Jonathan Franzen „Freiheit“: Bewahrt den Pappelwaldsänger!

Spätestens seit seinem Weltbestseller „The Corrections“, für den er auch den „National Book Award“ erhielt, gilt der 1959 geborene Schriftsteller Jonathan Franzen als einer der wichtigsten Autoren des 21. Jahrhunderts. In seinen Romanen geht es meist vor allem um den Untergang von Familien. Und obwohl schwierige und vielschichtige Familienbeziehungen in Franzens Büchern eine zentrale Rolle haben, lässt der Autor auch andere Themen nicht zu kurz kommen.

In seinem neuen Roman „Freiheit“, der seit heute in den Läden liegt, geht es um eine anfangs scheinbar perfekte Familie aus St. Paul. Die Vorzeigeeltern Patty und Walter Berglund wohnen in einer hübschen, selbst renovierten Villa und  sind die idealen Nachbarn, verhalten sich nie merkwürdig und fallen auch sonst niemandem negativ auf. Diese Fassade halten sie solange aufrecht, bis eines Tages ihr halbwüchsiger Sohn seine Sachen packt und zu den Nachbarn zieht. Ab diesem Zeitpunkt stellt sich die Welt der Berglunds auf den Kopf. Petty fängt an, sonderbar zu werden und ihr Mann steht ihr in puncto Eigenartigkeit in nichts nach, als er einen zweifelhaften Vertrag mit der Kohleindustrie schließt, um eine Vogelart zu retten…

Viele Leser sind auf Franzens neuestes Werk gespannt. Mit dem Roman „Freiheit“ ist eine enorme Erwartungshaltung verknüpft. Man wird sehen, ob Franzen an seine großen Erfolge anknüpfen kann.

Ildikó von Kürthy „Endlich“ – Alles auf Anfang

Am 3. September erscheint der siebte Roman der Autorin Ildikó von Kürthy. Nach bereits sechs veröffentlichen Büchern, die allesamt die deutschen Bestsellerlisten anführten und bisher in rund 30 Sprachen übersetzt wurden, gilt die Hamburgerin als momentan erfolgreichste deutsche Schriftstellerin. Sie arbeitet nebenbei außerdem noch als Journalistin für verschiedene Magazine, zum Beispiel für die „Brigitte“. Es gibt bereits eine Verfilmung zu einem ihrer Bücher, „Mondscheintarif“, drei weitere sind in Arbeit.

In „Endlich!“ geht es um eine Frau, die sich mit einem unvermeidbaren Problem konfrontiert sieht: ihrem 40. Geburtstag. Als ob das nicht genug wäre, muss sie auch noch erkennen, dass ihr Mann sie betrügt und 40 Jahre Leben nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind. Kurz entschlossen macht sie sich an die Lösung ihrer Probleme. Sie observiert ihren Mann, bestellt einen Personaltrainer und lässt sich von ihrer besten Freundin zu einer Diva umerziehen, um sich ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen. Endlich schafft sie es, erste Erfolge zu erzielen. Sie bewältigt hundert Liegestütze, schläft mit einem fremden Mann und beinahe gelingt es ihr, wieder zufrieden zu sein. Schließlich erfüllt sich der Traum ihres Lebens…

Ken Follett: Sturz der Titanen

Der neue Roman von Ken Follett „Sturz der Titanen“ erscheint am 28. September. Er erzählt die Geschichte dreier Familien am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie zerreißt durch die großen politischen Umwälzungen. Die zweite Familie kämpft in England mit den radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch den Aufstand der Arbeiter verursacht werden. Und zu guter Letzt erzählt Ken Follett die Geschichte zweier Brüder aus Russland, deren Wege sich durch den Lauf der Geschichte trennen. Der eine schließt sich russischen Revolutionären an, während der andere im Ausland sein Glück versucht. Die Schicksale der untereinander vollkommen fremden Familien verflechten sich, während alte Mächte untergehen und der Erste Weltkrieg die ganze Welt erschüttert.

Der britische Schriftsteller Ken Follett ist 1949 in Wales geboren. Follett schreibt im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie. Bekannt wurde er durch seinen Thriller „Die Nadel“. Das Buch wurde in 30 verschiedene Sprachen übersetzt und 12 Millionen mal verkauft.

