Die Schriftstellerin Ilse Aichinger feiert am 1. November ihren 90. Geburtstag.

Die österreichische Autorin Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga wurden am 1. November 1921 in Wien geboren. Ihre Eltern ließen sich früh scheiden und die Mädchen verbrachten einen Großteil ihrer Kindheit bei der Großmutter. Während Helga noch in letzter Minute nach England fliehen konnte, blieb Ilse bei ihrer Mutter, einer jüdischen Ärztin und schaffte es, sich und die Mutter vor der Deportation zu bewahren. Sie verbrachten einige Jahre von der Außenwelt isoliert. Viele Verwandte wurden im Konzentrationslager ermordet. Ihr erster Roman „Die größere Hoffnung“, der von Hitlerregime und Krieg handelt, erschien bereits 1948 und begründete ihre schriftstellerische Laufbahn. In ihren Essays, Erzählungen, Hörspielen, Kolumnen und Gedichten machte sie wiederholt auf die Schrecken der Zeit aufmerksam. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Der Roman „Die größere Hoffnung“ ist beim S. Fischer Verlag erschienen und kostet 14 Euro.

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Julia Franck: Rücken an Rücken. Die Preisträgerin des Deutschen Buchhandels legt ihren neuen Roman vor.

Der Roman „Rücken an Rücken“ von Julia Franck ist hauptsächlich im Ostberlin der ausgehenden 1950er Jahre angesiedelt. Die Autorin hat gleich zwei Porträts geschaffen – das der Familie und zugleich das der damaligen Gesellschaft.

Das Geschwisterpaar Thomas und Ella wächst bei der Mutter, einer Bildhauerin auf, der Vater ist früh verstorben. Käthe ist eine verbitterte Frau und vernachlässigt ihre Kinder auf schlimmste Weise. Auch den wiederholten sexuellen Missbrauch an ihrer Tochter will sie nicht mitbekommen haben. Die Geschwister schaffen sich eine Parallelwelt, in der sie für einander da sind. Während sich Ella mit ihren Problemen der Mutter immer weiter annähert, schafft es Thomas, sich stückweise auch von seiner Schwester zu lösen. Zudem verliebt er sich in Marie …

Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften und Philosophie. All ihre Romane sind beim S. Fischer Verlag erschienen. Für „Die Mittagsfrau“ wurde Franck 2007 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Der Roman war ein großer internationaler Erfolg.

Der Roman „Rücken an Rücken“ ist beim S. Fischer Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro.

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Karin Wieland: Dietrich & Riefenstahl – Der Traum von der neuen Frau.

Karin Wieland porträtiert in „Dietrich & Riefenstahl – Der Traum von der neuen Frau“ zwei Frauen, die zur gleichen Zeit populär wurden, deren Karrieren aber sehr unterschiedlich verliefen.

Beide Künstlerinnen begannen ihren künstlerischen Aufstieg im Berlin der 20er-Jahre. Beide wurden in der gleichen Zeit geboren, beide kamen aus Berlin und beide waren Künstlerinnen, die sich erfolgreich zu präsentieren wussten. Sie begegneten auch einander. Doch vor und während der Zeit des Nationalsozialismus trennen sich die Gemeinsamkeiten. In den 1930er Jahren begann Marlene Dietrich ihre internationale Karriere in Hollywood, sie lehnte jede Form von Propaganda für das Nazi-Regime ab. Sie wurde 1939 amerikanische Staatsbürgerin und wurde in Deutschland als Vaterlandsverräterin beschimpft. Marlene Dietrich starb 1992 in Paris. Leni Riefenstahl dagegen machte unter den Nazis Karriere als Schauspielerin, Regisseurin und Fotografin. Sie war fasziniert von der Ästhetik perfekter Körper und der Darstellung von Massenkundgebungen. Sie drehte im Auftrag NSDAP Propagandafilme. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Riefenstahl weiter als Fotografin. Sie starb 2003. Karin Wieland zeigt in ihrer Doppelbiografie, wie die Faszination an den beiden umstrittenen Künstlerinnen bis heute nicht abgerissen ist.

Die Biografie „Dietrich & Riefenstahl. Der Traum von der neuen Frau“ ist im Carl Hanser Verlag erschienen und kostet 27,90 Euro.

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