Alles von Georges Simenon – endlich auf Deutsch

Der Verlag Hoffmann und Campe und der neue Schweizer Kampa Verlag hatten angekündigt, ab Herbst 2018 zusammen „die erste deutschsprachige Gesamtausgabe des erzählerischen Werks“ von Georges Simenon herauszugeben. Nun ist es soweit.

Der belgische Schriftsteller war ja überaus produktiv. Allein 75 Krimis um den Kult-Kommissar Maigret hatte er geschrieben. Dazu 117 weitere Romane und über 150 Erzählungen. Und vieles mehr. Nun sollen ab Herbst 2018 pro Halbjahr fünf bis sechs der großen Romane von Georges Simenon (1903 – 1989) bei Hoffmann und Campe und Kampa als Hardcover erscheinen. Bei Kampa gibt es außerdem die Maigret-Krimis als Hardcover und bei DAV als Hörbücher ebenfalls ab Herbst 2018 (Abschluss im Herbst 2022), danach bei Atlantik als Taschenbücher ab Herbst 2019. Alles von Georges Simenon – endlich auf Deutsch weiterlesen

Hera Lind: Die Vielseitige

Hera Lind
Hera Lind
© Regina Hügli

Hera Lind  – Die erste Karriere: Sängerin 

Hera Lind (Herlind Wartenberg) wurde am 2. November 1957 in Bielefeld geboren und lebt seit vielen Jahren in Salzburg. Sie ist zum zweiten Mal verheiratet und hat vier Kinder. Lind studierte Germanistik und Evangelische Theologie auf Lehramt in Köln und absolvierte parallel eine Ausbildung zur Konzertsängerin. Genau wie bei ihrer Mutter, einer Musikpädagogin, erwachte in Lind früh die Liebe zur Musik. Nach der Ausbildung, die sie mit Auszeichnung abschloss, war Lind als festes Mitglied des Rundfunkchors und als Solosängerin des WDR auf zahlreichen Tourneen weltweit unterwegs.

Die zweite Karriere: Bestsellerautorin

1988 und 1989 waren in zweierlei Hinsicht eine spannende Zeit für Lind. Zum einen erwartete sie die Geburt ihres ersten Kindes und zugleich begann sie, ihren ersten Roman zu schreiben. Mit „Ein Mann für jede Tonart“ begründete sie ihren Erfolg als Bestsellerautorin. Der Roman, der damals beim S. Fischer Verlag erschien, erreichte eine Auflage von 2.000.000 Exemplaren. Auch der gleichnamige Kinofilm (Regie Peter Timm, 1992) mit deutschen Filmgrößen wie Gudrun Landgrebe, Katja Riemann, Henry Hübchen und Uwe Ochsenknecht war ein Kassenschlager. Auch ihre folgenden Romane waren für bekannte Produzenten, Regisseure und Schauspieler von großem Interesse.

Kurze Zeit später, 1990, verfasste Lind während ihrer zweiten Schwangerschaft, den Folgeband von „Ein Mann für jede Tonart“, mit dem Titel „Frau zu sein bedarf es wenig“. Wieder gelang Lind ein Bestseller, wieder traf sie mit ihren Themen den Geschmack ihrer Leser und auch dieser Roman wurde verfilmt – für das Fernsehen.

„Das Superweib“

Mit ihrem dritten Roman „Das Superweib“ gelang Lind 1994 der Megaerfolg – auch im Kino. Sönke Wortmann führte Regie bei der Beziehungsgeschichte, in der die Crème de la Crème des deutschen Filmes mitspielte, wie zum Beispiel Veronika Ferres in der Rolle des Superweibs, Heiner Lauterbach, Til Schweiger, Joachim Król und Liselotte Pulver. Der Film wurde von Bernd Eichinger produziert. Worum geht es in dem Roman? Franziska hat genug von ihrer Ehe. Ihr Mann Will, ein erfolgreicher Filmregisseur ist sowieso nur unterwegs und lässt sie mit den Kindern allein. Dass er sie mit attraktiven Schauspielerinnen betrügt, ist ihr seit langem klar. Aus einem Missverständnis heraus wird die Scheidung der beiden eingeleitet. Franziska beginnt ihre Geschichte unter dem Pseudonym Franka Zis aufzuschreiben. Der Roman entwickelt sich zu einem Bestseller, der sie nur noch in weitere Probleme stürzt. Sie erfährt, dass ausgerechnet Will die Regie übernehmen wird!

