FISCHER Tor: Tor Books jetzt auch in Deutschland

Im Herbst 2016 war es soweit: Der S. Fischer Verlag brachte Tor Books, den größten und erfolgreichsten Fantasy- und Science-Fiction-Verlag der Welt, als FISCHER Tor nach Deutschland.

FISCHER Tor – Fantasy und Science Fiction für anspruchsvolle Fans

Rund viereinhalb Millionen Fantasy- und Science-Fiction-Leser gibt es in Deutschland. Davon sind 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer, es gibt also im Vergleich zu den anderen Genres der Unterhaltungsliteratur überdurchschnittlich viele männliche Leser. FISCHER Tor: Tor Books jetzt auch in Deutschland weiterlesen

Der Fluch der Kosmokratin – Perry Rhodan nun Stammgast auf der SPIEGEL Bestsellerliste

Der Zyklus Die Endlose Armada geht in die nächste Runde: Der Perry Rhodan Silberband 132 Der Fluch der Kosmokratin ist nach dem Silberbänden 130 Der Frostrubin und 131 Sturz aus dem Frostrubin nun schon der dritte Sammelband in Folge, der es zum SPIEGEL Bestseller brachte.

Folgende Hefte sind im Perry Rhodan Silberband 132 Der Fluch der Kosmokratin enthalten:

  • Der Fluch der Kosmokratin (Heft 1114, Kurt Mahr)
  • Bote des Unsterblichen (Heft 1115, Clark Darlton)
  • Projekt Zweiterde (Heft 1116, H.G. Ewers)
  • Das Gedankenmonster (Heft 1117, H.G. Ewers)
  • Geschäfte mit dem Tod (Heft 1120, William Voltz)
  • Der Sonnenhammer (Heft 1121, Kurt Mahr)
  • Raubzug der Armadaschmiede (Heft 1122, Kurt Mahr)

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Aquamarin – Science Fiction Jugendliteratur von Andreas Eschbach

Andreas Eschbach (geb. 1959) gilt spätestens seit seinem genialen Verschwörungs-Thriller Das Jesus-Video als einer der wichtigsten Science Fiction Autoren. Seit 2002 vertritt er das Genre auch im Bereich der Jugendliteratur und landete nun mit Aquamarin (geeignet ab 14 Jahren) erneut einen SPIEGEL Bestseller.

Die Tiefen der Ozeane sind heute noch immer weitgehend unerforschtes Gebiet. Aquamarin von Andreas Eschbach spielt im Jahr 2151. Die Menschen sind dabei, den Meeresgrund zu erschließen. Sie sind auf der Suche nach Energie und Rohstoffen und ahnen nicht, was sie dadurch auslösen. Denn sie laufen Gefahr, unwissentlich ein Geheimnis ans Licht zu bringen, dass für alle Zeiten vergessen bleiben sollte. Aquamarin – Science Fiction Jugendliteratur von Andreas Eschbach weiterlesen

Perry Rhodan – Der Frostrubin: Groschenroman als SPIEGEL Bestseller?

Den Namen Perry Rhodan auf der SPIEGEL Bestsellerliste der letzten Woche zu finden, war etwas überraschend. War es doch unter dem Titel eines Heftromans von 2012 – Der Frostrubin. Aber natürlich handelt es sich um einen der Perry Rhodan Silberbände, von denen jeder fünf bis zehn Heftromane enthält und so Geschichten innerhalb eines Zyklus im Ganzen erzählt.Der Frostrubin

Mit dem Perry Rhodan Silberband 130 Der Frostrubin startet der Zyklus Die Endlose Armada. Der Band enthält
Der Mann aus Haiti (Heft 1094, H.G. Ewers)
Der Frostrubin (Heft 1100, William Voltz)
Erkundung gegen Unbekannt (Heft 1101, K.H. Scheer)
Meuterei im All (Heft 1104, H.G. Ewers)
Das Siegelschiff (Heft 1105, H.G. Ewers)
Die Trümmerreiter (Heft 1106, Kurt Mahr)
Jenseits der tödlichen Grenze (Heft 1107, Kurt Mahr) Perry Rhodan – Der Frostrubin: Groschenroman als SPIEGEL Bestseller? weiterlesen

Stephen King – Fit fürs Horrorkoma?

