Elizabeth Gilbert: Das Ja-Wort

Die amerikanische Autorin Elizabeth Gilbert hat sich in ihrem neuen Roman „Das Ja-Wort“ das Thema Ehe vorgenommen. Ihre Vorgeschichte kennt fast jede Frau, denn der Roman „Eat, Pray, Love“ war im Jahr 2008 die Muss-Lektüre für alle Mittdreißigerinnen. Der Selbstfindungstrip, der die Autorin durch Italien, Indien und schließlich Indonesien führte, endete bekanntlich mit ihrer neuen großen Liebe, dem Brasilianer Felipe. In dem neuen Roman „Das Ja-Wort“ stellt sich das Problem, dass die beiden nur verheiratet nach USA einreisen können. Wie dumm, dass sich sowohl Elizabeth als auch Felipe nach katastrophalen Ehen geschworen hatten, nie wieder zu heiraten. Da sie nunmal zur Eheschließung gezwungen werden, begibt sich Elizabeth auf einen neue Reise ins Ich. Wie der Untertitel schon verrät versucht sie, ihren Frieden mit der Ehe zu machen. In zahlreichen, sehr persönlichen Betrachtungen wie man es von Elizabeth Gilbert so gut kennt, macht sie sich auf die Spur der Ehe und was diese genau im Innersten zusammen hält.

Am 29.9. kommt die Verfilmung von „Eat, Pray, Love“ ins Kino. Bei der Starbesetzung mit Julia Roberts als Elizabeth und Javier Bardem als Felipe kann man davon ausgehen, dass der Film ein ebenso großer Erfolg wie der Roman wird. Denn: Wer möchte Julia nicht dabei zusehen, wie sie nach so vielen Irrungen und Wirrungen vor der Traumkulisse Balis in Javiers Arme sinkt.

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Ken Follett: Sturz der Titanen

Der neue Roman von Ken Follett „Sturz der Titanen“ erscheint am 28. September. Er erzählt die Geschichte dreier Familien am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie zerreißt durch die großen politischen Umwälzungen. Die zweite Familie kämpft in England mit den radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die durch den Aufstand der Arbeiter verursacht werden. Und zu guter Letzt erzählt Ken Follett die Geschichte zweier Brüder aus Russland, deren Wege sich durch den Lauf der Geschichte trennen. Der eine schließt sich russischen Revolutionären an, während der andere im Ausland sein Glück versucht. Die Schicksale der untereinander vollkommen fremden Familien verflechten sich, während alte Mächte untergehen und der Erste Weltkrieg die ganze Welt erschüttert.

Der britische Schriftsteller Ken Follett ist 1949 in Wales geboren. Follett schreibt im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie. Bekannt wurde er durch seinen Thriller „Die Nadel“. Das Buch wurde in 30 verschiedene Sprachen übersetzt und 12 Millionen mal verkauft.

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Jonathan Safran Foer „Tiere essen“: Nicht nur für Vegetarier!

Jonathan Safran Foer hat sich in seinem neuen Roman „Tiere essen“ diesmal einem Sachthema gewidmet, dem Vegetarismus. Der Autor zweier sehr erfolgreicher Romane („Alles ist erleuchtet“, „Extrem laut und unglaublich nah“) erklärt unaufgeregt und anhand vieler Fakten, warum er kein Fleisch mehr isst.

Jonathan Safran Foer berichtet zum Teil aus eigener Erfahrung, zum Teil präsentiert er das Ergebnis seiner Recherchen über die Fleischproduktion in den USA. Dort wird so viel Fleisch gegessen wie nirgendwo auf der Welt. Es gibt viele Gründe, auf Fleisch zu verzichten: Der CO2 Ausstoß der Rinderherden, der ungeheure Verbrauch von Wasser und Getreide, der für die Massentierhaltung benötigt wird, und zu guter Letzt spricht die höhere Lebenserwartung von Vegetariern für die Fleisch-Entsagung.

Mit „Tiere essen“ will Jonathan Safran Foer überzeugen und aufklären und nicht als Demagoge auftreten. Mit dem Buch trifft er den Nerv der Zeit, denn es hat sich mittlerweile nicht nur bei den radikalen Linken herumgesprochen, dass wir etwas gegen den Klimawandel tun sollten und dass eine gesunde Lebensweise die Lebensqualität entscheidend verbessert. Wir dürfen gespannt sein, welche Diskussionen das Buch in Deutschland hervorrufen wird, wenn es am 19. August erscheint.

