Ralf Husmann: „Vorsicht vor Leuten“

Ralf Husmann, der Autor von Stromberg, hat kürzlich den Roman „Vorsicht vor Leuten“ vorgelegt. Darin beweist Husmann, dass er nicht nur witzige Sprüche texten kann, sondern auch das Potential für einen ganzen Roman hat. Der ehemalige Chefautor und Producer der Harald Schmidt Show war unter anderem für die Sitcom ANKE und Rent a Pocher zuständig. Außerdem steuerte er als Autor von Stromberg und Dr. Psycho die lustigsten und  fiesesten Sprüche bei. Für seinen Wortwitz wurde er bereits mehrfach mit dem Deutschen Comedy-Preis sowie dem Grimme-Preis geehrt.

Der Inhalt des neues Romans laut  Verlag:
„Nett war gestern. Das Leben behandelt Lorenz Brahmkamp nicht gut. Vielleicht als Quittung dafür, dass er es häufig mit der Wahrheit nicht so genau nimmt: Aber Lorenz ist nicht der Typ Sachbearbeiter, der sich das vom Leben gefallen lässt. Seine Frau hat ihn verlassen, also schreibt er ihr Drohgedichte, bei seinen Kollegen ist er unbeliebt und tut alles dafür, dass das so bleibt, sein Körper lässt ihn vermehrt im Stich, aber er wird keinesfalls mit Sport oder gesunder Ernährung gegensteuern. Ausgerechnet jetzt trifft er auf den Selfmade-Millionär Alexander Schönleben. Der Mann ist das genaue Gegenteil von Lorenz: erfolgreich, fit, beliebt und sexuell voll ausgelastet. Weil Glück verdächtig ist, vermutet Lorenz automatisch, dass irgendwas mit diesem Schönleben nicht stimmt, und plötzlich steht der renitente Sachbearbeiter aus Osthofen vor einer Entscheidung, die sein Leben völlig auf den Kopf stellen kann…“

Das Buch ist bei Scherz schienen und kostet 16,95 Euro.

„Vorsicht vor Leuten“ bei Weltbild.de bestellen

Christa Wolf liest aus „Stadt der Engel“ – Alle Termine!

Christa Wolf liest im Oktober in vier deutschen Städten aus ihrem neuen Buch „Stadt der Engel – The Overcoat of Dr. Freud“, das im Juni 2010 bei Suhrkamp erschienen ist.

Die Termine:

14.10. Berlin – Literarisches Colloquium – 20 Uhr

23.10. Lübeck – Musikhochschule – Großer Saal – 20 Uhr

27.10. Leipzig – Literaturhaus im Haus des Buches – 20 Uhr

14.11. Potsdam – Nikolaisaal – 19 Uhr

18.11. Berlin – Alte Pfarrkirche Pankow – 20 Uhr

23.11. Berlin – Berliner Ensemble – 20 Uhr

Der Verlag schreibt über den Inhalt:
„Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlass einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde.“

Auszug aus der Rezension von Oliver Pfohlmann, Der Tagesspiegel:
„So erfrischend selbstironisch wie in Stadt der Engel war Christa Wolf wohl noch nie. Stadt der Engel, der lang erwartete neue Roman der 81-jährigen Ost-Berliner Autorin, ist vieles: ein Buch der Erinnerung und des Abschieds. Eine waghalsige, in zehnjähriger Schreibarbeit entstandene, atemberaubende Selbstbefragung, ja Lebensbeichte. So ungeschützt präsentierte sich Christa Wolf noch nie. ›Jede Zeile, die ich jetzt noch schreibe, wird gegen mich verwendet werden.‹“

Das Buch ist bei Suhrkamp erschienen und kostet 24,80 Euro.

