemeinde an Krimiliebhabern wartet sehnsüchtig auf jede Veröffentlichung des sizilianischen Autors, dessen Held Salvo Montalbano die Herzen erobert hat. Dieser ist der Inbegriff des sizilianischen Mannes mit all seinen Stärken (Einfallsreichtum und Kombinationsgabe) und Schwächen (Frauen). Das macht den Protagonisten so sympathisch. Den deutschen Lesern gefällt vermutlich besonders die sizilianische Lebensart, an der sie mit der Lektüre eines Camilleri-Romans genüsslich teil haben. Hervorragendes Essen und mediterranes Ambiente gemixt mit sizilianischer Mentalität – diese Mischung macht die Romane mit Commissario Montalbano so unwiderstehlich.

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Honoré de Balzac – 160. Todestag

Honoré de Balzac starb am 18. August 1850 in Paris. Der Schriftsteller zählt zu den berühmtesten Autoren Frankreichs und wird in der Literaturwissenschaft als Realist neben Stendhal und Flaubert eingeordnet. „Le Père Goriot“ von 1834 ist einer seiner erfolgreichsten Romane und wird heute noch gelesen. Sein Lebenswerk ist ein unvollendeter Romanzyklus „La Comédie Humaine“, der als Sittengemälde der Gesellschaft seiner Zeit angelegt war.  Von geplanten 137 Erzählungen konnte Honoré de Balzac 91 fertig stellen. Dafür arbeitete er Tag und Nacht. Legendär war dabei sein exzessiver Kaffeekonsum. Der französische Autor galt als Lebemann, der einen teuren Lebensstil bevorzugte. Diesen konnte bisweilen nur aufrecht erhalten, indem er zahlungskräftige Damen der besseren Gesellschaft dazu brachte, ihn finanziell zu unterstützen. Honoré de Balzac hielt sich bis zum Jahre 1834 verschiedene Geliebte, bis er mit der polnischen Gräfin Evelina Hanska eine Gefährtin für die letzten Lebensjahre fand.

Paul Auster: „Unsichtbar“

Paul Auster gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen amerikanischen Erzählern. Sein letztes Buch „Unsichtbar“ ist am 16. Juli in Deutschland erschienen. Auch der neue Roman schickt sich an, wieder ein Bestseller zu werden.

Paul Auster wurde 1947 in New York geboren. Nach dem Studium der Anglistik und der vergleichenden Literaturwissenschaft in New York zog es ihn auf See und er fuhr als Matrose auf einem Tanker mit. Anfang der Siebziger Jahre lebte er in Paris. Nach seiner Rückkehr lehrte er an der Columbia Universität in New York und arbeitete als Übersetzer französischer Autoren. Paul Auster ist mit Siri Hustvedt verheiratet und blickt inzwischen auf ein Oeuvre von fünfzehn Romanen zurück.

Die Romane von Paul Auster zeichnen sich durch tiefe Abgründigkeit, drastische Schilderungen und überraschende Wendungen aus. Das neueste Werk verhandelt nicht weniger als einen Pakt mit dem Teufel und eine inzestuöse Liebe. Durch ein Arrangement ist der mittellose Schriftsteller Adam Walker an seinen Geldgeber Rudolf Born gebunden. Aus der Vereinbarung wird eine fatale Bindung auf Lebenszeit. Dazwischen wird die Familiengeschichte Adams erzählt, die die inzestuöse Liaison zu seiner Schwester im Zentrum hat. So begleitet der Roman seine Figuren bis ins hohe Alter und bis zu einem überraschenden Ende.

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Henning Mankell: „Der Chinese“ jetzt als Taschenbuch

Ab dem 1. August ist der Roman „Der Chinese“ von Henning Mankell als Taschenbuch erhältlich. Die festgebundene Ausgabe erschien bereits 2008.

Diesmal führt Henning Mankell seine Leser bis nach China, um ein grässliches Verbrechen in Schweden aufzuklären. Bei einem Massaker wird fast ein komplettes Dorf ausgelöscht. Eine junge Richterin macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach den Tätern, nachdem sie erkennt, dass die Polizei einer falschen Fährte folgt. Ihre Nachforschungen führen sie bis nach China.

Henning Mankell wurde durch seine Romanfigur Kurt Wallander weltberühmt. Im zehnten und letzten Band „Der Feind im Schatten“, der im April dieses Jahres erschien, schickt Mankell seinen eigenwilligen Kommissar in Rente. Der schwedische Autor schreibt mehr als nur Krimis, was vermutlich auch seinen großen Erfolg begründet: In seinen Romanen verbindet Henning Mankell kunstvoll das Genre des klassischen Thrillers mit politischen und gesellschaftlichen Problemstellungen.

Seine besondere Liebe gilt Afrika, das er häufig bereiste und in seinen Büchern verarbeitete. Kürzlich erregte Mankell Aufsehen, weil er sich auf einem Schiff mit Hilfsgütern für Gaza befand, das von israelischem Militär angegriffen und geentert wurde.

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