Christina Viragh erhält den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 in der Kategorie Übersetzung

Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Preis der Leipziger Buchmesse 2012

Die Übersetzerin Christina Viragh wurde am Donnerstag, den 15. März für ihre Übersetzung des Romans „Parallelgeschichten“ des ungarischen Autors Péter Nádas ausgezeichnet. Der Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung ist wie die Preise in der Kategorie Belletristik und Sachbuch/Essayistik mit 15.000 Euro dotiert.

Die Übersetzerin Christina Viragh hat sich über mehrere Jahre mit dem 1728 Seiten starken Opus „Parallelgeschichten“ beschäftigt. Die komplexe vielgelobte Familiengeschichte ist in Ungarn bereits 2005 erschienen. Am Anfang des Romans findet ein junger Mann im Berliner Tiergarten eine Leiche. Es folgt eine spannende und vielschichtige Reise in die Vergangenheit in deren Mittelpunkt die ungarische Familie Demén und ihre Bekannten stehen.

Christina Viragh wurde 1953 in Budapest geboren und wuchs in der Schweiz auf. Sie übersetzte unter anderem Romane von Sándor Márai und Imre Kértesz ins Deutsche.

Der Roman „Parallelgeschichten“ ist bei Rowohlt erschienen und kostet 39,95 Euro.

„Parallelgeschichten“ bei Weltbild.de bestellen

 

Der Preis der Leipziger Buchmesse 2012 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik geht an den Historiker Jörg Baberowski

Preis der Leipziger Buchmesse 2012Am Donnerstag, den 15. März, wurde der Preis der Leipziger Buchmesse vergeben. In der  Kategorie Sachbuch/Essayistik durfte Jörg Baberowski für das Sachbuch „Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt“ den mit 15.00 Euro dotierten Preis entgegen nehmen.

Wer war Josef Stalin? Was hat er aus seinem Land und seiner Bevölkerung gemacht? Was waren seine Motive? Wie konnte er zu dem werden, der er war? Wer waren seine Helfer? Baberowski hat ein vielseitiges Porträt über Stalins Diktatur geschrieben. Auf eindrückliche Weise schildert er, wie Millionen von Menschen auf grausamste Art verfolgt, misshandelt und vernichtet wurden. Die Hinterlassenschaft nach Stalins Tod war eine misstrauische und zutiefst verunsicherte Gesellschaft.

Jörg Baberowski wurde 1961 geboren. Der Historiker ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Berliner Humboldt-Universität und Autor zahlreicher vielgelobter Sachbücher.

Das Sachbuch „Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt“ ist beim C. H. Beck Verlag erschienen und kostet 29,95 Euro.

„Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt“ bei Weltbild.de bestellen

Wolfgang Herrndorf: Sand. Der Roman wurde gestern mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2012 ausgezeichnet

Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Preis der Leipziger Buchmesse 2012

Am gestrigen Donnerstag, 15. März 2012, wurde der Roman „Sand“ von Wolfgang Herrndorf mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Der Preis in der Kategorie Belletristik ist mit 15.00 Euro dotiert.

„Sand“ ist ein einen rasanter Thriller, der an zwei Schauplätzen spielt. In München und in Nordafrika. 1972: Die Olympischen Sommerspiele in München sind im vollen Gang, als Mitglieder des „Schwarzen September“, einer palästinensischen Terrorgruppe, elf israelische Sportler als Geiseln nehmen. Sowohl bei der Geiselnahme durch die Terroristen als auch bei der Befreiungsaktion der deutschen Polizei werden alle Geiseln, fünf Geiselnehmer und ein Polizist getötet. Während dies in München geschieht, kommt es in der Sahara zu einem brutalen Vorfall. Vier Menschen werden in einer Hippie-Kommune ermordet. Und ein schrulliger Kommissar nimmt die Suche nach den Tätern auf … Viele weitere Figuren sorgen dafür, dass aus dem Roman ein spannender und temporeicher Spionagethriller wird.

Der Autor und Illustrator Wolfgang Herrndorf wurde 1965 in Hamburg geboren. Nach seinem preisgekrönten Roman „Tschick“ legt er mit „Sand“ einen von Publikum und Jury hoch gelobten Agententhriller vor.

Der Roman „Sand“ ist bei Rowohlt Berlin erschienen und kostet 19,95 Euro.

„Sand“ von Wolfgang Herrndorf bei Weltbild.de bestellen

 

Wilfried F. Schoeller: Alfred Döblin. Eine Biographie. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012

Schoeller-DöblinWilfried F. Schoeller hat mit „Alfred Döblin. Eine Biographie“ ein spannendes Porträt des Autors und Dichters geschaffen. Das Buch wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik vorgeschlagen.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Germanist Wilfried F. Schoeller mit dem Schriftsteller Alfred Döblin. Mit diesem Werk hat der Literaturkritiker das umfassende und spannende Porträt eines Autors geschaffen, der stets im Schatten anderes großer Autoren des 20. Jahrhunderts geblieben ist. Schoellers Anliegen ist, dies endlich zu ändern. Wer war der großartige Autor von „Berlin Alexanderplatz“? In diesem 912 Seiten starken Buch geht er ausführlich auf die Lebensstationen Döblins ein und lässt dabei viel Raum für Kommentare Döblins zu seinem eigenen Leben. Schritt für Schritt gewährt Schoeller dem Leser Zugang zu unbekannten Seiten des 1878 geborenen jüdischen Autors und Arztes Döblin, der 1957 starb.

Wilfried F. Schoeller wurde 1941 geboren und lebt heute in Berlin und Frankfurt/M. Er war Leiter des Ressorts „Aktuelle Kultur und Musik“ beim Hessischen Rundfunk und arbeitete als Moderator und Literaturkritiker des Formats „Bücher, Bücher“. Seit mehr als zehn Jahren ist er als Honorarprofessor an der Universität Bremen tätig.

