Wolfgang Hohlbein

Wolfgang Hohlbein: Der Meister der Fantastik

Wolfgang Hohlbein
Wolfgang Hohlbein, © www.hohlbein.de

Wolfgang Hohlbein – Erste Schreibversuche als Jugendlicher

Wolfgang Hohlbein ist einer der erfolgreichsten und produktivsten deutschen Autoren unserer Zeit. Er wurde 1953 in Weimar geboren, wuchs im nordrhein-westfälischen Meerbusch auf und ging in Krefeld zur Schule. Bereits als Teenager begann er fantastische Geschichten zu verfassen. Allerdings absolvierte er nach seiner Schulzeit zunächst einmal eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Zum großen Glück für seine vielen Fans langweilte er sich in seinem nachfolgenden Job als Nachtwächter so sehr, dass er begann, während seiner Nachtschichten zu schreiben. Die große Inspirationsquelle des Autodidakten waren die Abenteuerromane Karl Mays. Anfangs verfasste Hohlbein nur Kurzgeschichten, dann aber auch Horror-Geschichten und Wildwestromane. Unter weiteren Pseudonymen veröffentlichte er seine ersten Werke. 1974 heiratete er Heike Hohlbein, mit der gemeinsam bereits eine Vielzahl von Romanen verfasste. Gemeinsam mit seiner Familie lebt Hohlbein heute in der Nähe von Neuss. Nach ihm wurde der Nachwuchsförderpreis „Wolfgang-Hohlbein-Preis“ mit dem junge Talente gefördert werden sollen, benannt.

1982 –  Der Beginn einer kometenhaften Erfolgsgeschichte

Seinen Durchbruch als Schriftsteller feierte Hohlbein 1982, als sein Roman „Märchenmond“, welcher auf den Ideen seiner Frau beruhte, den ersten Preis in einem Wettbewerb des Ueberreuter-Verlags für Fantastik und Science-Fiction gewann. Seit diesem durchschlagenden Erfolg veröffentlichte Wolfgang Hohlbein in Zusammenarbeit mit seiner Frau Heike Hohlbein mehr als 200 Bücher. Heute ist er der meistgelesene Fantasy- und Science-Fiction-Autor im deutschsprachigen Raum. Gerne wird Hohlbein auch als Deutschlands „Auflagenkönig“ bezeichnet, da er als einziger deutscher Autor eine Weltauflage von 40 Millionen Büchern aufweisen kann. Wolfgang Hohlbein wurde für sein schriftstellerisches Talent und für sein Engagement mit unzähligen Preisen und Auszeichnungen ausgezeichnet. So erhielt er 1983 den „Preis der Leseratten“, 2004 den Deutschen Fantastik-Preis in der Kategorie „Bester Autor National“, 2005 den „Sondermann-Preis“ und den „Nyctalus“-Preis.

Kinderbücher

Wolfgang Hohlbein ist zwar vor allem für seine Fantasy-Romane bekannt, hat sich aber auch schon in frühen Jahren als Kinderbuchautor einen Namen gemacht. Seit fast dreißig Jahren schreibt er teilweise unter Mitwirkung seiner Frau Heike Bücher für Kinder. Sein erstes Kinderbuch „Es begann am frühen Morgen“ wurde 1985 publiziert. Dann folgte „Kein Platz mehr im Hundehimmel“ (1986), „Zucker im Tank oder Die Hehlerbande“ (1986) und viele weitere. Auch hier verfasste er ganze Romanzyklen wie die Trilogie „Barbie“ (1991), die Tetralogie „Gespenst ahoi!“ (1987-1989) und die fünfreihigen Romanserien „Drachenthal“ (2002-2007) und „Die Wolf-Gäng“ (2007/08). Zwischendurch verfasste er noch viele Einzelromane, wie zuletzt „Kunibert, der Drachentöter“ (2004).

Fantasy – Hohlbeins Steckenpferd

Den eindrücklichsten Part von Hohlbeins Werk bilden seine Fantasy-Romane, in denen er sprachlich und inhaltlich brilliert. Begonnen mit „Märchenmond“ setzt sich sein Werk über „Die Enwor-Saga“ (1983-1999), „Das Herz des Waldes“ (1987), „Wolfsnebel“ (1986/87), „Die Nacht des Drachen“ (1986/87) unter dem Pseudonym Michael Marks, „Die Saga von Garth und Torian“ (1985-1988), „El Mercenario“ (1992-95) und zuletzt die Trilogie „Die Chroniken der Elfen“ (2009-2011) fort.

