Iny Lorentz - Die steinerne Schlange

Die steinerne Schlange von Iny Lorentz

Der neue historische Roman von Iny Lorentz: In Die steinerne Schlange führen die Autoren der berühmten Wanderhuren-Romane ihre Leser ins Germanien des 3. Jahrhunderts.

Genauer gesagt ins Germanien des Jahres 213 nach Christus. Hier lebt Gerhild, die junge, mutige Tochter des Stammesfürsten der Sueben. Sie ist sehr standesbewusst, entsprechend stolz – und wunderschön. Letzteres scheint ihr zum Verhängnis zu werden, als der Römer Quintus Serverus Silvanus auftaucht, ein enger Freund von Kaiser Marcus Antonius und dessen Statthalter in der Provinz.

Iny Lorentz - Die steinerne Schlange
Iny Lorentz – Die steinerne Schlange

Quintus ist an der „steinernen Schlange“, wie die Germanen den Limes nennen, unterwegs, um nach Möglichkeiten zur Ausweitung des römischen Einflussbereiches zu suchen. Er plant, die Stämme der „kulturlosen Wilden“, wie er sie sieht, gegeneinander auszuspielen. Als Quintus bei den Sueben Gerhild sieht, beschließt er, sie zu seiner Geliebten zu machen. Zu Gerhilds Entsetzen sind ihre Brüder, an die Quintus mit seinem Ansinnen herantritt, damit einverstanden.

Da ihr ein Leben in Sklaverei droht, greift Gerhild nach dem letzten Strohhalm. Sie fordert, dass Quintus um sie kämpfen soll. Da sich niemand findet, der für Gerhild gewinnen will, tritt sie selbst gegen den Römer an – und gewinnt. Quintus ist vor dem Stamm der Sueben blamiert, als Statthalter des Kaisers hat er viel Autorität eingebüßt. Kein Wunder, dass er auf Rache sinnt. Für Gerhild beginnt ein verzweifelter Kampf um Würde, Freiheit und Überleben …

Eigentlich ja nichts Neues. Wieder ein starke, stolze, mutige Frau, die wieder in einer bösen Männer-Welt bestehen muss, und natürlich auch wieder eben jenen bösen Männern überlegen ist. Selbst viele eingefleischte Iny-Lorentz-Fans, die ich befragte, verdrehten angesichts von Leseprobe, Klappentext oder anderen Zusammenfassungen von Die steinerne Schlange erstmal die Augen. Lesen wollten sie’s trotzdem alle. Von denen, die’s getan haben, habe ich danach tatsächlich keinen negativen Kommentar gehört.

Offenbar hat das erfolgreiche Autorenduo in Ton und Thema wieder den Geschmack der Freunde historischer Romane getroffen. Und wer unterhält, hat Recht – dazu ist Unterhaltungsliteratur schließlich da. Für Die steinerne Schlange sind durchaus noch die obersten Plätze der Bestsellerlisten drin.