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Philippe Besson – Ein Abschied: Perfekte Urlaubslektüre

Philippe Besson hat mit „Ein Abschied“ einen Roman geschrieben, der sich wunderbar als Strandschmöker eignet.

Die Journalistin Louise, um die Vierzig und betucht, flüchtet vor ihrem Liebeskummer nach Havanna. Ihr Gefährte Clément ist zu seiner früheren Freundin zurückgekehrt, und Louise versucht auf ihrer Reise, in Briefen an den Geliebten Abschied zu nehmen. Von Havanna geht es nach New York und schließlich nach Venedig. Louise schreibt sich den Kummer von der Seele, schwelgt in gemeinsamen Erinnerungen und kreist in ihren Briefen um den Schmerz der Verlassenen. Nach und nach kann sie Abstand nehmen, und am Ende zeichnet sich sogar eine neue Zukunftsperspektive ab.

Philippe Besson, gelernter Jurist, veröffentlicht fast jährlich einen neuen Roman. In Frankreich sind seine Bücher Bestseller, der Roman „Sein Bruder“ wurde bereits verfilmt.

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Ricarda Junge: Die komische Frau

Am 16. Juli 2010 ist der neue Roman von Ricarda Junge „Die komische Frau“ bei S. Fischer erschienen.

Ricarda Junge erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die von Hamburg nach Berlin in einen der Prachtbauten der DDR in der Nähe der Karl-Marx-Allee zieht. Die Eltern Lena und Leander amüsieren sich zunächst über die alteingesessenen Nachbarn, in denen sich die früheren Zustände des sozialistischen Regimes konserviert haben. Doch als sich das Paar trennt und Leander auszieht, erwachen die Geister der Vergangenheit. Söhnchen Adrian sieht immer wieder eine „komische Frau“ in der Wohnung, und Lena wundert sich über seltsame Dinge, die ihr plötzlich passieren: Hat sie wirklich das Fenster nicht geschlossen, vergessen die Kaffeemaschine auszustellen und den Schlüssel stecken lassen? Lena ist sich ihrer selbst nicht mehr sicher. Phantasie und Realität verschwimmen, Angst breitet sich aus. Die rätselhaften Ereignisse verknüpfen sich immer mehr mit der Geschichte des Hauses, in dem sich zu DDR-Zeiten schlimme Stasi-Spitzeleien abgespielt haben.

„Angst, Angst, Angst – das ist das zentrale Wort, um das sich der beeindruckende Roman dreht.“ schreibt die SZ über „Die komische Frau“. Und weiter: „Durch den Angstfilter ist der Blick auf die Welt ein verzerrter – eine Perspektive, deren Darstellung Ricarda Junge nach ihrem vorangegangenen Roman „Eine schöne Geschichte“ nun noch einmal verfeinert und radikalisiert hat.“

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Honoré de Balzac – 160. Todestag

Honoré de Balzac starb am 18. August 1850 in Paris. Der Schriftsteller zählt zu den berühmtesten Autoren Frankreichs und wird in der Literaturwissenschaft als Realist neben Stendhal und Flaubert eingeordnet. „Le Père Goriot“ von 1834 ist einer seiner erfolgreichsten Romane und wird heute noch gelesen. Sein Lebenswerk ist ein unvollendeter Romanzyklus „La Comédie Humaine“, der als Sittengemälde der Gesellschaft seiner Zeit angelegt war.  Von geplanten 137 Erzählungen konnte Honoré de Balzac 91 fertig stellen. Dafür arbeitete er Tag und Nacht. Legendär war dabei sein exzessiver Kaffeekonsum. Der französische Autor galt als Lebemann, der einen teuren Lebensstil bevorzugte. Diesen konnte bisweilen nur aufrecht erhalten, indem er zahlungskräftige Damen der besseren Gesellschaft dazu brachte, ihn finanziell zu unterstützen. Honoré de Balzac hielt sich bis zum Jahre 1834 verschiedene Geliebte, bis er mit der polnischen Gräfin Evelina Hanska eine Gefährtin für die letzten Lebensjahre fand.

