Ein Bild von dir – Jojo Moyes

41742802nIn dem Buch „Die Tage in Paris“ bekam man ja schon einen kleinen Vorgeschmack auf den potentiellen neuen Bestseller von Jojo Moyes. Ein Bild von dir erfüllt meine Erwartungen auf jeden Fall komplett. Es ist witzig, sehr emotional und regt zum Nachdenken an. Die Geschichte um Sophie und Liv, die mit dem Gemälde Jeune Femme verbunden sind, ist super geschrieben und absolut lesenswert!

Anfang 2015 veröffentlichte Rowohlt sowohl die Vorgeschichte „Die Tage in Paris“ als auch „Ein Bild von dir“.

Inhalt – Ein Bild von dir

1916, St. Péronne

Als der Krieg auch das kleine französische Städtchen St. Péronne erreichte, stand es schlecht um die Bürger. Sophie Lefèvre, nachdem ihr geliebter Mann Édouard an die Front berufen wurde, reiste von Paris zurück in ihre Heimatstadt um gemeinsam mit ihrer Schwester das Familien-Hotel zu leiten. Die Übernahme der Stadt durch die Deutschen macht allen zu schaffen, sie leiden in dieser schweren Zeit und die Hungersnot steht knapp bevor.

Der neue Kommandant befahl Sophie auch noch in ihrem Hotel die Deutschen zu bekochen. Ein Schlag ins Gesicht für sie. Deutsche zu bekochen, die Nachbarn werden sie für eine Verräterin halten! Erst recht wenn herauskam, dass sie die Reste der Deutschen essen dürften. So sehr wie sich Sophie zwingt, die Deutschen als Monster zu sehen, so merkt sie immer mehr, dass der Kommandant anders ist. Immer wieder gelingt es ihm, sie in ein Gespräch zu verwickeln. Dass Sophie von neuen Regeln verschont wird, aufgrund ihrer Aufgabe „für das Wohlbefinden der Deutschen zu sorgen“ führt zu Missstimmung unter den Nachbarn. Man mied das Hotel und begegnete Sophie mit Argwohn.

Eines ist für Sophie klar: Sie würde alles dafür tun, ihren geliebten Mann lebend zurück zu bekommen. Selbst wenn sie einen Pakt mit dem Feind schließen muss.

2006, London

Seit vier Jahren ist David, ihre große Liebe und Ehemann verstorben. Liv schafft es seitdem nicht wirklich zurück ins Leben zu finden. Sie ist hoch verschuldet, hat den Kontakt zu ihren Freunden abgebrochen und in ihrem Job läuft es auch nicht rund.

Erst als sie Paul kennenlernt, scheint es langsam wieder bergauf zu gehen. Paul´s Job ist es, gestohlene Kunstwerke wieder an ihren rechtmäßigen Eigentümer zu übergeben. Als er in Liv´s Wohnung die Jeune Femme sieht, trifft ihn der Schlag. Bei diesem Kunstwerk handelt es sich um seinen aktuellen Auftrag der Familie Lefèvre. Liv wiederum hängt mit Leib und Seele an diesem Geschenk ihres Mannes.

Als sie von Paul vor Gericht gezerrt wird, muss Liv ihr Besitzrecht beweisen, egal wie, damit sie das Bild behalten kann.

Fazit – Ein Bild von dir

Es ist erschütternd zu lesen, wie schnell einen die eigenen Mittmenschen verurteilen. Gerade in der Zeit wo alle zusammenhalten sollten, herrscht Angst, Wut und Argwohn. Sophie die alles für ihre Mitmenschen tut, wird von ihnen ausgeschlossen. Ich kann es gar nicht in Worte packen, wie es sich anfühlt das zu lesen.

Auch Liv´s Schicksal ist berührend. Den Ehemann so früh zu verlieren und während des Prozesses so viel Hass von fremden Menschen zu erfahren ist unvorstellbar. Umso mehr freut es einen, das Ende zu lesen!

Ein Bild von dir ist ein wunderbares Buch! Ich würde es sogar fast gleichstellen mit Ein ganzes halbes Jahr.

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