Thomas Wolfe: Die Party bei den Jacks

Die Goldenen 20er waren ein berauschendes Jahrzehnt der kulturellen Höhenflüge und des wirtschaftlichen Aufstiegs, das mit dem Schwarzen Freitag ein jähes Ende fand. Dieses Flair fängt Thomas Wolfe in seinem Roman „Die Party bei den Jacks“ auf geniale Weise ein. Die Jacks, ein fast schon klischeehaftes Traumpaar aus einer erfolgreichen Broadwaykünstlerin und einem jüdischen Selfmade-Millionärs aus Deutschland, genießen ihr Leben in der New Yorker Upperclass. Die ersten Anzeichen der kommenden wirtschaftlichen Katastrophe ignoriert das Glamourpaar völlig…

Thomas Clayton Wolfe wurde 1900 in Asheville, USA, geboren und wuchs in einer Großfamilie mit deutschen und britischen Vorfahren auf. Er studierte zuerst an der University of North Carolina at Chapel Hill und dann an der Harvard University. Da er als Dramatiker nicht sonderlich erfolgreich war, wurde er Dozent für amerikanische Literatur und Englisch am Washington Square College der Universität New York. 1930 bekam er den Nobelpreis für seinen Roman „Look Homeward, Angel!“. Insgesamt sechs Mal reiste Wolfe nach Europa, war bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin dabei und traf dort seinen deutschen Verleger Ernst Rowohlt. Die Veränderungen in der deutschen Gesellschaft und Politik nahm der feinfühlige Mann wahr und verarbeitete sie in seinem Roman „Es führt kein Weg zurück!“. Er arbeitete mit dem Dichter Hans Schiebelhuth zusammen. Dieser übersetzte Wolfes Werke so genial ins Deutsche, dass der amerikanische Autor in Deutschland positiv aufgenommen wurde. Wolfe fühlte sich in Deutschland geschätzter als in seiner Heimat, den USA. Insgesamt existieren 17 Veröffentlichungen seiner Werke und seines Nachlasses, drei seiner Romane wurden verfilmt. Er starb früh, schon 1938, an Tuberkulose in Baltimore und wurde in seiner Heimat Asheville im Familiengrab beigesetzt.

Der Roman erscheint im Manesse Verlag und kostet 24,95 Euro.

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