Ricarda Junge: Die komische Frau

Am 16. Juli 2010 ist der neue Roman von Ricarda Junge „Die komische Frau“ bei S. Fischer erschienen.

Ricarda Junge erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die von Hamburg nach Berlin in einen der Prachtbauten der DDR in der Nähe der Karl-Marx-Allee zieht. Die Eltern Lena und Leander amüsieren sich zunächst über die alteingesessenen Nachbarn, in denen sich die früheren Zustände des sozialistischen Regimes konserviert haben. Doch als sich das Paar trennt und Leander auszieht, erwachen die Geister der Vergangenheit. Söhnchen Adrian sieht immer wieder eine „komische Frau“ in der Wohnung, und Lena wundert sich über seltsame Dinge, die ihr plötzlich passieren: Hat sie wirklich das Fenster nicht geschlossen, vergessen die Kaffeemaschine auszustellen und den Schlüssel stecken lassen? Lena ist sich ihrer selbst nicht mehr sicher. Phantasie und Realität verschwimmen, Angst breitet sich aus. Die rätselhaften Ereignisse verknüpfen sich immer mehr mit der Geschichte des Hauses, in dem sich zu DDR-Zeiten schlimme Stasi-Spitzeleien abgespielt haben.

„Angst, Angst, Angst – das ist das zentrale Wort, um das sich der beeindruckende Roman dreht.“ schreibt die SZ über „Die komische Frau“. Und weiter: „Durch den Angstfilter ist der Blick auf die Welt ein verzerrter – eine Perspektive, deren Darstellung Ricarda Junge nach ihrem vorangegangenen Roman „Eine schöne Geschichte“ nun noch einmal verfeinert und radikalisiert hat.“

Jetzt bei Weltbild.de bestellen: Die komische Frau

Andrea Camilleri: Die Spur des Fuchses

Am 24. Juli ist der neue Roman von Andrea Camilleri aus seiner Commissario Montalbano – Reihe bei Lübbe erschienen. In „Die Spur des Fuchses“ macht sich der sizilianische Kommissar auf die Suche nach einem Mörder im Turnierreiter-Milieu.  Ein totes Pferd und ein toter Stallbursche geben ihm in dem mörderischen Verwirrspiel Rätsel auf.

Andrea Camilleri hat bereits 16 Fälle seines Commissarios vorgelegt, in Deutschland ist allerdings gerade erst der 12. Band erschienen. Eine große Gemeinde an Krimiliebhabern wartet sehnsüchtig auf jede Veröffentlichung des sizilianischen Autors, dessen Held Salvo Montalbano die Herzen erobert hat. Dieser ist der Inbegriff des sizilianischen Mannes mit all seinen Stärken (Einfallsreichtum und Kombinationsgabe) und Schwächen (Frauen). Das macht den Protagonisten so sympathisch. Den deutschen Lesern gefällt vermutlich besonders die sizilianische Lebensart, an der sie mit der Lektüre eines Camilleri-Romans genüsslich teil haben. Hervorragendes Essen und mediterranes Ambiente gemixt mit sizilianischer Mentalität – diese Mischung macht die Romane mit Commissario Montalbano so unwiderstehlich.

Jetzt bei Weltbild.de bestellen

Henning Mankell: „Der Chinese“ jetzt als Taschenbuch

Ab dem 1. August ist der Roman „Der Chinese“ von Henning Mankell als Taschenbuch erhältlich. Die festgebundene Ausgabe erschien bereits 2008.

Diesmal führt Henning Mankell seine Leser bis nach China, um ein grässliches Verbrechen in Schweden aufzuklären. Bei einem Massaker wird fast ein komplettes Dorf ausgelöscht. Eine junge Richterin macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach den Tätern, nachdem sie erkennt, dass die Polizei einer falschen Fährte folgt. Ihre Nachforschungen führen sie bis nach China.

Henning Mankell wurde durch seine Romanfigur Kurt Wallander weltberühmt. Im zehnten und letzten Band „Der Feind im Schatten“, der im April dieses Jahres erschien, schickt Mankell seinen eigenwilligen Kommissar in Rente. Der schwedische Autor schreibt mehr als nur Krimis, was vermutlich auch seinen großen Erfolg begründet: In seinen Romanen verbindet Henning Mankell kunstvoll das Genre des klassischen Thrillers mit politischen und gesellschaftlichen Problemstellungen.

Seine besondere Liebe gilt Afrika, das er häufig bereiste und in seinen Büchern verarbeitete. Kürzlich erregte Mankell Aufsehen, weil er sich auf einem Schiff mit Hilfsgütern für Gaza befand, das von israelischem Militär angegriffen und geentert wurde.

Jetzt bei Weltbild.de bestellen: „Der Chinese“

„Schuld“ von Ferdinand von Schirach

Am 2. August 2010 wird der neue Band mit Erzählungen von Ferdinand von Schirach unter dem Titel „Schuld“ veröffentlicht. Erneut hat der Autor Erfahrungen aus seinem Alltag als Strafverteidiger in Geschichten über Gut und Böse, Unschuld und Schuld literarisch verarbeitet.

Sein vorheriger Band „Verbrechen“ setzte den Startpunkt der Schriftsteller-Karriere Ferdinand von Schirachs. Der Autor wurde als die literarische Entdeckung im Jahr 2009 gefeiert. Der schnörkellose Stil und die knappe Sprache von Ferdinand von Schirach sorgen für extreme Spannung und Authentizität. Das Buch soll demnächst verfilmt werden, und die Rechte wurden in 25 Länder verkauft. Seit 1994 arbeitet Ferdinand von Schirach als Anwalt in Berlin. Er schreibt für den Spiegel die Kolumne „Einspruch“ und veröffentlicht immer wieder Erzählungen in der Süddeutschen Zeitung und in der FAZ.

Jetzt bei Weltbild.de bestellen: „Schuld“

Michel Houellebecq – „Ich habe einen Traum“

Michel Houellebecq: Ich habe einen Traum
Michel Houellebecq: Ich habe einen Traum

Am 1. Oktober 2010 erscheint die Essay-Sammlung von Michel Houellebecq „Ich habe einen Traum“. Man darf gespannt sein, welches Süppchen aus Sex und kontroversen Ansichten der Skandal- und Kultautor seinen Lesern diesmal serviert.

Nach seinem Roman „Elementarteilchen“ wird jede Veröffentlichung von Michel Houellebecq genau unter die Lupe genommen und viel diskutiert. Immer konstatiert er den maroden Zustand der Gesellschaft und präsentiert Gedankengut, das ihm schon den Leumund als Frauen- und Fremdenhasser eingebracht hat. Im August werden wir erleben, welcher publikumswirksame Skandal das Erscheinen des neuen Buches flankieren wird.

Jetzt bei Weltbild.de bestellen: „Ich habe einen Traum“