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Erich Hackl: „Familie Salzmann“. Familiengeschichte über drei Generationen

Erich Hackl ist Schriftsteller und Übersetzer, er lebt in Wien und in Madrid. In seinem neuen Buch „Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte“ beschreibt er drei Schicksale: Großvater, Sohn und Enkelsohn. Alle drei sind vom politischen Terror des 20. Jahrhunderts betroffen. Hugo Salzmann senior flieht vor den Nazis nach Paris, wird gefasst und ins Gefängnis gesperrt, seine Frau wird im KZ Ravensbrück ermordet. Im Nachkriegsdeutschland fast er nur schwer wieder Fuß.

Sein Sohn Hugo, seines Zeichens Kommunist, versucht in der DDR sein Glück, wird aber dort nur ausgegrenzt, so dass er wieder nach Österreich zurückkehrt. Der Enkel Hanno verliert seine Arbeit, nachdem er aufgrund der Familien-Vergangenheit gemobbt wird. Die Folgen der Katastrophe des 2o. Jahrhunderts prägen die drei Lebensläufe und führen zum Zerwürfnis zwischen den Generationen.

Der Verlag über „Familie Salzmann“: „Eine Familiengeschichte über drei Generationen über 100 Jahre und unsere Gegenwart. Sie beschreibt Ungerechtigkeit und Not, aber auch Treue, Freundschaft und die Hoffnung auf Glück.“

Das Buch ist bei Diogenes erschienen und kostet 19,90 Euro.

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Judith Zander: „Dinge, die wir heute sagten“ Ein Nicht-Heimatroman

Judith Zander wurde für Ihren neuen Roman „Dinge, die wir heute sagten“ bereits vielfach geehrt. Bei den 34. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt erhielt sie für ihren Auszug aus ‚Dinge, die wir heute sagten‘ den 3sat-Preis 2010. Die Autorin ist nominiert für den Klaus-Michael Kühne-Preis 2010 und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2010. Zudem wurde der Roman auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2010 sowie auf die Shortlist des ZDF-Aspekte-Literaturpreises aufgenommen, der heute auf der Frankfurter Buchmesse verliehen wird.

Der Inhalt (dtv): „Bresekow, ein Dorf in Vorpommern. Als die alte Frau Hanske stirbt, kommt ihre Tochter Ingrid mit ihrer Familie aus Irland zur Beerdigung. Ingrid hatte Bresekow vor vielen Jahren fluchtartig verlassen. Der Besuch verändert vieles im Dorf, wirft gerade für die Familien Ploetz und Wachlowski alte und neue Fragen auf. Die Dorfbewohner beginnen zu sprechen, über ihr derzeitiges Leben und ihre Verstrickungen von damals. Bresekow war immer eine kleine Welt, eng, abgelegen und heute zudem vom Verfall bedroht.

Judith Zander lässt drei Generationen zu Wort kommen. Sie erzählt mit ungeheurer Sprachkraft von einem verschwiegenen Ort im Nordosten Deutschlands, von Provinz und Alltag, von Freundschaft und Verrat, vom Leben selbst.“

Das Buch ist  bei dtv premium erschienen und kostet 16,90 Euro.

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Martin Mosebach: Was davor geschah

Martin Mosebach hat mit seinem Roman „Was davor geschah“ ein Portrait des Frankfurter Bürgertums abgegeben. Der Erzähler, ein Bankbeamter Mitte Dreißig, gelangt nach seinem Zuzug nach Frankfurt in bessere Kreise. Er bewegt sich in dem Zirkel der Familie Hopsten, der aus den Reichen und Schönen im Taunus besteht. Martin Mosebach ist ein Autor, der detailreich und mit großer sprachlicher Finesse die Oberflächen der Gesellschaft abtastet.

