Doris Knecht: Gruber geht

Einbildung ist auch Bildung. Gruber hält sich für einen Weiberhelden erster Klasse. Er ist ein karrieregeiler Yuppie auf dem Weg nach oben mit all den Klischees, die sein Typ hergibt: vom Anzug bis zur Kaffeetasse ist alles durchdesignt, Frauen sind ein netter Bettvertreib, alle anderen sind Spießer und können ihm intellektuell sowieso nicht das Wasser reichen. Sein Hochglanzleben gerät aus den Fugen, als er feststellen muss, dass er aus Fleisch und Blut ist: Bei ihm wird Krebs diagnostiziert. In dieser tiefen Krise lernt er eine Berliner DJane kennen und lieben, die an ihm ganz neue Seiten zu entdecken scheint. Nach erfolgreicher Therapie ist er zwar etwas reifer, aber grundlegend verändert hat er sich nicht.

Doris Knecht wurde 1966 in Rankweil, Österreich, geboren. Sie studierte mehrere Fächer, darunter Germanistik und Politikwissenschaft. Von 1989 bis 1998 arbeitete sie beim Wiener Stadtmagazin Falter, u.a. als Chefredakteurin, danach schrieb sie Kolumnen für das Nachrichtenmagazin profil, ab 2000 für den Schweizer Tagesanzeiger und ab 2006 für den Kurier. Bis heute veröffentlichte sie sieben Werke. 2002 bekam sie Zwillinge mit einem Musikredakteur. Heute lebt sie in Wien.

Der Roman erscheint im Rowohlt Verlag und kostet 16,95 Euro.

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