Stephen KingLässt sich über Stephen King noch etwas schreiben, was noch nicht zig mal über ihn geschrieben wurde? Ich will es versuchen. Zuvor ein paar biographische Grunddaten, um ihn und sein Werk einzuordnen.

Stephen King – biographische Notizen

Geboren wurde Stephen King 1947 in Portland. Zwei Jahre später verließ der Vater seine Familie mit dem Wort: „Ich bin nur mal schnell Zigaretten holen.“ Die Kindheit von Stephen Edwin King, so sein voller Name, war schlimm. Umzüge der Mutter und schlechte finanzielle Verhältnisse prägten sie. Trotzdem schaffte es der begabte Junge, Englisch an der Universität von Maine zu studieren, wo er seine spätere Frau kennenlernte. Nach dem Studium arbeitete er als Englischlehrer. In seiner Freizeit schrieb er Kurzgeschichten, aber auch Romane, die er unter Pseudonymen wie Richard Bachman oder John Swithen veröffentlichte.

Der Roman Carrie, der 1973 erschien, machte Stephen King schlagartig berühmt und finanziell erfolgreich. Eine 16-jährige Schülerin nutzte in diesem Horrorschocker ihre telekinetischen Fähigkeiten, um in ihrer Heimatstadt grauenhafte Blutbäder zu veranstalten. Dieser erste Roman, den Stephen King veröffentlichte, brachte ihm soviel Geld ein, dass er seinen Lehrerberuf aufgab und als Freier Schriftsteller publizierte.

Stephen King und seine Themen

Schon 1973 wurde deutlich, womit sich Stephen King befasste: Mit dem Einbruch des Unheimlichen in ein kleinstädtisches behütetes Milieu Amerikas. Das ist die Spur des Blutes, die sich durch Kings Werke zieht, ob es sich um Horrorliteratur, Science fiction oder Psychothriller handelt. Immer droht die Gefahr jener Mittelschicht, die seine Bücher wie wild verschlingt. Bald in fast allen Ländern der Welt. Besonders viele Fans fand Stephen King in den sanften Hügeln der deutschen Mittelgebirge und den saftgrünen Matten des Alpenvorlandes. In dieser Oktoberfest- und Kuckucksuhren-Idylle schlugen Kings Horrorvisionen wie eine Bombe ein. Fast noch stärker als in den von Windhosen und Tornados gepeitschten öden Landstriche des amerikanischen Bibel-Gürtels. Hunderte Millionen Auflage erreichten seine Blicke in die dunklen Tiefen menschlicher Seelen.

Stephen Kings Horrorwelten

„Meine Bücher sind das literarische Äquivalent eines Big Mac mit einer großen Portion Pommes“, äußerte sich Stephen King einst über seine Fließbandproduktion von dämonischen Horrorgeschichten. Mehr als 70 Romane und Geschichtensammlungen gehen auf Kings Konto. Sind sie Kunst oder Schund? Seinem eigenen Verständnis nach eher Schund, Fast Food. Dabei orientierte er sich an Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft und Algernon Blackwood. Von Ihnen nimmt er Stoffe und Motive, die er variantenreich abwandelt. Wer Stephen King liest, wird kaum angenehme Träume haben. Werktitel wie Dead Zone – Das Attentat, Frühling, Sommer, Herbst und Tod, Friedhof der Kuscheltiere, Das Jahr des Werwolfs, Der Gesang der Toten, Das Monstrum, Alpträume, Schlaflos, Friedhof des Grauens, Im Kabinett des Todes, Wolfsmond, Wahn oder Dr. Sleep lassen keinen Zweifel aufkommen: Der Autor spielt mit dem Nervengeäst des Lesers Apokalypse. Ich will nicht entscheiden, welches Medium Stephen Kings Endzeitbilder grauenvoller zwischen die Gehirnsynapsen spritzt – das Medium Buch oder die Filme zu seinen Horrorwelten.