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Franka Potente – Zehn: Geschichten aus Japan

Franka Potente legt mit der Geschichten-Sammlung „Zehn“ ihr drittes Buch vor. Die deutsche Schauspielerin wurde durch die Titelrolle in Tom Tykwers Film „Lola rennt“ bekannt. Diese Rolle öffnete ihr Tür und Tor zu internationalen Erfolgen, Franka Potente drehte mit berühmten Regisseuren wie Oskar Roehler oder Steven Soderbergh.

Das Buch „Zehn“ erzählt Alltagsgeschichten aus Japan. Franka Potente hat das Land in Zuge ihrer Arbeit an der Dokumentation „Underground Art“ in Tokio kennen gelernt und mehrmals bereist. Sie erzählt einfache Geschichten über Menschen, die dem Konflikt zwischen dem strengen japanischen Traditionalismus und den modernen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Da ist die schwangere Ikuko, die sich ein Mädchen wünscht und genau weiß, dass die Familie von ihr einen Stammhalter erwartet. Oder das Mädchen Miyu, das in einem Nachtclub arbeitet und sich in einen Polizisten verliebt.

Franka Potente beweist, dass sie schöne Geschichten erzählen kann, und macht mit den Stories in ihrem neuen Buch „Zehn“ Appetit auf mehr.

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Bernhard Schlink „Sommerlügen“: Was ist die Wahrheit?

In dem neuen Buch von Bernhard Schlink „Sommerlügen“ verhandelt der Autor nichts weniger als die Wahrheit. Was ist wahr, was ist Illusion? Sieben Geschichten kreisen um Lebenslügen, zerplatzte Illusionen und neue Hoffnungen. Schon sein Erzählband „Liebesfluchten“ funktioniert nach diesem Muster: Bernhard Schlink verarbeitet ein zentrales Thema auf unterschiedlichste Weise, reiht quasi Fallgeschichten aneinander, was gut zu seinem ersten Berufsleben als Jurist passt. In dem Band „Sommerlügen“ zerstören Unwahrheiten Beziehungen oder sogar ganze Lebensentwürfe. Außer: die Protagonisten bekennen sich rechtzeitig zur Wahrheit und kriegen damit noch einmal die Kurve. Klingt ein bisschen flach. Das findet übrigens auch die SZ.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 7./8. August: „Diese Dimension des existenziellen Zweifels fehlt. Das ist der Grund, warum die Erzählungen von Bernhard Schlink zwar schön sind, aber auch ein wenig naiv und bieder.“

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Philippe Besson – Ein Abschied: Perfekte Urlaubslektüre

Philippe Besson hat mit „Ein Abschied“ einen Roman geschrieben, der sich wunderbar als Strandschmöker eignet.

Die Journalistin Louise, um die Vierzig und betucht, flüchtet vor ihrem Liebeskummer nach Havanna. Ihr Gefährte Clément ist zu seiner früheren Freundin zurückgekehrt, und Louise versucht auf ihrer Reise, in Briefen an den Geliebten Abschied zu nehmen. Von Havanna geht es nach New York und schließlich nach Venedig. Louise schreibt sich den Kummer von der Seele, schwelgt in gemeinsamen Erinnerungen und kreist in ihren Briefen um den Schmerz der Verlassenen. Nach und nach kann sie Abstand nehmen, und am Ende zeichnet sich sogar eine neue Zukunftsperspektive ab.

Philippe Besson, gelernter Jurist, veröffentlicht fast jährlich einen neuen Roman. In Frankreich sind seine Bücher Bestseller, der Roman „Sein Bruder“ wurde bereits verfilmt.

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Ricarda Junge: Die komische Frau

Am 16. Juli 2010 ist der neue Roman von Ricarda Junge „Die komische Frau“ bei S. Fischer erschienen.

Ricarda Junge erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die von Hamburg nach Berlin in einen der Prachtbauten der DDR in der Nähe der Karl-Marx-Allee zieht. Die Eltern Lena und Leander amüsieren sich zunächst über die alteingesessenen Nachbarn, in denen sich die früheren Zustände des sozialistischen Regimes konserviert haben. Doch als sich das Paar trennt und Leander auszieht, erwachen die Geister der Vergangenheit. Söhnchen Adrian sieht immer wieder eine „komische Frau“ in der Wohnung, und Lena wundert sich über seltsame Dinge, die ihr plötzlich passieren: Hat sie wirklich das Fenster nicht geschlossen, vergessen die Kaffeemaschine auszustellen und den Schlüssel stecken lassen? Lena ist sich ihrer selbst nicht mehr sicher. Phantasie und Realität verschwimmen, Angst breitet sich aus. Die rätselhaften Ereignisse verknüpfen sich immer mehr mit der Geschichte des Hauses, in dem sich zu DDR-Zeiten schlimme Stasi-Spitzeleien abgespielt haben.

