Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy – Heute vor einem Jahr starb die Soul-Legende

Winehouse-Meine Tochter AmyMitch Winehouse hat mit „Meine Tochter Amy“ eine spannende und anrührende Biografie über seine berühmte Tochter geschrieben. Ein großer Teil des Buches basiert auf seinen Tagebuchaufzeichnungen, in denen er den Aufstieg und Fall seiner weltberühmten Tochter dokumentierte. Am 23. Juli 2011 fiel die Ausnahmekünstlerin ihrer fatalen Drogensucht zum Opfer. Zu diesem Zeitpunkt war sie im Musikgeschäft bereits eine Legende.

Mitch Winehouse dokumentiert in „Meine Tochter Amy“ den Werdegang der Soulqueen. Er erzählt voller Liebe von seiner hochbegabten Tochter, wie sie 2006 zum international gefeierten Star wurde und ihr Leben Stück für Stück durch Drogen- und Alkoholmissbrauch zerstörte. Mitch Winehouse begleitete seine Tochter bei ihren Aufs und Abs. So ist seine liebevolle Biografie zugleich eine Hilfe für betroffene Fans und Eltern. Zahlreiche private Fotos machen dieses Buch zu einer spannenden und aufschlussreichen Lektüre, die nichts beschönigt und zugleich Mut macht. Zudem gelingt es ihm, eine andere Amy Winehouse vorzustellen, fernab von dem Bild, das die Medien von ihr zeichneten. Mitch Winehouse spendet seine Einnahmen der „Amy Winehouse Fundation“, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert.

Die Biografie „Meine Tochter Amy“ ist bei Edel erschienen und kostet 19,95 Euro. Das eBook ist für 9,99 Euro erhältlich.

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30.03.2012: Vor hundert Jahren starb Karl May

Rüdiger Schaper: Karl May
Rüdiger Schaper: Karl May

Mit den Geschichten um Winnetou und Old Shaterhand gelangte der Schriftsteller Karl May im 19. Jahrhundert zu Weltruhm. Der 1842 in Sachsen geborene Autor starb am 30. März 1912. Seine Reise- und Abenteuerromane, die vor allem im Wilden Westen und im Orient spielen, wurden millionenfach verkauft und erzielten auch international hohe Auflagen. Sie wurden im 20. Jahrhundert für Kino und TV höchst erfolgreich adaptiert, es gibt zahlreiche Parodien, Hörbücher und Comics. Für viele Generationen begann die Begeisterung für Literatur mit den Lesen der Karl-May-Abenteuer – ein Phänomen, das heute an die „Harry Potter-Romane“ erinnert.

Im Oktober vergangenen Jahres erschien beim Siedler Verlag die informative und unterhaltsame Biographie „Karl May: Untertan, Hochstapler, Übermensch.Triumph und Tragik des Mannes mit der Silberbüchse“ von Rüdiger Schaper. Der Journalist zeichnet die Geschichte des fiktiven Abenteurers May nach, der sich aus ärmlichen Verhältnissen kommend zu großem Ruhm schrieb.

Die Biographie „Karl May: Untertan, Hochstapler, Übermensch“ ist beim Siedler Verlag erschienen und kostet 19,99 Euro.

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Am 28.01.2012 jährte sich der Todestag von Astrid Lindgren zum zehnten Mal.

Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 nahe Vimmerby/Südschweden geboren und starb am 28.01.2002 in Stockholm. Lindgrens Bücher wurden weltweit millionenfach verkauft, mit viel Erfolg verfilmt und haben bis heute nicht an Strahlkraft verloren. Jeder kennt die Geschichten von Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach, Michel aus Lönneberga und Ronja Räubertochter. Astrid Lindgren setzte sich darüber hinaus in den Büchern mit den Themen Selbstmord, Krankheit und Tod auseinander.

Nach eigenen Angaben verbrachte Astrid Lindgren mit ihren Geschwistern eine unbeschwerte Kindheit auf dem Land. Sie volontierte bei der lokalen Zeitung und brach ihre Ausbildung ab, als sie mit 18 Jahren schwanger wurde. Ihren Sohn gab sie in Obhut von Pflegeeltern und machte eine Ausbildung zur Sekretätin. Mit ihrem späteren Mann Sture Lindgren bekam sie noch eine Tochter, Karin, an deren Krankenbett sie die Geschichten von Pippi Langstrumpf zu erzählen begann. 1949 erschien die erste Ausgabe von Pippi Langstrumpf beim Friedrich Oetinger Verlag in Hamburg. Zeitlebens setzte sich die humorvolle Autorin für Menschenrechte und vor allem für die Rechte von Kindern ein. Seit 2002 wird in Schweden der „Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis“ verliehen, der mit mehr als 560.000 Euro dotiert ist.