Psychologische Hintergründe von Stephen King

Stephen KingMit den vielen Auszeichnungen seiner Bücher und verschiedenen Awards will ich Sie nicht langweilen. Sie überzeugen jene nicht, die King schematisches Schreiben und kaum literarische Entwicklung vorwerfen. Andererseits bewundern seine Fans ihn und seine geistreichen und packenden Unterhaltungsromane auch ohne diese Preise. Für mich das Erstaunlichste an den vielen King-Büchern ist der Blick hinter die Kulissen. Er offenbart, dass Stephen King viele Jahre gegen Alkoholismus und Drogensucht kämpfte sowie einen Autounfall zu verarbeiten hatte, der ihn fast das Leben kostete. Ob diese oder andere Erfahrungen zu dem Mikrokosmos Kings führten, in dem Macht und Gewalt das Zepter führen? Der Kampf zwischen Gut und Böse geht viel weiter zurück. Denn Stephen King spielt mit der Regression, der Wiederbelebung von Ängsten, die wir als Kinder hatten, andererseits aber auch der infantil-perversen Freude am Quälen. Der Horrorkünstler schickt uns mit einem Tempo durch seine dicken Werke, dass es uns den Atem raubt. Mancher seiner Horrorthriller versetzt uns in Schockstarre von der ersten bis zur letzten Seite.

Moralapostel ist Stephen King nicht. Aber gesellschaftskritische Untertöne sind deutlich. Christliche Fundamentalisten etwa sind ihm ein bigottes Gräuel. Immer wieder entlarvt er ihre Dummheit. Ähnlich kritisch schreibt King über Politiker, die ihre Macht missbrauchen. Vampire, Riesenspinnen, Zombies und andere Schreckenswesen fallen über diese Provinzdiktatoren her. Das Grauen dringt nicht von außen in die heile Welt ein, sondern wohnt in der Psyche der handelnden Personen. Der latente Wahnsinn versteckt sich mitten in der Familie der mittelständischen Durchschnittsmenschen. Wie bei uns allen.

Hier können Sie in die Schauerwelten von Stephen King eintauchen!

Veronica Roth und ihre Bestimmungs-Trilogie

veronica rothNach dem letzten großen Krieg wurde die Gesellschaft Chicagos in fünf Fraktionen aufgeteilt. Mit 16 Jahren muss sich jede und jeder für eine der Fraktionen, die Veronica Roth in ihren Bestsellern schuf, entscheiden. Beatrice, auch Tris genannt, ist eine Unbestimmte, eine Frau, die von den Fraktionen als Bedrohung empfunden wird. Veronica Roth ist eine 1988 geborene US-Amerikanerin, die mit 20 Jahren das professionelle Schreiben begann, das sie als „Creative Writing“ an einer Universität studierte und 2010 abschloss. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 2011 unter dem Titel Divergent. Mehrere Wochen stand der fesselnde und actiongeladene Titel auf der Bestsellerliste der New York Times. 2012 erschien er unter dem Titel Die Bestimmung auf Deutsch. Damit eröffnete Veronica Roth ihre „Bestimmungs-Romanreihe“.

Die Gesellschaft, die Veronica Roth zeichnet, ist, wie erwähnt, in fünf Fraktionen unterteilt: die Selbstlosen, die Furchtlosen, die Freimütigen, die Freundlichen und Friedfertigen sowie die Gelehrten. Mit 16 legen die Jugendlichen einen Test ab, der sie einer dieser Fraktionen zuteilt. Als Beatrice Prior getestet wird, ergeben sich Eigenschaften für mehrere Fraktionen. Ihre Prüferin nennt sie eine Unbestimmte, was Beatrice nie offenbaren soll. So entscheidet sich Tris für die Fruchtlosen, deren Initiationen sie als Siegerin besteht. Neben Beatrice leben in Chicago viele Unbestimmte, die keiner Fraktion angehören. Die Gelehrten sehen sie als Gefährdung der Gesellschaft und bringen die Furchtlosen durch ein Serum dazu, gegen die Unbestimmten zu kämpfen und sie zu töten. Bei Tris wirkt das Serum nicht, da sie ja selbst unbestimmt ist. Durch die Entwicklung eines Serums, das auch Unbestimmte für die Gelehrten lenkbar macht, gerät Beatrice in große Gefahr. Am Ende des Bandes sucht Beatrice bei den Freundlichen und Friedfertigen Zuflucht.