„Alfred Döblin. Eine Biographie“ ist beim Carl Hanser Verlag erschienen und kostet 34,90 Euro.

„Alfred Döblin. Eine Biographie“ bei Weltbild.de bestellen

 

Jens Sparschuh: Im Kasten. Der Roman ist nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012

Sparschuh-Im KastenIn dem Roman „Im Kasten“ von Jens Sparschuh ist der Protagonist Hannes Felix erst dann richtig zufrieden und ausglichen, wenn die Welt um ihn herum geordnet ist. Allerdings scheitert der Ordnungsfreak Felix ständig an seinen Ansprüchen und so verzweifelt er langsam an sich und seiner Umgebung, woraufhin seine Frau auch lieber schnell verschwindet – nachdem ihr Mann ihr sogar angeboten hatte, ihren Koffer auch optimal zu packen.

Hannes Felix hat sich in der Idee verheddert, für alle Gebiete seiner Umwelt einen Ordnungsmaßstab zu finden – er ist völlig konfus. Das macht sich langsam auch in seinem Beruf bemerkbar, sodass er entlassen wird. Nach ein paar Jahren ohne Arbeit wittert er die Chance seines Lebens. Bei NOAH, einer Firma für „Neue Optimierte Auslagerungs- und Haushaltsordnungssysteme“ sieht Felix sich als Berater in seinem Traumjob angekommen, aber auch hier zeigt sich, dass Felix Probleme mit der Kommunikation hat und nur an das reine Optimieren und Entledigen von überflüssigen Dingen im Kopf hat.  Sogar eine Fusion mit IKEA schwebt ihm vor. Kann das alles gut gehen?

Der Autor und Philosoph Jens Sparschuh wurde 1955 in Chemnitz (ehem. Karl-Marx-Stadt) geboren. Für seine Essays, Hörspiele und Romane wurde er vielfach ausgezeichnet.

Der Roman „Im Kasten“ ist im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen und kostet 18,99 Euro.

 „Im Kasten“  bei Weltbild.de bestellen

Sherko Fatah: Ein weißes Land. Der Roman ist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 nominiert

Sherko Fatah hat mit seinem Roman „Ein weißes Land“ ein beeindruckendes Zeitzeugnis vorgelegt.

Bagdad in den 1930er Jahren: Anwar, ein junger arabischer Mann entstammt einer einfachen Familie. Er ist voller Bewunderung für die Reichen und deren Leben. Auch er träumt von der Leichtigkeit des Wohlstands. Während des Zweiten Weltkriegs muss er nach Berlin fliehen und was ihn dort 1941 erwartet, lässt ihn sofort in der Realität ankommen. Anwar macht Bekanntschaft mit muslimischen Organisationen der Waffen-SS. Über Umwege kommt er nach Weißrussland und er erlebt auch das brutale Niederschlagen des Warschauer Aufstandes. Dem jungen Mann gelingt es zwar, den Gräueln zu entkommen und in den Irak zurück zu gehen, aber er ist nicht mehr derselbe.

Der vielfach ausgezeichnete Autor Sherko Fatah wurde 1964 geboren. Der Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen verbrachte seine Kindheit und Jugend unter anderem in Ost-Berlin.

Der Roman „Ein weißes Land“ ist beim Luchterhand Literaturverlag erschienen und kostet 21,99 Euro.

„Ein weißes Land“ bei Weltbild.de bestellen

 

Anna Katharina Hahn: Am Schwarzen Berg. Der Roman ist nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012

In dem Roman „Am Schwarzen Berg“ von Anna Katharina Hahn treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Und alles spielt sich am „Schwarzen Berg“ nahe Stuttgart ab. Ein pensionierter Lehrer, Emil Bub, der sich gemeinsam mit seiner Frau in den 1970er Jahren um den Nachbarsohn Peter kümmerte, sieht mit Sorge, dass dieser ohne Familie und in einem völlig desolaten Zustand wieder in sein Elternhaus zieht. Bub prägte die Kindheit und Jugend des Jungen, dessen Eltern sich eine neue Existenz aufbauten. Können die Versuche, Peter wieder zu motivieren gelingen? Wird er seine Familie zurück bekommen? Gemeinsam entwerfen die älteren Paare Konzepte …

Die preisgekrönte Autorin Anna Katharina Hahn wurde 1970 geboren. Ihr letzter Roman „Kürzere Tage“ stand 2009 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis.

Der Roman „Am schwarzen Berg“ ist beim Suhrkamp Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro.

 „Am schwarzen Berg“ bei Weltbild.de bestellen

Thomas von Steinaecker: Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012

Steinaecker-JahrDer Roman „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen“ von Thomas Steinaecker ist für den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Eigentlich sieht die Welt für Renate Meißner ziemlich gut aus. Sie ist innerhalb der Versicherung, für die sie arbeitet, aufgestiegen, hat ein großes Projekt an Land gezogen und wurde an einen neuen Standort geschickt. Bald jedoch erfährt sie, dass gerade in ihrer Abteilung viele Leute entlassen werden sollen. Und sie? Was steckt hinter dem Projekt? Renate macht sich auf den Weg nach Russland, um vor Ort Erkundungen einzuziehen. Die alte Dame, mit der sie zusammen trifft, erinnert sie an ihre eigene Oma. Ein Verwirrspiel beginnt. Was ist Wirklichkeit, was Einbildung?

Der preisgekrönte Autor Thomas von Steinaecker wurde 1977 geboren und lebt in Augsburg.

Der Roman „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen“ ist beim S. Fischer Verlag erschienen und kostet 19,99 Euro.

„Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen“ bei Weltbild.de bestellen