Hera Lind: Eine Autorin für Leser und Zuschauer

Der Name Lind steht für Erfolg bei Lesern und Zuschauern gleichermaßen. Wenn ihre Romane noch nicht verfilmt wurden, so sicherten sich namhafte Produzenten schon einmal die Rechte. Auch mit der Musik hörte Lind nicht auf. 1997 nahm sie mit Marion Schoeller und mit Musikern des Hamburger Rundfunk-Symphonie-Orchesters eine Klassik-CD auf. Drei Jahre später folgte die von Hera Lind selbst zusammengestellte CD „Du wirst nie eine Dame „.

Hera Lind moderierte zwei Jahre lang die beliebte ZDF-Sendung „Hera Lind und Leute“ und ein Jahr lang die ARD-Verkupplungsshow „Herzblatt“.

Weitere Romane der Autorin:

Dass Hera Lind eine sehr vielseitige Autorin ist, hat sie ihren zahlreichen Romanen bewiesen. Sie beherrscht die Kunst der hohen Unterhaltung, ebenso wie das Krimigenre und das Schreiben von Tatsachenromanen. Die Romane sind bei S. Fischer, Ullstein oder beim Diana Verlag erschienen.

„Die Zauberfrau“, „Das Weibernest“, „Der gemietete Mann“, „Mord an Bord“, „Hochglanzweiber“, „Der doppelte Lothar“, „Karlas Umweg“, „Die Champagner-Diät“, „Schleuderprogramm“, „Herzgesteuert“, „Die Erfolgsmasche“, „Männer sind wie Schuhe“, „Der Mann, der wirklich liebte“, „Himmel und Hölle“, „Wenn nur dein Lächeln bleibt“, „Gefangen in Afrika“ und zuletzt „Verwechseljahre“.

Kinderbücher:

„Der Tag, an dem ich Papa war“ (1997) und „Greta will’s wissen“ (2006).

Am 9. Dezember 2013 erscheint „Drachenkinder. Roman nach einer wahren Geschichte“ von Hera Lind. In dem afghanischen Dorf Katachel trifft Sybille Schnehage auf den traumatisierten und verletzen Jungen Dadgul und beschließt, ihn mit nach Deutschland zu nehmen und ihn hier behandeln zu lassen. Gemeinsam fahren die beiden Jahre später nach Katachel, um beim Wiederaufbau zu helfen. Dort entwickeln sich die Dinge aber ganz anders als gedacht und Sybille Schnehage steht einem großen Widersacher gegenüber: Dagdul.

Romanauswahl der Autorin Hera Lind bei weltbild.de

Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2012 steht fest

Logo Deutscher Buchpreis 2012Die Auswahl für die Longlist des Deutschen Buchpreises steht fest. 20 Romane wurden von einer fachkundigen Jury ermittelt. Alle Titel sind bei Weltbild.de erhältlich.

Die Preisverleihung ist die Auftaktveranstaltung zur Frankfurter Buchmesse. Dieses Jahr wird der Deutsche Buchpreis am Montag, den 8. Oktober 2012 im Kaisersaal des Frankfurter Römers verliehen.

Am 12. September 2012 wird die Shortlist für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht, die dann nur noch aus sechs Titeln besteht. Und dann bleibt es spannend, denn die Preisträger werden erst am 8. Oktober bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Der Deutsche Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Die fünf Autoren, die ebenfalls in der engeren Auswahl standen, erhalten jeweils 2.500 Euro.

Die Nominerungen 2012:

1. Bernd Cailloux: Gutgeschriebene Verluste (Suhrkamp Verlag/21, 95 Euro)

2. ErnstAugustin: Robinsons blaues Haus (Verlag C. H. Beck/19,95 Euro)

3. Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend (Knaus Verlag/19,99 Euro)

4. Rainald Goetz: Johann Holtrop (Suhrkamp Verlag/19,95), lieferbar ab September

5. Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte (Wagenbach Verlag/16,90 Euro)

6. Wolfgang Herrndorf: Sand (Rowohlt Berlin/19,95 Euro)

7. Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (Carl Hanser Verlag/18,90 Euro)