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Die drei Bände der Trilogie

Die Trilogie setzte Veronica Roth mit Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (Insurgent) fort. Bei den Freundlichen und Friedfertigen konnten einige Unbestimmte unterkommen, doch die Gelehrten und die Furchtlosen verfolgen die Unbestimmten weiter. Ständige Kämpfe und Auseinandersetzungen sind die Folge, die Unbestimmten entwickeln den Plan einer fraktionslosen Gesellschaft und finden heraus, dass nach dem großen Krieg Chicago, weil es etwas abseits liegt, durch Politiker in Fraktionen aufgeteilt wurde. Das Ziel war es eine Antwort auf die Frage zu erhalten, ob so die Welt zu Frieden und einer neuen Moral finden könne.

Der dritte Teil der Romanreihe heißt Die Bestimmung – Letzte Entscheidung (Allegiant). In der Zwischenzeit haben sich im Lauf der Kriege und Kämpfe zwischen den Fraktionen diese Gruppierungen völlig aufgelöst und Beatrice lebt in einer Beziehung zu Four. Zusammen entdecken sie eine Welt außerhalb Chicagos und erkennen, dass die Menschen außerhalb ganz anders leben. Das wollen sie gemeinsam erkunden, doch dagegen erfahren sie furchtbaren Widerstand, der die Beiden in große Gefahr bringt.

Die ersten beiden Teile der Bestimmungs-Trilogie von Veronica Roth wurden verfilmt. Jetzt im März 2015 startet der Film zum zweiten Teil Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit. In Amerika kam der erste Teil des Films auf Platz 1 in den US-Kinocharts und auch in Deutschland erreichte der Film sehr gute Platzierungen.

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Veronica Roths Hintergrund

Dass die Bestimmungsromane verfilmt werden, zeigt, dass Veronica Roths Geschichte nicht nur als Buch zu fesseln weiß. Wenn Sie sich wundern, dass der Name der Autorin deutsch klingt, haben Sie eine gute Spürnase. Der Vater von Veronica Roth kam aus Köln nach Amerika und die Autorin selbst lebte als Kind in der Nähe von Frankfurt. Dass sie selbst ein Fan von Science Fiction und Fantasy ist, wundert angesichts der düsteren Zukunftswelten, die sie in ihrer Bestimmungstrilogie entwarf, nicht. Aber sie liest nach Interview-Angaben auch Sachbücher und Klassiker. Schon als Kind fing sie zu schreiben an, nachdem sie Kinderspielen nichts mehr abgewinnen konnte. Damals ließ sie sich von ihrer Neugier leiten und brachte das zu Papier, was sie selbst interessierte und fesselte. So hält es Veronica Roth noch heute. Ihr Schreibrezept klingt einfach: „Ich schreibe über das, was mir am meisten durch den Kopf geht, und schaue dann, was passiert.“

Auf die Idee zu ihren Bestimmungsromanen kam Veronica Roth durch die Beschäftigung mit der Konfrontationstherapie, mit der Phobien geheilt werden können. Dann begann sie über Menschen zu schreiben, die ihre Ängste ausmerzen möchten – die Fraktion der Furchtlosen war geboren. Durch die Beschäftigung mit der Sozialpsychologie und das Milgram-Experiment entwickelte sie den Konflikt, der die Bestimmungsromane kennzeichnet: Unter welchen Umständen werden moralische Gesetze gebrochen oder gedehnt. Die Personen, die Veronica Roth in ihrer Trilogie Die Bestimmung zeichnet, sind starke Charaktere, die sich in einer post-apokalyptisch dunklen Welt bewähren müssen. Das tun sie, indem sie ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und Stärke mit Verletzlichkeit vereinen. Vielleicht ist das ein Grund, warum Die Bestimmung auch in der realen Welt so gut ankommt: Die Figuren von Veronica Roth können auch für uns Vorbild sein.

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