Mörderhotel von Wolfgang Hohlbein

Ein Horrorthriller von Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein: Im eigenen Mörderhotel geht der unglaublichste Serienmörder aller Zeiten seiner grausigen Beschäftigung nach.

Chicago, Illinois, 1893. Der Hotelier Herman Webster Mudgett hat mehrere Standbeine. Da ist erstens sein Hotel – in dem es geheime Gänge, verborgene Räume, Falltüren, ein Säurebad, einen Foltertisch und eine Gaskammer gibt.

Dann schwang er das Schlachterbeil mit solcher Vehemenz, dass es mit einem zischen durch die Luft fuhr, ohne spürbaren Widerstand durch Haut, Fleisch und Knochen schnitt und sich tief ins schwarze Holz der Tischplatte grub. Der kleine Finger, die Hälfte des Ring- und die Kuppe des Mittelfingers flogen in unterschiedliche Richtungen davon. Mörderhotel von Wolfgang Hohlbein weiterlesen

Stephen King – Fit fürs Horrorkoma?

Stephen KingLässt sich über Stephen King noch etwas schreiben, was noch nicht zig mal über ihn geschrieben wurde? Ich will es versuchen. Zuvor ein paar biographische Grunddaten, um ihn und sein Werk einzuordnen.

Stephen King – biographische Notizen

Geboren wurde Stephen King 1947 in Portland. Zwei Jahre später verließ der Vater seine Familie mit dem Wort: „Ich bin nur mal schnell Zigaretten holen.“ Die Kindheit von Stephen Edwin King, so sein voller Name, war schlimm. Umzüge der Mutter und schlechte finanzielle Verhältnisse prägten sie. Trotzdem schaffte es der begabte Junge, Englisch an der Universität von Maine zu studieren, wo er seine spätere Frau kennenlernte. Nach dem Studium arbeitete er als Englischlehrer. In seiner Freizeit schrieb er Kurzgeschichten, aber auch Romane, die er unter Pseudonymen wie Richard Bachman oder John Swithen veröffentlichte.

Der Roman Carrie, der 1973 erschien, machte Stephen King schlagartig berühmt und finanziell erfolgreich. Eine 16-jährige Schülerin nutzte in diesem Horrorschocker ihre telekinetischen Fähigkeiten, um in ihrer Heimatstadt grauenhafte Blutbäder zu veranstalten. Dieser erste Roman, den Stephen King veröffentlichte, brachte ihm soviel Geld ein, dass er seinen Lehrerberuf aufgab und als Freier Schriftsteller publizierte.

Stephen King und seine Themen

Schon 1973 wurde deutlich, womit sich Stephen King befasste: Mit dem Einbruch des Unheimlichen in ein kleinstädtisches behütetes Milieu Amerikas. Das ist die Spur des Blutes, die sich durch Kings Werke zieht, ob es sich um Horrorliteratur, Science fiction oder Psychothriller handelt. Immer droht die Gefahr jener Mittelschicht, die seine Bücher wie wild verschlingt. Bald in fast allen Ländern der Welt. Besonders viele Fans fand Stephen King in den sanften Hügeln der deutschen Mittelgebirge und den saftgrünen Matten des Alpenvorlandes. In dieser Oktoberfest- und Kuckucksuhren-Idylle schlugen Kings Horrorvisionen wie eine Bombe ein. Fast noch stärker als in den von Windhosen und Tornados gepeitschten öden Landstriche des amerikanischen Bibel-Gürtels. Hunderte Millionen Auflage erreichten seine Blicke in die dunklen Tiefen menschlicher Seelen.

Stephen Kings Horrorwelten

„Meine Bücher sind das literarische Äquivalent eines Big Mac mit einer großen Portion Pommes“, äußerte sich Stephen King einst über seine Fließbandproduktion von dämonischen Horrorgeschichten. Mehr als 70 Romane und Geschichtensammlungen gehen auf Kings Konto. Sind sie Kunst oder Schund? Seinem eigenen Verständnis nach eher Schund, Fast Food. Dabei orientierte er sich an Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft und Algernon Blackwood. Von Ihnen nimmt er Stoffe und Motive, die er variantenreich abwandelt. Wer Stephen King liest, wird kaum angenehme Träume haben. Werktitel wie Dead Zone – Das Attentat, Frühling, Sommer, Herbst und Tod, Friedhof der Kuscheltiere, Das Jahr des Werwolfs, Der Gesang der Toten, Das Monstrum, Alpträume, Schlaflos, Friedhof des Grauens, Im Kabinett des Todes, Wolfsmond, Wahn oder Dr. Sleep lassen keinen Zweifel aufkommen: Der Autor spielt mit dem Nervengeäst des Lesers Apokalypse. Ich will nicht entscheiden, welches Medium Stephen Kings Endzeitbilder grauenvoller zwischen die Gehirnsynapsen spritzt – das Medium Buch oder die Filme zu seinen Horrorwelten.