8. Bodo Kirchhoff: Die Liebe in groben Zügen (Frankfurter Verlagsanstalt/28 Euro)

9. Dea Loher: Bugatti taucht auf (Wallstein Verlag/19,90 Euro)

10. Germán Kratochwil: Scherbengericht (Picus Verlag/22,90 Euro)

11. Angelika Meier: Heimlich, heimlich mich vergiss (Diaphanes Verlag/22,90 Euro)

12. Ursula Krechel: Landgericht (Verlag Jung und Jung/22,90 Euro)

13. Christoph Peters: Wir in Kahlenbeck (Luchterhand Verlag/22,99 Euro)

14. Sten Nadolny: Weitlings Sommerfrische (Piper Verlag/16,99 Euro)

15. Patrick Roth: Sunrise (Wallstein Verlag/24,90 Euro)

16. Michael Roes: die Laute (Matthes & Seitz  Verlag/22,90 Euro)

17. Clemens J. Setz: Indigo (Suhrkamp Verlag/22,95 Euro), lieferbar ab September

18. Frank Schulz: Onno Viets und der Irre vom Kiez (Galiani Berlin/19,99 Euro)

19. Stephan Thome: Fliehkräfte (Suhrkamp Verlag/22,95), lieferbar ab 8. September

20. Ulf Erdmann Ziegler: Nichts Weißes (Suhrkamp Verlag/19,95 Euro)

2012: Das Charles-Dickens-Jahr hat begonnen. Am 7.02.1812 wurde der weltberühmte britische Autor geboren.

Mit vielen Veröffentlichungen, Neuauflagen, Ausstellungen und vielen weiteren Aktionen hat weltweit das Charles-Dickens-Jahr begonnen.

Der Dichter wurde am 7. Februar 1812 geboren und starb 1870. Seine Romanfiguren Oliver Twist und David Copperfield machten ihn berühmt. Schon als Kind war Dickens für seine Familie verantwortlich, nachdem sein Vater eine Gefängnisstrafe verbüßen musste. Er war gezwungen, deshalb seine Schullaufbahn zu unterbrechen und konnte sie erst nach der Entlassung des Vaters wieder aufnehmen. Dickens begann bei einem Anwalt als Schreiber zu arbeiten, später war er als Journalist tätig. Bereits zu Lebzeiten feierte er vor allem in England und in den USA große Erfolge mit seinen gesellschaftskritischen Romanen. Am 9. Juni 1870 starb Charles Dickens an den Folgen eines Schlaganfalls.

Der Roman „Nikolas Nickleby“ ist mit einem Nachwort von Rudolf Beck und sämtlichen Illustrationen der Erstausgabe beim Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro.

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Donnerstag, 1. Dezember 2011: Die Schriftstellerin Christa Wolf ist tot.

Wie der Suhrkamp Verlag mitteilte, starb die Autorin Christa Wolf am Donnerstag, den 1. Dezember 2011 in Berlin. Sie wurde 82 Jahre alt.

Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe, dem heutigen Gorzów Wielkopolski/Polen, geboren. Nach dem Krieg studierte sie  Germanistik in Leipzig und Jena. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihr Werk. Darunter den Georg-Büchner-Preis, den Deutschen Bücherpreis und den Uwe-Johnson-Preis. Die Autorin wurde auch aufgrund ihrer DDR-Vergangenheit in der Rezeption stets kontrovers diskutiert.

Die meisten Essays, Erzählungen und Romane sind im Luchterhand Verlag und im Suhrkamp Verlag erschienen. Zuletzt der Roman „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“, der als Hardcover für 24,80 Euro und als Taschenbuch für 10,99 Euro bei Suhrkamp veröffentlicht wurde.

Stimmen zum Buch:

Tilman Krause, Die Welt: „Und herausgekommen ist dabei eine gigantische, facettenreiche Lebensbeichte, eingebettet in jenes Jahrhundert, das das Ihre war … kunstvoll verwoben, kontrastreich gegliedert, unter wechselnder Beleuchtung angestrahlt bietet sich das Mosaik dar, das jetzt vor uns liegt. Ein Zeugnis von Triumph des ordnenden Geistes über das Chaos der Gefühle.“

Anke Harnack, NDR 2: „Christa Wolf ist eine Meisterin der deutschen Sprache. Sie überrascht mit längst verschwundenen Wörtern, mit Wortschöpfungen, mit Satzkonstruktionen, die einen schwindelig machen, denen man aber trotzdem ohne Stocken und mit großer Freude an der Vielfältigkeit der Sprache folgen kann. Ich glaube, „Stadt der Engel“ ist Christa Wolfs Offenbarung, vielleicht ihr Vermächtnis.“

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