Hera Lind

Hera Lind: Die Vielseitige

Hera Lind
Hera Lind
© Regina Hügli

Hera Lind  – Die erste Karriere: Sängerin 

Hera Lind (Herlind Wartenberg) wurde am 2. November 1957 in Bielefeld geboren und lebt seit vielen Jahren in Salzburg. Sie ist zum zweiten Mal verheiratet und hat vier Kinder. Lind studierte Germanistik und Evangelische Theologie auf Lehramt in Köln und absolvierte parallel eine Ausbildung zur Konzertsängerin. Genau wie bei ihrer Mutter, einer Musikpädagogin, erwachte in Lind früh die Liebe zur Musik. Nach der Ausbildung, die sie mit Auszeichnung abschloss, war Lind als festes Mitglied des Rundfunkchors und als Solosängerin des WDR auf zahlreichen Tourneen weltweit unterwegs.

Die zweite Karriere: Bestsellerautorin

1988 und 1989 waren in zweierlei Hinsicht eine spannende Zeit für Lind. Zum einen erwartete sie die Geburt ihres ersten Kindes und zugleich begann sie, ihren ersten Roman zu schreiben. Mit „Ein Mann für jede Tonart“ begründete sie ihren Erfolg als Bestsellerautorin. Der Roman, der damals beim S. Fischer Verlag erschien, erreichte eine Auflage von 2.000.000 Exemplaren. Auch der gleichnamige Kinofilm (Regie Peter Timm, 1992) mit deutschen Filmgrößen wie Gudrun Landgrebe, Katja Riemann, Henry Hübchen und Uwe Ochsenknecht war ein Kassenschlager. Auch ihre folgenden Romane waren für bekannte Produzenten, Regisseure und Schauspieler von großem Interesse.

Kurze Zeit später, 1990, verfasste Lind während ihrer zweiten Schwangerschaft, den Folgeband von „Ein Mann für jede Tonart“, mit dem Titel „Frau zu sein bedarf es wenig“. Wieder gelang Lind ein Bestseller, wieder traf sie mit ihren Themen den Geschmack ihrer Leser und auch dieser Roman wurde verfilmt – für das Fernsehen.

„Das Superweib“

Mit ihrem dritten Roman „Das Superweib“ gelang Lind 1994 der Megaerfolg – auch im Kino. Sönke Wortmann führte Regie bei der Beziehungsgeschichte, in der die Crème de la Crème des deutschen Filmes mitspielte, wie zum Beispiel Veronika Ferres in der Rolle des Superweibs, Heiner Lauterbach, Til Schweiger, Joachim Król und Liselotte Pulver. Der Film wurde von Bernd Eichinger produziert. Worum geht es in dem Roman? Franziska hat genug von ihrer Ehe. Ihr Mann Will, ein erfolgreicher Filmregisseur ist sowieso nur unterwegs und lässt sie mit den Kindern allein. Dass er sie mit attraktiven Schauspielerinnen betrügt, ist ihr seit langem klar. Aus einem Missverständnis heraus wird die Scheidung der beiden eingeleitet. Franziska beginnt ihre Geschichte unter dem Pseudonym Franka Zis aufzuschreiben. Der Roman entwickelt sich zu einem Bestseller, der sie nur noch in weitere Probleme stürzt. Sie erfährt, dass ausgerechnet Will die Regie übernehmen wird!

Hera Lind: Eine Autorin für Leser und Zuschauer

Der Name Lind steht für Erfolg bei Lesern und Zuschauern gleichermaßen. Wenn ihre Romane noch nicht verfilmt wurden, so sicherten sich namhafte Produzenten schon einmal die Rechte. Auch mit der Musik hörte Lind nicht auf. 1997 nahm sie mit Marion Schoeller und mit Musikern des Hamburger Rundfunk-Symphonie-Orchesters eine Klassik-CD auf. Drei Jahre später folgte die von Hera Lind selbst zusammengestellte CD „Du wirst nie eine Dame „.

Hera Lind moderierte zwei Jahre lang die beliebte ZDF-Sendung „Hera Lind und Leute“ und ein Jahr lang die ARD-Verkupplungsshow „Herzblatt“.

Weitere Romane der Autorin:

Dass Hera Lind eine sehr vielseitige Autorin ist, hat sie ihren zahlreichen Romanen bewiesen. Sie beherrscht die Kunst der hohen Unterhaltung, ebenso wie das Krimigenre und das Schreiben von Tatsachenromanen. Die Romane sind bei S. Fischer, Ullstein oder beim Diana Verlag erschienen.

„Die Zauberfrau“, „Das Weibernest“, „Der gemietete Mann“, „Mord an Bord“, „Hochglanzweiber“, „Der doppelte Lothar“, „Karlas Umweg“, „Die Champagner-Diät“, „Schleuderprogramm“, „Herzgesteuert“, „Die Erfolgsmasche“, „Männer sind wie Schuhe“, „Der Mann, der wirklich liebte“, „Himmel und Hölle“, „Wenn nur dein Lächeln bleibt“, „Gefangen in Afrika“ und zuletzt „Verwechseljahre“.

Kinderbücher:

„Der Tag, an dem ich Papa war“ (1997) und „Greta will’s wissen“ (2006).

Am 9. Dezember 2013 erscheint „Drachenkinder. Roman nach einer wahren Geschichte“ von Hera Lind. In dem afghanischen Dorf Katachel trifft Sybille Schnehage auf den traumatisierten und verletzen Jungen Dadgul und beschließt, ihn mit nach Deutschland zu nehmen und ihn hier behandeln zu lassen. Gemeinsam fahren die beiden Jahre später nach Katachel, um beim Wiederaufbau zu helfen. Dort entwickeln sich die Dinge aber ganz anders als gedacht und Sybille Schnehage steht einem großen Widersacher gegenüber: Dagdul.

Romanauswahl der Autorin Hera Lind bei weltbild.de

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