Psychologische Hintergründe von Stephen King

Stephen KingMit den vielen Auszeichnungen seiner Bücher und verschiedenen Awards will ich Sie nicht langweilen. Sie überzeugen jene nicht, die King schematisches Schreiben und kaum literarische Entwicklung vorwerfen. Andererseits bewundern seine Fans ihn und seine geistreichen und packenden Unterhaltungsromane auch ohne diese Preise. Für mich das Erstaunlichste an den vielen King-Büchern ist der Blick hinter die Kulissen. Er offenbart, dass Stephen King viele Jahre gegen Alkoholismus und Drogensucht kämpfte sowie einen Autounfall zu verarbeiten hatte, der ihn fast das Leben kostete. Ob diese oder andere Erfahrungen zu dem Mikrokosmos Kings führten, in dem Macht und Gewalt das Zepter führen? Der Kampf zwischen Gut und Böse geht viel weiter zurück. Denn Stephen King spielt mit der Regression, der Wiederbelebung von Ängsten, die wir als Kinder hatten, andererseits aber auch der infantil-perversen Freude am Quälen. Der Horrorkünstler schickt uns mit einem Tempo durch seine dicken Werke, dass es uns den Atem raubt. Mancher seiner Horrorthriller versetzt uns in Schockstarre von der ersten bis zur letzten Seite.

Moralapostel ist Stephen King nicht. Aber gesellschaftskritische Untertöne sind deutlich. Christliche Fundamentalisten etwa sind ihm ein bigottes Gräuel. Immer wieder entlarvt er ihre Dummheit. Ähnlich kritisch schreibt King über Politiker, die ihre Macht missbrauchen. Vampire, Riesenspinnen, Zombies und andere Schreckenswesen fallen über diese Provinzdiktatoren her. Das Grauen dringt nicht von außen in die heile Welt ein, sondern wohnt in der Psyche der handelnden Personen. Der latente Wahnsinn versteckt sich mitten in der Familie der mittelständischen Durchschnittsmenschen. Wie bei uns allen.

Hier können Sie in die Schauerwelten von Stephen King eintauchen!

Stephen King: Wind – Der letzte Band der Dunkle-Turm-Saga

King-WindMit dem Roman „Wind“ endet der achtbändige Dunkle-Turm-Zyklus von Stephen King. Dieser Band des amerikanischen Horror-Spezialisten ist inhaltlich zwischen dem 4. und 5. Teil der Saga angesiedelt.

Dem letzten Revolvermann Roland Deschain eröffnet sich eine passende Gelegenheit, um seinen Gefolgsleuten von seiner Vergangenheit zu erzählen. Auf dem Weg vom Grünen Palast in das Land Donnerschlag müssen sie sich vor einem Unwetter in Sicherheit bringen und finden zu ihrem Glück eine leerstehende Behausung. Deschain erzählt ihnen von dem Mord an seiner Mutter, den er aus Versehen begangen hatte und von seinem Vater, der ihn auf einen weit von jeder  Zivilisation entfernten Gutshof brachte. Dort geschahen schreckliche Morde, die auf einen Gestaltswandler hinwiesen. Und es gab damals einen Augenzeugen, der die schrecklichen Taten sah. Es war ein Junge, dessen Leben sich seitdem in großer Gefahr befindet …

Stephen King wurde 1947 geboren. Der ausgebildete Lehrer schrieb Weltbestseller wie „Carrie“ und „Shining“, die ihn in den 70er-Jahren berühmt machten. Seine Roman wurden in 40 Sprachen übersetzt und unter anderem mit Jack Nicholson erfolgreich verfimt. Nach „Schwarz“, „Drei“, „tot.“, „Glas“, „Wolfsmond“, „Susannah“ und „Der Turm“ ist mit „Wind“ die  Dunkle-Turm-Saga vollendet. In Deutschland erschienen die Fantasy-Romane zwischen 2003 und 2012. Auch Die-Dunkle-Turm-Saga soll für das Kino adaptiert werden.

„Wind“ ist beim Heyne Verlag erschienen und kostet als HC 19,99 Euro und als eBook 15,99 Euro. Das Hörbuch ist für 24,95 Euro im Handel erhältlich.

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Stephen King: Der Anschlag. Am 23. Januar 2012 erscheint der neue Roman des US-Bestseller-Autors!

Stephen King beschäftigt sich in seinem Roman „Der Anschlag“ mit einem amerikanischen Trauma: Der Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy am 22.11.1963.

Der Protagonist Jake Epping führt ein unspektakuläres Leben im Jetzt. Das ändert sich zu dem Zeitpunkt, als sein Freund ihm von einem Portal erzählt, in dem man in das Jahr 1958 zurück kehren kann. Jake Epping begibt sich auf die spannende Reise und erhält den Auftrag, den Mord an Kennedy zu verhindert. Doch bei der Zeitreise kommen ihm viele Probleme in die Quere, er verliebt sich und je näher er sich auf das bestimmte Datum zubewegt desto schwieriger wird es, den Lauf der Geschichte noch zu beeinflussen …

Stephen King wurde 1947 in Portland, USA geboren. Er wurde vor allem mit zahlreichen Horrorromanen wie „Carrie“, „Es“ und „Shining“ berühmt. Zahlreiche Romane wurden zudem sehr erfolgreich verfilmt.

Der Roman „Der Anschlag“ ist beim Heyne Verlag erschienen und kostet 26,99 Euro.

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