Fantastische Literatur

Dass Hohlbein äußerst fasziniert von magischen und paranormalen Phänomenen ist, ist auch daran ersichtlich, dass er sich dem Genre der Fantastik mit beinahe gleichem Engagement widmete wie der Fantasy. Im Gegensatz zur Fantasy spielen Hohlbeins fantastische Romane aber in der realen Welt, wobei Fantasy-Elemente wie Magie von Fabelwesen einfließen. Hier gab Hohlbein Romanzyklen wie „Der Magier“ (1989), die Tetralogie „Anders“ ( zusammen mit Heike Hohlbein, 2004) und zuletzt die Trilogie „Genesis“ (2006, ebenfalls mit Ehefrau Heike Hohlbein) heraus. Und auch in diesem Genre verfasste Hohlbein viele Einzelromane wie „Der Greif“ (1989), „Krieg der Engel“ (1999) oder zuletzt „Silberhorn“ (2009).

Historische Literatur

Hohlbein lässt gekonnt in seine historischen Romane fantastische Elemente einfließen. Und auch in diesem Genre feiert Hohlbein große Erfolge. So erschienen die  Romane „Hagen von Tronje“ (1986) und „Odysseus“ (1997). Erwähnenswert sind natürlich auch seine Romanzyklen, die besonders honoriert wurden: So zum Beispiel „Die Chronik der Unsterblichen“, in denen ein Vampir historische Ereignisse miterlebt sowie „Die Nibelungen-Saga“ (2004-2010) und „Die Templerin“ (1999-2011).

Horror-Romane

Nicht nur durch die oben genannten Romane erlangte Wolfgang Hohlbein großes Ansehen, ihm gelingen immer wieder die Sprünge zwischen den Genres mühelos. Auch seine Horror-Romane erfreuen sich großer Beliebtheit. Einzelromane wie „Kreuzfahrt – Eine Reise in den Horror“ (1988), „Der Inquisitor“ (1990) und Romanzyklen wie„Azrael (1994-98) und „Raven“ (2004) trugen zu seiner Popularität bei. Besonders hervorzuheben ist darunter die Roman- und Geschichtenreihe „Der Hexer von Salem“ (1985-87), in welcher ein Hexer mysteriöse Abenteuer erlebt und damit Tausende von Lesern begeisterte.

Science-Fiction

Die Nähe zur Fantasy und zur fantastischen Literatur begründete wohl Hohlbeins Interesse für Science-Fiction. Denn auch in diesem literarischen Genre erfreute sich der Autor höchster Produktivität. So begann Hohlbein schon früh mit der zwölfreihigen Romanserie „Charity“ (1989-1999), veröffentlichte noch davor unter dem Pseudonym Martin Hollburg den Zyklus „Sternenschiff der Abenteuer“ (1984-85), schrieb die Tetralogie „Spacelords“ und verfasste neuen Romane unter dem Serientitel „Stargate SG-1“ (1999-2001). Zuletzt publizierte Hohlbein eine 12-teilige Romanreihe namens „Operation Nautilus“ (2001-2002).

Abenteuerromane

Wussten Sie, dass Wolfgang Hohlbein auch Abenteuerromane geschrieben hat? Mit insgesamt acht Indianer-Jones-Romanen (u.a. „Indiana Jones und die Gefiederte Schlange“ (1990), „Indiana Jones und das verschwundene Volk“ (1991) und „Indiana Jones und das Erbe von Avalon“ (1994) zählt Hohlbein zu den führenden Indiana-Jones-Romanautoren.

Bücher zu Filmen

Hohlbein machte sich aber auch als Filmbuch-Autor einen Namen. „Die Hand an der Wiege“ (1992), „Die Eisprinzessin“ (1995), „Wiedergeburt. The Wanderer“ (1996) und sogar  „Stirb langsam – jetzt erst recht“ (1995) stammen alle aus seiner Fehder. Damit aber nicht genug: Mit seiner Tochter Rebecca Hohlbein, die in die Fußstapfen ihres Vaters trat, verfasste Hohlbein sogar alle drei Bücher zu den erfolgreichen Kinofilmen „Pirates of the Caribbean“ (2006-2007). Zuletzt durfte Hohlbein zu dem deutschsprachigen Film „Wir sind die Nacht“ (2010) das Buch schreiben. Auf weitere Projekte des unermüdlichen Wolfgang Hohlbein darf man gespannt sein.

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