Die FAZ schreibt in ihrer Online-Ausgabe: „Man muss nur einmal lesen, wie Mosebach den Kakadu beschreibt, der sein Dasein bei den Hopstens fristet. Dieser späte Abkömmling des Falken aus der Novellentheorie des neunzehnten Jahrhunderts war eine Empfehlung Helga Stolziers, gedacht als Accessoire und schmückender Einrichtungsgegenstand. Als der Erzähler das charaktervolle Tier zum ersten Mal wahrnimmt, bietet sich ihm ein Schauspiel, das sich in wenige Worten fassen ließe: Der Vogel schien den Besucher zu betrachten, plusterte sich ein wenig auf und begann dann, genüsslich und mit Sorgfalt sein Gefieder zu putzen. Bei Mosebach erstreckt sich die Szene über vier Seiten. Sie gehören zum Besten, was man derzeit in deutscher Sprache lesen kann.“ (Hubert Spiegel)

Das Buch ist im Hanser Verlag erschienen und kostet 21,90 Euro.

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Der Deutsche Buchpreis 2010 geht an Melinda Nadj Abonji

Gestern Abend wurde in Frankfurt der Deutsche Buchpreis 2010 verliehen. Die Auszeichnung erhielt die Autorin Melinda Nadj Abonji für ihr Buch „Tauben fliegen auf“. Die 42-Jährige stammt aus der serbischen Provinz Vojvodina, wo sie der ungarischen Minderheit angehörte. Mit fünf Jahren kam sie in die Schweiz. Sie selbst bezeichnete sich bei der Preisverleihung als „ungarische Serbin, die in der Schweiz lebt“. In ihrem dritten Roman „Tauben fliegen auf“ erzählt sie die Geschichte der serbischen Familie Kocsis. Melinda Nadj Abonji beschreibt das Leben der ungarischen Minderheit im Norden Serbiens, schildert die Integrationsprobleme in der Schweiz und spannt den Bogen zum Jugoslawien-Konflikt.

Die siebenköpfige Jury schrieb in ihrer Begründung:

„Melinda Nadj Abonji erzählt … mit einer eigenen und äußerst lebendigen Stimme, zunächst noch mit dem Blick des Kindes auf die Welt, dem alles neu ist und sich doch von selbst versteht, dann der jungen Frau, die allmählich die Brüche in und zwischen diesen sehr verschiedenen Welten wahrnimmt, immer aber mit einer großen Empathie und Humanität. Was als scheinbar unbeschwerte Balkan-Komödie beginnt, wenn die Familie mit einem klapprigen braunen Chevrolet die sommerliche Reise in die alte Heimat antritt – darauf fallen bald die Schatten der Geschichte und der sich anbahnenden jugoslawischen Kriege. So gibt das Buch ‚Tauben fliegen auf“ das vertiefte Bild eines gegenwärtigen Europa im Aufbruch, das mit seiner Vergangenheit noch lang nicht abgeschlossen hat.“

Das Buch ist im Jung und Jung Verlag erschienen und kostet 22 Euro.

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Ian McEwan: „Solar“ – Der Mensch als Faktor der Klimarechnung

Der neue Roman von Ian McEwan „Solar“ ist eine Klimawandel-Satire. Die irrwitzige Hauptfigur, der Physiker Michael Beard, will mithilfe neuester Photovoltaik-Technologie die Erderwärmung bekämpfen. Dabei geht es aber nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energie.

Englischen Literaturkritikern zufolge ist der neueste Roman von Ian McEwan sein bislang witzigster. Dennoch hat sich der Autor für seinen Roman tief in die Klimawandel-Thematik eingearbeitet und sogar in Deutschland ausführliche Recherchen getätigt. Bei Hans Joachim Schellnhuber, dem Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, bedankte sich McEwan ausdrücklich für die fachliche Beratung. Bei aller Satire sind also die Fakten wasserdicht und realitätsnah.

Der Verlag schreibt: „Ian McEwans Roman ist eine ebenso gnadenlose wie vielschichtige Abrechnung mit der Politik, dem Wissenschaftsbetrieb – und einer Sorte Mann. Ein Buch, das den Faktor Mensch auf literarisch neue Art und Weise in die Klimarechnung einführt.“

Das Buch ist bei Diogenes erschienen und kostet 21,90 Euro.