Der Band „Von Bullerbü bis Lönneberga. Die schönsten Geschichten von Astrid Lindgren“ ist beim Friedrich Oetinger Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro.

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Friedrich Dürrenmatt: 20. Todestag

Am 14.12.1990 ist der berühmte Dramatiker Friedrich Dürrenmatt in der Schweiz gestorben. Dürrenmatt studierte Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik an den Universitäten Bern und Zürich und beendete 1946 sein Studium mit dem Ziel, Schriftsteller zu werden. Bereits ein Jahr später wurde sein erstes Stück am Schauspielhaus Zürich aufgeführt. 1950 entstand der Kriminalroman „Der Richter und sein Henker“, bald darauf das berühmte Werk „Der Verdacht“.

Große Erfolge erzielte Dürrenmatt mit den Stücken „Der Besuch der alten Dame“ und „Die Physiker“, die heute noch häufig auf dem Spielplan stehen. Mit seinem Drehbuch zu der Heinz Rühmann-Verfilmung „Es geschah am helllichten Tag“ wurde Dürrenmatt einem breiten Publikum bekannt. Sein folgender Roman „Das Verbrechen“ basierte auf der Filmstory. Für seine Arbeit wurde Dürrenmatt mit vielen Auszeichnungen geehrt, er erhielt sogar einige Ehrendoktortitel verliehen.

Nächstes Jahr sind bei Diogenes eine Biographie und eine Lebensgeschichte in Bildern geplant. Friedrich Dürrenmatt wäre am 5.1.2011 90 Jahre alt geworden.

George Bernard Shaw: Zum 60. Todestag des britischen Dramatikers

George Bernard Shaw starb vor 60 Jahren in einer kleinen Stadt in Hertfortshire (England). Der Dramatiker wurde 94 Jahre alt. Nach einer schwierigen Kindheit in Dublin zog er als junger Mann nach London, um als Musik- und Theaterkritiker zu arbeiten. Nach einigen Romanversuchen veröffentlichte er ab 1898 Theaterstücke, Komödien, die mit großem Erfolg gespielt wurden. Das 1913 erschienene Stück „Pygmalion“ lieferte die Grundlage für das Musical „My Fair Lady“.  1925 wurde George Bernard Shaw mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 1939 erhielt er den Oscar für das beste Drehbuch für die Verfilmung von „Pygmalion“. Damit blieb er bis heute der einzige Nobelpreisträger, der auch einen Oscar erhielt. Bis ins hohe Alter war George Bernard Shaw als Dramatiker und politischer Autor aktiv. Politisch engagierte er sich für den Sozialismus und war Zeit seines Leben ein leidenschaftlicher Kriegsgegner.

Mehr Informationen über George Bernard Shaw bei Wikipedia

Foto: Copyright © The Nobel Foundation 1925

Italo Calvino: 25. Todestag

Der italienische Autor Italo Calvino, der sich weit über die Grenzen Italiens einen Namen machen konnte, ist am 19. September 1985 in Siena (Italien) verstorben. Besonders häufig werden seine Bücher heute noch in Italien gelesen, zum Beispiel als Schullektüre.

In jungen Jahren war Italo Calvino überzeugter Kommunist und Mitglied der KPI (Kommunistischen Partei Italiens). Er unterstützte die Bestrebungen der Menschen in den Ostblock-Staaten, einen demokratischen Kurs einzuschlagen. Nachdem die Rote Armee jedoch in den 50er Jahren alle Aufstände blutig niederschlug, wandte sich Italo Calvino vom Kommunismus enttäuscht ab und trat 1957 aus der Partei aus.

