Thees Uhlmann - Sophia der Tod und ich

Sophia, der Tod und ich von Thees Uhlmann

Wenn der Tod klingelt, kommt Leben in die Bude: Sophia, der Tod und ich ist der erste Roman von Musiker Thees Uhlmann. Eine Reise zwischen Himmel und Hölle, auf der es auch um wichtige Fragen rund um Leben und Tod geht. Zum Beispiel, was macht der Tod, wenn er mal pinkeln muss?

Der Erzähler steht an der Schwelle zum Tod. Oder besser gesagt, der Tod steht an der Türschwelle des Erzählers. Er klingelt, stellt sich vor und behauptet, er habe den Erzähler jetzt mitzunehmen. Drei Minuten Lebenszeit würden noch bleiben.

Es entwickelt sich eine absurde Diskussion zwischen den beiden. Dabei geht es nicht nur um Kopf und Kragen, sondern auch um so tiefschürfende Themen wie des Todes Jobprofil oder den Lakritzgeschmack von Asphalt. Währenddessen wundert sich der Tod, dass er den Erzähler nicht sterben lassen kann.

Thees Uhlmann - Sophia der Tod und ich
Thees Uhlmann – Sophia der Tod und ich

Der Erzähler macht sich auf den Weg zu seiner Mutter. Und zu seinem kleinen Sohn, dem er täglich eine Postkarte schreibt, den aber lange nicht gesehen hat. Der Beginn eines spektakulären Roadtrips. Mit dabei: der Erzähler, seine Ex-Freundin Sophia und der Tod. Letzterer allerdings bewegt sich reichlich tollpatschig durch die Welt der Lebenden. Wie geht so ein Tod beispielsweise mit „menschlichen Bedürfnissen“ um?

„Uhlmanns äußerst charmantes literarisches Debüt lebt von urkomischen Dialogen. Eine solche Zwiesprache mit dem Tod hat man noch nicht gelesen“, urteilte der Rolling Stone.

Viel Tempo, viel Komik. Melancholie und Lebensfreude. Sophia, der Tod und ich ist aber auch sehr berührend. Und wer sich schon mal die große Frage stellte, ob „to burn out or to fade away“ besser sei, wird an Thees Uhlmanns Debütroman seine helle Freude haben.

Der Literatur-Spiegel meinte, Uhlmann gelänge es, „die Gefühligkeit des Schwärmer- und Schwelger-Pops seiner Band Tomte ins Fantasy-Genre zu überführen. Sophia, der Tod und ich ist herrlicher Männerkitsch.“ Wenn das keine Geschenkempfehlung für männliche Freunde oder Verwandte – und natürlich alle Tomte-Fans – ist … Nur noch zwei Monate bis Weihnachten.