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Ian McEwan auf Lesereise – Die Termine in Deutschland

München
13. Oktober 2010, 20.00 Uhr
Audimax TU München
Arcisstraße 21
80333 München

Berlin
14. Oktober 2010, 20.00 Uhr
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Haruki Murakami: „IQ84“ – Rätselhaft erfolgreich

Haruki Murakami ist einer der international erfolgreichsten Autoren Japans. Soeben ist sein Buch „IQ84“ erschienen. Auf mehr als 1000 Seiten geht es um verlorene Seelen in der modernen Welt auf der Suche nach Liebe. Dass man bis zum Schluss das Gefühl hat, das Buch zwar gelesen, aber keineswegs verstanden zu haben, tut seinem Erfolg keinen Abbruch. Bereits mehr als eine halbe Million Mal hat sich der Roman bereits verkauft. Haruki Murakami hat mit seinen bisherigen Werken eine große Fangemeinde um sich geschart, die ihm seine Rätselhaftigkeit gerne verzeiht bzw. ihn genau dafür liebt.

Der Dumont Buchverlag fasst den Inhalt so zusammen: 1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.

Das Buch ist beim Dumont Buchverlag erschienen und kostet 32 Euro.

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Bret Easton Ellis: Imperial Bedrooms

Bret Easton Ellis hat  25 Jahre nach „Unter Null“ die Fortsetzung vorgelegt: „Imperial Bedrooms“. Die Hedonisten der Achtziger sind in dem neuen Roman über 40 und verheiratet. Hauptfigur Clay war früher ein verwöhnter Student, nun kehrt er als erfolgreicher Drehbuchautor in die Heimatstadt Los Angeles zurück. Nicht alle sind über seine Rückkehr erfreut, aus den besten Freunden sind nun ärgste Feinde geworden.

Bret Easton Ellis, geboren 1964 in Los Angeles gilt als einer der kontroversesten, aber auch sprachgewaltigsten jungen Autoren seiner Generation. Als Student schrieb er seinen Debütroman „Unter Null“, einen schonungslosen Zustandsbericht über das dekadente aber orientierungslose Leben der Yuppies in den 80ern, der 1996 erfolgreich verfilmt wurde. Mit „American Psycho“ avancierte er zu einem der wichtigsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in Los Angeles und New York City.

Das Buch ist bei Kiepenheuer &Witsch erschienen und kostet 18,95 Euro.

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Frédéric Beigbeder: Ein französischer Roman

Frédéric Beigbeder ist mit dem Roman „39,90“ in den Olymp der internationalen Bestsellerautoren aufgestiegen. Seine Abrechnung mit der Werbebranche traf exakt den Geist der Zeit und erntete hervorragende Kritiken. Das enfant terrible des französischen Literaturbetriebs hat jetzt einen neuen Roman herausgebracht, der vor kurzem auf Deutsch erschienen ist.“Ein französischer Roman“ ist eine sehr persönliche Geschichte, aber auch ein Sittenbild Frankreichs in den letzten 50 Jahren.

Über den Inhalt des Buches schreibt der Verlag:

„Als Frédéric Beigbeder vor etwa zwei Jahren auf offener Straße beim Koksen erwischt wurde, war das für die gesamte Pariser Kulturszene ein gefundenes Fressen. Für ihn selbst entwickelten sich die darauf folgenden 48 Stunden U-Haft zum Anlass, sein Leben einer Generalinspektion zu unterziehen. Beigbeder versucht, zunächst vergeblich, sich an seine Kindheit zu erinnern. Erst, als er auch die Geschichte seiner Großeltern und Eltern ausleuchtet, formieren sich in seinem Kopf allmählich wieder Bilder. Entstanden ist auf diese Weise ein kluges, nachdenkliches Buch, das in seiner Beschreibung der Umbrüche und Entwicklungen der letzten 50 Jahre, der gesellschaftspolitischen Revolution, die unsere Generation definiert hat, weit über eine private Geschichte hinausreicht.“

Das Buch ist bei Piper Belletrisik erschienen und kostet 19,95 Euro.

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