Paul Auster: „Unsichtbar“

Paul Auster gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen amerikanischen Erzählern. Sein letztes Buch „Unsichtbar“ ist am 16. Juli in Deutschland erschienen. Auch der neue Roman schickt sich an, wieder ein Bestseller zu werden.

Paul Auster wurde 1947 in New York geboren. Nach dem Studium der Anglistik und der vergleichenden Literaturwissenschaft in New York zog es ihn auf See und er fuhr als Matrose auf einem Tanker mit. Anfang der Siebziger Jahre lebte er in Paris. Nach seiner Rückkehr lehrte er an der Columbia Universität in New York und arbeitete als Übersetzer französischer Autoren. Paul Auster ist mit Siri Hustvedt verheiratet und blickt inzwischen auf ein Oeuvre von fünfzehn Romanen zurück.

Die Romane von Paul Auster zeichnen sich durch tiefe Abgründigkeit, drastische Schilderungen und überraschende Wendungen aus. Das neueste Werk verhandelt nicht weniger als einen Pakt mit dem Teufel und eine inzestuöse Liebe. Durch ein Arrangement ist der mittellose Schriftsteller Adam Walker an seinen Geldgeber Rudolf Born gebunden. Aus der Vereinbarung wird eine fatale Bindung auf Lebenszeit. Dazwischen wird die Familiengeschichte Adams erzählt, die die inzestuöse Liaison zu seiner Schwester im Zentrum hat. So begleitet der Roman seine Figuren bis ins hohe Alter und bis zu einem überraschenden Ende.

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Cecelia Ahern – Junge Vielschreiberin aus Irland

Cecelia Ahern - junge Vielschreiberin aus Irland
Cecelia Ahern – junge Vielschreiberin aus Irland, 2008 Foto: Mella Travers

Cecelia Ahern kann mit ihren 29 Jahren bereits auf eine beträchtliche Anzahl von Bestseller-Romanen zurückblicken. Die Schriftstellerin ist die Tochter des ehemaligen irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern.

Bereits ihr Erstling „P.S. Ich liebe dich“ verschaffte ihr den internationalen Durchbruch. Der Roman wurde 2007 mit Hilary Swank und Gerard Butler sehr erfolgreich verfilmt. Danach jagte ein Schmöker den anderen. Die Vielschreiberin Cecelia Ahern veröffentlichte die Titel „Für immer vielleicht“, „Zwischen Himmel und Liebe“, „Vermiss mein nicht“, „Ich hab dich im Gefühl“, „Zeit deines Lebens“. Der letzte Roman „Ich schreib dir morgen wieder“ kam im Mai diesen Jahres heraus. Cecelia Ahern ist verheiratet und Mutter einer Tochter. Sie verfügt inzwischen über eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt, die aus Frauen jeden Alters besteht. Neben Romanen schreibt Cecelia Ahern Drehbücher und Theaterstücke und konzipiert TV-Serien.

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Anna Gavalda – Alles Glück kommt nie

Anna Gavalda wurde im Jahr 1970 geboren. Die Autorin ist gerade mit ihrem letzten Roman „Alles Glück kommt nie“ überall in den Bestsellerlisten vertreten. Die sympathische Französin hat eine Karriere wie aus dem Bilderbuch hingelegt. Mit ihrem ersten Erzählband „Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet“ wird die Mutter von zwei Kindern über Nacht berühmt.

Zuvor hat sie in Paris Literatur studiert und dann als Lehrerin gearbeitet. Sie schreibt Kurzgeschichten und sucht lange nach einem Verlag, doch niemand will sie drucken. Bis ein kleiner Pariser Verlag im Jahr 1999 ihren ersten Band mit Kurzgeschichten herausbringt. Ab da geht die Erfolgskurve steil nach oben. Mit der Verfilmung von „Zusammen ist man weniger allein“ wird sie international bekannt, der Kinofilm mit Audrey Tautou ist ein großer Erfolg.

Bis heute konnte Anna Gavalda allein in Frankreich 5 Millionen Bücher verkaufen. Sie lebt in der Nähe von Paris zusammen mit ihren zwei Kindern in einem Häuschen mit Garten.

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