23.02.2012: Vor 70 Jahren starb der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig im brasilianischen Exil

Zweig_SternstundenStefan Zweig schrieb unter vielen anderen mit der „Schachnovelle“ und dem Erzählband „Sternstunden der Menschheit“ zeitlose Klassiker. Zweig wurde 1881 in Wien geboren und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Bereits in jungen Jahren veröffentlichte der Sohn eines jüdischen Textilfabrikanten Gedichte und Erzählungen in Wiener Zeitschriften und Zeitungen. Darüber hinaus übersetzte er zahlreiche Texte aus dem Französischen. Während des Ersten Weltkrieges wurde Zweig als ungeeignet für den Kriegsdienst befunden und arbeitete in einem Kriegsarchiv. Kurz vor Ende des Krieges zog er nach Zürich und berichtete von dort aus für die Wiener Zeitung „Neue Freie Presse“. Nach Kriegsende kehrte Zweig nach Österreich zurück. Er verfasste zahlreiche Texte, mit denen er sich klar für ein geeintes Europa und gegen Fremdenhass und Intoleranz aussprach. Als es ihm verboten war zu publizieren und seine Schriften von den Nazis verbrannt wurden, emigrierte der Pazifist Zweig 1934 nach London und sechs Jahre später nach Petrópolis/Brasilien. Dort nahm er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau am 23.02.1942 das Leben. Sein Haus wurde in ein Museum umgewandelt, in die „Casa Stefan Zweig“.

Der Band „Sternstunden der Menschheit. Vierzehn historische Miniaturen“ ist beim S. Fischer Verlag erschienen und kostet 7,95 Euro.

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