„Angst, Angst, Angst – das ist das zentrale Wort, um das sich der beeindruckende Roman dreht.“ schreibt die SZ über „Die komische Frau“. Und weiter: „Durch den Angstfilter ist der Blick auf die Welt ein verzerrter – eine Perspektive, deren Darstellung Ricarda Junge nach ihrem vorangegangenen Roman „Eine schöne Geschichte“ nun noch einmal verfeinert und radikalisiert hat.“

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Andrea Camilleri: Die Spur des Fuchses

Am 24. Juli ist der neue Roman von Andrea Camilleri aus seiner Commissario Montalbano – Reihe bei Lübbe erschienen. In „Die Spur des Fuchses“ macht sich der sizilianische Kommissar auf die Suche nach einem Mörder im Turnierreiter-Milieu.  Ein totes Pferd und ein toter Stallbursche geben ihm in dem mörderischen Verwirrspiel Rätsel auf.

Andrea Camilleri hat bereits 16 Fälle seines Commissarios vorgelegt, in Deutschland ist allerdings gerade erst der 12. Band erschienen. Eine große Gemeinde an Krimiliebhabern wartet sehnsüchtig auf jede Veröffentlichung des sizilianischen Autors, dessen Held Salvo Montalbano die Herzen erobert hat. Dieser ist der Inbegriff des sizilianischen Mannes mit all seinen Stärken (Einfallsreichtum und Kombinationsgabe) und Schwächen (Frauen). Das macht den Protagonisten so sympathisch. Den deutschen Lesern gefällt vermutlich besonders die sizilianische Lebensart, an der sie mit der Lektüre eines Camilleri-Romans genüsslich teil haben. Hervorragendes Essen und mediterranes Ambiente gemixt mit sizilianischer Mentalität – diese Mischung macht die Romane mit Commissario Montalbano so unwiderstehlich.

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Henning Mankell: „Der Chinese“ jetzt als Taschenbuch

Ab dem 1. August ist der Roman „Der Chinese“ von Henning Mankell als Taschenbuch erhältlich. Die festgebundene Ausgabe erschien bereits 2008.

Diesmal führt Henning Mankell seine Leser bis nach China, um ein grässliches Verbrechen in Schweden aufzuklären. Bei einem Massaker wird fast ein komplettes Dorf ausgelöscht. Eine junge Richterin macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach den Tätern, nachdem sie erkennt, dass die Polizei einer falschen Fährte folgt. Ihre Nachforschungen führen sie bis nach China.

Henning Mankell wurde durch seine Romanfigur Kurt Wallander weltberühmt. Im zehnten und letzten Band „Der Feind im Schatten“, der im April dieses Jahres erschien, schickt Mankell seinen eigenwilligen Kommissar in Rente. Der schwedische Autor schreibt mehr als nur Krimis, was vermutlich auch seinen großen Erfolg begründet: In seinen Romanen verbindet Henning Mankell kunstvoll das Genre des klassischen Thrillers mit politischen und gesellschaftlichen Problemstellungen.

Seine besondere Liebe gilt Afrika, das er häufig bereiste und in seinen Büchern verarbeitete. Kürzlich erregte Mankell Aufsehen, weil er sich auf einem Schiff mit Hilfsgütern für Gaza befand, das von israelischem Militär angegriffen und geentert wurde.

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„Schuld“ von Ferdinand von Schirach

Am 2. August 2010 wird der neue Band mit Erzählungen von Ferdinand von Schirach unter dem Titel „Schuld“ veröffentlicht. Erneut hat der Autor Erfahrungen aus seinem Alltag als Strafverteidiger in Geschichten über Gut und Böse, Unschuld und Schuld literarisch verarbeitet.

Sein vorheriger Band „Verbrechen“ setzte den Startpunkt der Schriftsteller-Karriere Ferdinand von Schirachs. Der Autor wurde als die literarische Entdeckung im Jahr 2009 gefeiert. Der schnörkellose Stil und die knappe Sprache von Ferdinand von Schirach sorgen für extreme Spannung und Authentizität. Das Buch soll demnächst verfilmt werden, und die Rechte wurden in 25 Länder verkauft. Seit 1994 arbeitet Ferdinand von Schirach als Anwalt in Berlin. Er schreibt für den Spiegel die Kolumne „Einspruch“ und veröffentlicht immer wieder Erzählungen in der Süddeutschen Zeitung und in der FAZ.

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