Seinen ersten Roman veröffentlichte Italo Calvino bereits 1947. Durch die Tätigkeit als Lektor geriet er alsbald in Literatenkreise und pflegte international Kontakte zu berühmten Autoren. Seine literarischen Vorbilder benannte er mit Thomas Mann und Alberto Moravia. Das Buch „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ wurde zu seinem größten internationalen Erfolg. Auch in den USA fand Italo Calvino viele Fans. Der Roman „Die unsichtbaren Städte“ von 1974 kursierte als Kultbuch. Zuletzt arbeitete Calvino an einer Poetik-Vorlesung für die Harvard-University, die er nicht mehr fertig stellen konnte. Italo Calvino starb 1985 an den Folgen eines Gehirnschlags.

Arthur Schopenhauer: 150. Todestag

Arthur Schopenhauer wurde 1788 in Danzig geboren und starb am 21. September 1860 in Frankfurt am Main. Der Philosoph und Hochschullehrer sah sich in der Nachfolge Kants und beschäftigte sich mit Ethik, Metaphysik und Ästhetik. Er lehnte die Philosophie Hegels ab und verehrte Schleiermacher.

Bis heute sind seine frauenfeindlichen Sprüche immer noch im kollektiven Gedächtnis verankert. Insgesamt erscheint er als Polemiker und Pessimist par excellence. Haben seine Thesen heute noch Gültigkeit oder ist ihnen nur noch historische Bedeutung zuzuweisen?  Unsere Vermutung: Nur echte Schwarzseher haben Freude an der Haltung, dass das Leben ein „Jammertal“ ist.

110. Todestag von Friedrich Nietzsche

Heute vor 110 Jahren starb der deutsche Philosoph und Schriftsteller Friedrich Nietzsche in Weimar. Der Professor für klassische Philologie an der Universität  Basel erlangte durch seine Schriften wie zum Beispiel „Also sprach Zarathustraschon zu Lebzeiten international große Popularität. Neben Schopenhauer gilt Richard Wagner als eine seiner größten Inspirationsquellen. Allerdings wandelt sich der Einfluss Wagners über die Jahre. In Werken wie die „Geburt der Tragödie“ bewertet Nietzsche den zeitgenössischen Komponisten noch positiv, doch im Laufe der Zeit verschlechtert sie das Bild zusehends.

Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einer gravierenden Fehlinterpretation von Nietzsches „Übermensch“. Nach Auslegung der Nationalsozialisten forderte Nietzsches Text die Erschaffung sogenannter Herrenmenschen. Die Nazi-Ideologen missbrauchten seine Thesen für die Untermauerung ihrer Rassentheorie.

Bereits im Alter von 44 Jahren, 10 Jahre vor seinem Tod, befiel ihn eine schwere Geisteskrankheit, die den endgültigen Rücktritt von seiner Lehrtätigkeit und eine Vormundschaft notwendig machte. Seine Texte, die bereits vor gut hundert Jahren Anlass zu hitzigen Diskussionen gaben, werden noch heute immer wieder neu gedeutet. Die Fragen nach Moral, Wissenschaft, Philosophie und Religion sind nach wie vor Gegenstand philosophischer Diskurse.

Mit seinen Kritiken hat Nietzsche ein Werk hinterlassen, dessen Gehalt in vielen Teilen stark umstritten ist, in einigen Aspekten jedoch die Suche nach einem neuen Selbstverständnis des modernen Menschen widerspiegelt.

Honoré de Balzac – 160. Todestag

Honoré de Balzac starb am 18. August 1850 in Paris. Der Schriftsteller zählt zu den berühmtesten Autoren Frankreichs und wird in der Literaturwissenschaft als Realist neben Stendhal und Flaubert eingeordnet. „Le Père Goriot“ von 1834 ist einer seiner erfolgreichsten Romane und wird heute noch gelesen. Sein Lebenswerk ist ein unvollendeter Romanzyklus „La Comédie Humaine“, der als Sittengemälde der Gesellschaft seiner Zeit angelegt war.  Von geplanten 137 Erzählungen konnte Honoré de Balzac 91 fertig stellen. Dafür arbeitete er Tag und Nacht. Legendär war dabei sein exzessiver Kaffeekonsum. Der französische Autor galt als Lebemann, der einen teuren Lebensstil bevorzugte. Diesen konnte bisweilen nur aufrecht erhalten, indem er zahlungskräftige Damen der besseren Gesellschaft dazu brachte, ihn finanziell zu unterstützen. Honoré de Balzac hielt sich bis zum Jahre 1834 verschiedene Geliebte, bis er mit der polnischen Gräfin Evelina Hanska eine Gefährtin für die letzten Lebensjahre fand.